Mittwoch, 6. April 2016

[little Bookies] Die Nacht in uns & Dash und Lilys Winterwunder

Mittwoch, 6. April 2016


Kurzrezensionen sind meist praktischer und schneller zu schreiben - nach einem langen Tag hat man meist überhaupt keine Lust mehr, sich noch ewig vor den Computer zu setzen. Manchmal fehlen einem auch einfach die ausführliche Worte, man möchte aber trotzdem seine Meinung kund tun.
Übersichtlich und kurz gefasst sind sie noch dazu und...

... deswegen gibt es nun auch bei mir die Kurzrezensionen namens little bookies.



Die Nacht in uns von Sylvie Grohne

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Bei diesem tollen Cover und dem doch interessant klingenden Inhalt war ich sehr gespannt, was mich schlussendlich erwarten wurde und worum es sich nun eigentlich genau drehen wird. Grob kann man aus der Inhaltsangabe nur eine Liebesgeschichte entnehmen – zu meinem Bedauern blieb es dabei auch. Es dauerte eine lange Zeit, bis ich mich an diesen Fakt gewöhnt hatte und es nicht mehr als störend empfand. Irgendwann konnte ich mich vollends auf die Liebesgeschichte zwischen Amkaya und Noah einlassen – und wurde mit Dramatik und Emotionen belohnt.
     Der Anfang war gepflastert mit dutzenden Rückblicken, bei denen man die Charaktere Amkaya und ihren Bruder Airas gut kennenlernen konnte. Dennoch zog sich dadurch die eigentliche Handlung wie Kaugummi und irgendwann verlor ich auch den Überblick, um was es eigentlich gehen soll... den Charakteren selber war man stets sehr nah, da die Kapitel immer aus den Ich-Perspektiven berichtet wurde. Dabei wechselten sich Amkaya und ihr Vater Ramon ab, der seine ganz eigene Geschichte erzählt. Amkaya war mir stets sympathisch und handelt authentisch, wenn auch sehr von ihren Gefühlen geleitet. Aber genau das macht sie so menschlich. Zusammen mit dem wahnsinnig tollen und charismatischen Noah begleitet man die beiden gern gemeinsam durchs Buch und ihre Liebe ist aufreibend, emotional und greifbar. Zusammen mit Noah pegelte sich auch so langsam die Handlung ein und ich konnte mich gut an das Buch gewöhnen und es Stück für Stück mehr Lieben lernen.
     Auch wenn für mich einige Szenen zunächst zweifelhaft erschienen, so entwickelte sich das Buch immer positiver weiter und es war schön zu sehen, wie zwei verlorene Seelen zusammen finden. Es war alles echt ziemlich entzückend, aber dieses spannende Drumherum hat mir irgendwie trotzdem gefehlt.. Deswegen war das Buch schlussendlich für mich auch einfach nicht perfekt, sondern hat noch mehr Luft nach oben – auch wenn es von der Liebesgeschichte und den familiären Bindungen ein wahres Meisterwerk darstellt. Der Abschluss der Geschichte war auch gut getroffen und machte das Buch insgesamt sehr rund. Ich war zufrieden damit und vergebe deswegen gerne volle 4 Punkte für das Buch!

4/5 Herzen






Dash & Lilys Winterwunder von Rachel Cohn & David Levithan


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Manchmal frage ich mich, nach welchem Schema ich Bücher kaufe – hier war es wohl das Schema: „Ah, von dem Autor habe ich schon mal was gelesen. Wird gekauft!“ Nur um wieder einmal festzustellen, dass ich so etwas echt lassen sollte... ein Winterwunder? Nein, das war es wahrlich nicht. 
     Tja natürlich könnte man jetzt sagen, dass ich Schuld bin – immerhin las ich die Geschichte Ende März. Aber nein, auch so kommt im Buch keine Winter-Weihnachts-Stimmung auf. Echt, gar keine. Kein Schnee, keine richtige Weihnachten. Natürlich wird über viele Dinge geredet: der Kaufrausch der Menschen, das Plätzchen backen.. aber sonst so? Nö. Nicht nur das, auch der Einstieg war schon mehr als verwirrend – mit den ganzen schlauen Fremdwörtern, mit denen die Autoren so um sich werfen kann ich nicht viel anfangen. Wohl gemerkt aber die beiden 16-jährigen Protagonisten. Übrigens ist der Schreibstil dadurch wirklich anstrengend, obwohl er sonst sehr leicht gewesen wäre.. aber dadurch machen es einem die Autoren unnötig schwer. 
     Auch wird aktiv versucht, locker-lustig zu sein.. nein, bei mir kam es leider insgesamt nur kindisch an und ich musste die Augen verdrehen. Die „lustigste“ Szene war dabei die, als Dash – der 16-jährige Junge – auf den Schoß des verkleideten Weihnachtsmanns sollte um dort unter seinem Kostüm einen Brief herauszuangeln... äh, ja. Ha. Ha? Auch für die Grüße an Arielle auf dem Flower-Power-Kissen bin ich einfach zu alt (auch wenn ich Arielle als Film immer noch sehr mag). Achso, romantisch ist das Buch auch nicht wirklich – bei mir kam kein Kribbeln auf, keine Schmetterlinge. Einfach NIX GEFÜHL. Die beiden Hübschen sind einfach nicht reif genug... auch wenn die Idee der Schnitzeljagd so toll begann und so toll hätte werden können! (Dafür auch die 1,5 Punkte)... denn zu viele Zufälle machten mir auch diese Idee kaputt. 
     Apropos: die Charaktere sind nicht nur kindisch, nein auch sehr abgedreht mit wahnwitzigen Interessen, die mir persönlich gar nicht zu sagen und mich auch nicht ansprechen.. wenn ich dann mal verstanden habe, um was es eigentlich gegangen ist. Lily ist viel zu naiv und Dash ist viel zu schnöselig. Sorry, aber ich habe heute kein Foto für euch. Dazu kam dann noch, dass mir die verdrehten Erzählungen rund um die Schnitzeljagd, die dann mal nicht im Fokus stand - ständig den Wind aus den Segeln genommen haben und ja... nun bin ich hier, habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen und bin traurig, dass ich meine Zeit damit verbracht habe.. denn es hätte doch so schön werden können!

1/5 Herzen


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