Donnerstag, 16. März 2017

[little Bookies] SnowFyre: Elfe aus Eis & Delirium

Donnerstag, 16. März 2017


Kurzrezensionen sind meist praktischer und schneller zu schreiben - nach einem langen Tag hat man meist überhaupt keine Lust mehr, sich noch ewig vor den Computer zu setzen. Manchmal fehlen einem auch einfach die ausführliche Worte, man möchte aber trotzdem seine Meinung kund tun.
Übersichtlich und kurz gefasst sind sie noch dazu und...

... deswegen gibt es nun auch bei mir die Kurzrezensionen namens little bookies.




SnowFyre: Elfe aus Eis von Amy Erin Thyndal


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Neugierig bin ich auf die gutaussehenden und gut klingenden Werke aus dem neuen Label „Dark Diamonds“ und so kam ich um „SnowFyre“ auch einfach nicht drum herum. Es klingt fantastisch und genau nach meinem Geschmack! Meine Vorfreude war groß, dafür der Aufprall umso härter... 
     Gleich zu Beginn fiel mir auf, dass alles sehr knapp beschrieben wurde und mir der Start in die Geschichte mehr als holprig vorkam. Mein Unverständnis für die Ausgangssituation, die auch nicht sehr gut erklärt wurde, tat das Übrige dazu. Ebenso fand ich die Protagonistin Fyre sofort sehr unsympathisch – sie ist gemein, kalt und launisch. Wieso will man sich denn nur so verstellen und so ein Unmensch sein? 
     Ganz gut fand ich, dass man nicht nur Fyres Sicht erlebte, sondern auch ihr männliches Gegenstück Ciel zu Wort kommen ließ. Allerdings bereute ich den Gedanken schnell, denn die Gedanken der beiden drehten sich nur um dasselbe: unerfüllte Liebe und unglaublich riesige Sehnsucht, aber miteinander reden ist keine Option – einfach mal die Probleme bereden und klären?! Etwas viel Kitsch war mir das auch, vor allem weil ich ihre Anziehung nicht nachvollziehen oder teilen konnte. 
     Schwer fiel es mir auch, den Mix aus Fantasy und absoluter Normalität zu akzeptieren – immerhin reiten Fyre und Ciel mit Pferden zum Sommerpalast, aber sie könnten dieselbe Strecke auch einfach mit dem Auto fahren... äh? Wo liegen denn überhaupt Winter- und Sommerpalast – auf der Erde? Für mich war das nicht allzu ausgereift und irgendwie auch überhaupt nicht mein Ding, beides so extrem zu vermischen. 
     Leider konnte ich auch mit dem Handlungsstrang rund um Luna gar nichts anfangen und Emotionen kamen bei mir durch Fyres Antiperson auch gar nicht an; alles wirkte auf mich sehr distanziert und alle Dinge summiert ließen mich auch das Buch dann zeitnah abbrechen... leider, es war überhaupt nicht meins!
 
1/5 Herzen
 
 
 
 
 
 
Delirium von Lauren Oliver
 
 
Reihe: Delirium #1

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Ein Hype ging um die Welt, als „Delirium“ das Licht der Bücherregale erblicken durfte – ich war ja wirklich gespannt auf Umsetzung und Weltentwuf dieser außergewöhnlichen Idee, aber ich hatte nicht erwartet, dass die Autorin sich so wenig überlegt hat. 
     Ich meine, der Weltentwurf ist klar: „Liebe ist eine tödliche Krankheit“; das haben Wissenschaftler nach einem Krieg festgestellt und ein Heilmittel entwickelt. Aber mehr gibt es auch nicht zu sagen. Offene Fragen gibt es genug, wie: Wer hat sich diese Prinzipien ausgedacht und wie lange ist das Ganze nun her? Wer regiert eigentlich den Staat? Aus welchem Grund hat sich das alles so entwickelt? Geklärt werden sie überhaupt nicht. 
     Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Lena erzählt, doch vielleicht gerade dadurch ist die Story stinklangweilig und Lena einfach nur weinerlich und naiv. Ich kam nur sehr schwer in die Geschichte rein und so richtig spannend wurde es eigentlich nie. Alles ist sehr distanziert und arrangiert, zu langweilig und zu seicht. 
     Auch nach ungefähr der Hälfte des Buches gefällt es mir einfach nicht besser. Lena kommt zwar so langsam in Schwierigkeiten, aber dennoch bin ich fast eingeschlafen bei den dutzenden Erzählungen ihrer Tagesabläufe. Natürlich geht es um ihre langsame Wandlung von einer braven und blinden Bürgerin bis hin zur absolut rebellischen Invalidin – aber das es so langsam geht, das hatte ich echt nicht erwartet. 
     Irgendwann habe ich Passagen überflogen und mich nur noch durchgequält. Auch als Lena eine verbotene Beziehung zu Alex anfängt war ich eher gelangweilt und Gefühle konnten mich in dieser Grundstimmung auch nicht mehr erhaschen; Lena blieb mir einfach zu unsympathisch und zu blass. 
     Das Ende – war ich froh, als es endlich erreicht war! - war dagegen viel zu überspitzt; warum sollte denn nur halb Portland die beiden verfolgen? So wichtig sind die nun auch nicht. Dennoch gab es irgendwie keine Höhepunkte, alles war sehr monoton. 
     Also, dieses Buch beweist einfach mal wieder, dass man nicht jedem Hype folgen sollte. Ich kann nur einfach nicht verstehen, wieso Frau Oliver so viel Geld damit machen konnte...
 
1,5/5 Herzen
 

3 Kommentar[e]:

  1. Tja, bei Delirium sind wir uns wohl einig (aber das wussten wir ja schon). Ich habe noch nen halben Punkt für den Stil vergeben, aber sonst hat mir da nix gefallen. Dieses Worldbuilding...nun, das hatten wir ja schon zur Genüge.
    Und "SnowFyre" hätte ich ja eh ausgelassen weil wegen ebook, you know, aber jetzt bin ich auch sehr froh drum. Trotz des wunderschönen Covers :D

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  2. @Kittyzer: Ja, habe deine Rezension jetzt auch gelesen! Habe nur vermisst, dass es so langweilig war :D
    Aber ja, manchmal da hat man einfach solche Tiefschläge, da werden die little Bookies sehr negativ... was will man machen? "SnowFyre" hat mich richtig enttäuscht..

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