Donnerstag, 20. August 2015

[Rezension] P.I.D. 01. Im Visier der Vergangenheit von Andrea Bugla

Donnerstag, 20. August 2015


Autor: Andrea Bugla
Reihe: P.I.D. #1
Umfang: 164 Seiten
Preis: 3,99 €uro



Klappentext

Juliette Jennings steht ganz oben auf der Todesliste eines skrupellosen Killers. Plötzlich selbst des Mordes beschuldigt, will sie nur noch eins: die Hilfe ihres großen Bruders. Ein riesiger Fehler, wie sie bald erkennt. Wenn sie ihn retten will, muss sie von der Bildfläche verschwinden - und zwar sofort! Doch Nate Cooper, ehemaliger Army Sergeant und bester Freund ihres Bruders, macht all ihre Pläne zunichte. Er besteht darauf, sie in Sicherheit zu bringen. Trotz der Zweifel an ihm und seiner Organisation P.I.D. hat Juliette keine Wahl: Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen! Denn ihre Verfolger sind mächtiger als vermutet - und das unerwartete Verlangen zwischen ihr und ihrem sexy Beschützer zieht sie immer stärker in seinen Bann... (Bild- & Textquelle: books2read Verlag)



Meine Meinung

Auf das Buch bin ich durch eine Aktion von Blogg dein Buch aufmerksam geworden und aus Interesse und etwas Gefallen an der Inhaltsangabe entschied ich mich, mich dafür zu bewerben und der Verlag entschied sich schlussendlich für mich. Schon als mein E-Reader mir anzeigte, dass das Buch nur aus knapp 160 Seiten besteht, kamen in mir Zweifel auf: Das kann doch niemals gut werden! Und irgendwie war es auch so... die Leistung des Buches entspricht meinen Erwartungen.

Aber alles auf Anfang: das Buch beginnt eigentlich recht spannend, denn die Protagonistin Juliette versteckt sich vor einigen Verbrechern in einer Lagerhalle. Zusammen mit ihrer Freundin Naomi wird sie dort festgehalten, da Naomi als Reporterin gefährliche Nachforschungen über einen Verbrecher gestellt hat und diese beiden nun dafür die Leben der jungen Frauen beenden wollen. So weit, so gut: doch ganz sinnloserweise muss Juliette plötzlich auf sich aufmerksam machen und verletzt sich selbst... wie auch immer: sie entkam der „heißen“ Situation. Auch wenn es für mich eher langweilig zu Lesen war. 
Anschließend kommt ein Zeitsprung von fünf Jahren: Juliette wurde ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen, verhält sich allerdings total auffällig... Sie ist sehr paranoid, meiner Meinung nach übertreibt die Autorin hier auch stark. Hier zeigt sich für mich auch, dass ich den Charakter von Juliette überhaupt nicht mochte: ihr Verhalten wirkt im gesamten Buch auf mich dümmlich, sie ist sehr launisch, kindisch, naiv und egoistisch. Ein Beispiel: sie ist auf der Flucht vor ihren Verfolgern und geht zu ihrem Bruder. Und als sie bereits dort ist, fällt ihr auf, dass doch jeder in ihrer Umgebung getötet wird. Dann will sie wieder abhauen.. aber hey, dazu ist es zu spät! Alle weiteren Charaktere, sei es ihr Love-Interest Nate, die anderen P.I.D.-Jungs oder auch die Verbrecher bleiben total blass, farblos und oftmals erschließen sich mir einfach die Motive nicht. Über Nate erfährt man so gut wie gar nichts... also kann ich ihn auch nicht mögen. Einzig ihr Bruder John kann sich meine Sympathie erschleichen.

Die Beziehung von Juliette und Nate geht dementsprechend auch schnell, denn in der Kürze liegt die Würze! Auch wenn bis zur letzten Seite nicht einmal das Wort „Ich liebe dich“ fällt, so finde ich ihre Anziehung erschreckend und dafür, dass Juliette sonst vehement keinem vertraut, springt sie ihm förmlich in die Arme. Inszenierte Fluchtversuche der Autorin sind lachhaft und sind eben genau das: inszeniert. 
Das Folgen der Handlung war für mich einfach nur anstrengend. Sie weist zwar Abwechslungen auf und kann mich an wenigen Stellen auch überraschen, aber meistens bin ich gelangweilt oder kann voraussehen, was passieren wird. Deswegen kam bei mir auch keinerlei Spannung auf, von Emotionen ganz zu schweigen. Das Buch ließ mich total kalt, da ich zu den Personen einfach keinen Zugang finden konnte und Juliette nie gemocht habe, kein Fünkchen. Der Schreibstil war an sich in Ordnung, allerdings nicht überragend und manche Formulierungen wie „dunkel wie im Bärenarsch“ gehören nicht in so ein Buch... wenn man so einen Stil einschlägt, dann meiner Meinung nach öfters oder durchgängig. 
Gegen Ende kommen Ansätze zum Vorschein, wer Juliette nach dem Leben trachten könnte, dennoch endet das Buch ohne Ergebnis und das hat mich richtig sauer gemacht. Denn am Ende weiß man immer noch nichts.. und es tun sich auch Logiklücken auf. So verstehe ich nicht, wieso Juliette erst friedlich im Zeugenschutzprogramm leben kann, dann aber plötzlich auf Teufel komm raus sterben soll und immer gefunden wird! Außerdem ist Nate die ganze Zeit über wie eine Glucke, aber wenn sie urplötzlich einfach aus dem Krankenzimmer abhaut, bleibt er seelenruhig dort und macht sich keine Platte... äh? Nur damit die Handlung vorangetrieben wird... das passt aber leider gar nicht zusammen! Da gab es noch einige Stellen, die für mich unschlüssig sind, diese möchte ich aber nicht noch weiter ausweiten.

Fazit

Wenn ich das Buch mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es das Wort „oberflächlich“. Denn „Im Visier der Vergangenheit“ mag zwar eine nette Idee haben, dennoch ist es im Großen und Ganzen einfach unfertig. Die Figuren sind unsympathisch und blass und Emotionen beim Leser quasi nicht vorhanden. Die Handlung war recht platt und vorhersehbar, während Logiklücken ihr Übriges tun und die Spannung regelrecht abwürgen. Für mich eher verlorene Zeit, schade, denn aus der Idee hätte man echt was machen können! Ein paar mehr Seiten und es wäre womöglich ganz anders geworden... so gerade mal 2 Pfoten. Und das ist für mich noch viel.


Im Visier der Vergangenheit bekommt:

2/5 Herzen

 

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