Freitag, 29. Mai 2015

[Rezension] Der verbotene See von Catherine O'Donell

Freitag, 29. Mai 2015


Autor: Catherine O'Donell
Titel: Der verbotene See
Reihe:
Die Trilogie der streitenden Reiche #1
Verlag: dot books
Umfang:
357 Seiten
Preis: 5,99 €uro
ISBN: 978-3-9552-0667-3



Klappentext

Wer den Frieden sucht, muss die Menschen meiden… 
Verborgen hinter den Nebeln lebt seit Anbeginn der Zeit das magische Volk der Schwäne. Nun aber prophezeien die Götter, dass in der Welt der Menschen eine uralte Macht erwacht, die alles Leben vernichten will. Nur ein Kind aus der königlichen Blutlinie kann dies verhindern. Und so opfert der Schwanenfürst seine neugeborene Tochter: Er nimmt ihr die Magie, schließt sie ein in einen menschlichen Körper und schickt sie in das Reich Caernadon, in dem jede Form von Zauberei bei Todesstrafe verboten ist. 
Als Mündel der Königin wächst Eirion zunächst behütet auf – doch dann bricht ein Krieg aus, der Vorbote ist für kommende Schrecken…(Bild- & Textquelle: dotbooks Verlag)



Meine Meinung

Es ist sehr schwierig für mich, diese Rezension zu schreiben, da ich und dieses Buch nur Höhen und Tiefen durchlebt haben. Ich hatte es auf Blogg dein Buch spontan entdeckt und war von der Inhaltsangabe begeistert. Doch irgendwie sprang der Funke nie so wirklich über...

Normalerweise habe ich ja sofort meine Probleme mit High-Fantasy, hier war ich anfangs jedoch angenehm überrascht. Es war zwar teilweise auch verwirrend, aber die fantastischen Ideen überzeugten mich zu erst sehr. Die Grundlage der Geschichte ist auch recht gut durchdacht: Das mystische Schwanenkönigspaar muss ihre einzige Tochter zu Willen der Götter opfern, da sie das auserwählte Kind ist, welches die drei existierenden Welten retten kann. Deswegen kommt sie zu den Menschen und die Königin Gwenlian nimmt die kleine Schwanentochter auf, da sie selbst nur Fehlgeburten hinter sich hat. Bis hierhin war alles super, ich war richtig gefesselt von der Idee und dem Beginn der Story. 
Doch dann ging es weiter: relativ langwierig und auch langweilig. Alles wird im Schreibstil sehr ausufernd beschrieben und manchmal hat man das Gefühl, die Autorin kommt nie auf dem Punkt. Gerade die Beschreibungen über die Göttin in Gwenlian ermüdeten mich, sie wiederholten sich ständig und gingen mir irgendwann sehr stark auf die Nerven. 
Die vielen verschiedenen Handlungsstränge verwirrten in erster Linie, auch wenn ich feststellen konnte, dass alle irgendwann ihren Sinn hatten, so war es doch einfach zu viel um den wichtigen Geschehen folgen zu können. Insgesamt konnte man das nur sehr schwierig und ich weiß jetzt am Ende des Buches immer noch nicht ganz, was nun eigentlich der wichtige Teil der Geschichte war...

Im weiteren Verlauf der Handlung wurden ab und an sehr klug Zeitsprünge eingesetzt, damit man die Schwanenprinzessin Eirion richtig aufwachsen sieht und ihre Entwicklung verfolgt. Diesen Fakt fand ich gut, weil so die Handlung nie auf der Stelle stehen blieb, auch wenn es langwierig war. Leider war die Geschichte auch nur sehr oberflächlich gehalten, weswegen man die vielen tollen Charaktere nur von einer Seite kennenlernen konnte, was einem die Realität nahm. Ebenso fehlte mir die emotionale Nähe total, was ich an Büchern überhaupt nicht leiden kann. Alles blieb distanziert und nie konnte man so richtig mitfiebern. 
Wegen diesen verschiedenen Strängen konnte sich auch nie richtig Spannung aufbauen, was schade war, denn so las ich manche Passagen nur sehr halbherzig und zwar die, die mich kein Stück interessierten, was bei so vielen Strängen natürlich vorkommen kann. 
Leider Gottes musste ich gegen Ende auch feststellen, dass die angedachte Idee der Autorin über die Geschichte viel ungenutztes Potential hat. Ich hatte so viel mehr erwartet und bekam nur einen Bruchteil davon zurück, der zufriedenstellend war, mehr aber auch nicht.



Fazit

Kurz und knapp kann ich sagen, dass das Buch eine gute Idee hat, die Umsetzung aber stark mangelhaft ist. Es gab viele gute Ansätze und einen guten Start, doch irgendwie verliert sich die Autorin in zehn spannungslosen Handlungssträngen ohne weiter auf die tollen Figuren und ihre Gefühle einzugehen. Ich bin nicht gewillt, die Trilogie weiterzulesen, da es für mich ein langwieriges Unterfangen war, den ersten Teil zu schaffen.



Der verbotene See bekommt:

3/5 Herzen


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