Donnerstag, 22. Januar 2015

[Rezension] Bound to you 01. Providence von Jamie McGuire

Donnerstag, 22. Januar 2015


Originaltitel: Providence
Reihe: Bound to you #1
Verlag: Ivi Verlag
Umfang:
457 Seiten
Preis: 14,99 €uro
IBSN: 978-3-4927-0326-0



Klappentext



Ihr ganzes Leben hat Nina zu ihrem Vater aufgeschaut. Nun, da er tot ist, steht die junge Studentin einem kaum zu bewältigenden Berg aus Organisation und offenen Fragen gegenüber. Als sie ihren Traumtypen Jared kennenlernt, scheint zum ersten Mal seit langem wieder Licht in ihr trauerndes Herz zu dringen. Doch war ihre Begegnung wirklich Zufall? 
Nina kommen Zweifel, denn Jared weiß alles über sie – mehr als ihre besten Freunde, vielleicht sogar mehr als sie selbst. Und wie schafft er es, immer aus dem Nichts aufzutauchen, wenn sie in Gefahr ist? Das kommt in letzter Zeit nämlich immer häufiger vor: Unheimliche Ereignisse und ein dunkler Verfolger geben ihr Rätsel auf und ehe sie sich versieht, gerät Nina zwischen die Fronten eines Krieges, der älter ist als die Menschheit... (Bild- & Textquelle: Ivi Verlag)



Meine Meinung

Ich muss zugeben, dass ich nicht so richtig zuordnen kann, was mich an „Providence“ eigentlich so genau gereizt hat. Denn von Anfang an fand ich den Inhalt sehr klischeehaft, habe aber auf eine Überraschung diesbezüglich gehofft. Leider blieb diese jedoch aus und ich langweilte mich durch fast 500 Seiten hindurch.

Das Buch beginnt damit, dass die Protagonistin Nina ihren Vater auf tragische Weise verliert. Gerade ihr Vater, der ihr so viel bedeutet hat. Ihre trauernden Gefühle kommen hier besonders gut rüber, während mir Nina ansonsten mehr oder minder sympathisch war, doch dazu später mehr. 
Die Idee des Buches fand ich, wie oben schon angedeutet, sehr klischeehaft. Hier gab es nur wenige interessante Dinge, die mich von sich überzeugen konnten (zB. diese Taleh-Sache). Ansonsten geht es um das typische junge Mädchen, welches auf den Mann ihrer Träume trifft und die Beziehung sinnlos erschwert wird, sei es wegen den eigenen Gefühlen oder wegen einem Love-Triangel. 
Die Umsetzung dieser mangelhaften Ideen ist meiner Meinung nach noch eine Stufe weiter unten – hier wurde an jeder Ecke gespart! Es gibt keine Spannung, keine richtige Handlung, eigentlich gibt es gar nichts. Es ist ein sinnloses und unverständliches Hin- & Her der Liebelei, mit tausend ausgesprochenen Gefahren, von denen man nie etwas mitbekommt. Gerade der im Klappentext angekündigte Krieg bleibt völlig aus... für mich vollkommen unverständlich. Wieso verspricht man etwas, wenn es GAR NICHT auftritt?

Ich empfand Nina als Charakter im gesamten Buch über als einen weinerlichen Klammeraffen, dem man es einfach nicht recht machen konnte. Gerade sie ist oftmals der Grund, wieso es zu neuen dramatischen Wendungen kam, die mich einfach eher nervten, da sie verdammt unnötig erschienen. Außerdem wirkt sie ein bisschen wie eine Mary-Sue: zu perfekt, um wahr zu sein, alle lieben sie grundlos und sie schafft einfach alles. Hach. 
Weiter ging es allerdings erst mal damit, dass sie auf Jared traf, ihrem Love-Interest Nummer Eins – und dass, obwohl Jared mehr als ein Stalker ist. Zu Beginn war er mir einfach nur mega unheimlich. Aber um seine Person und seine Spezies wurde so ein großes Gewese gemacht, dass ich später einfach nicht mehr überrascht, sondern eher erleichtert war, dass diese sinnlose Rätselraten vorbei war. Ansonsten bleibt auch er eher blass, naiv und sehr abhängig von Nina. 
Die Beziehung der beiden verhält sich sehr irrational – so will Nina immer das, was sie nicht haben kann und es werden unsinnige Dramen heraufbeschworen, nur um weitere 40 Seiten zu füllen (ja, ich habe das genau gezählt). Außerdem geht es natürlich auch wieder alles viel zu schnell, da wird schon bald übers Heiraten gesprochen, bevor man sich natürlich wieder trennen muss, um sinnloses Drama hervorzurufen. 
Auch die sonstigen Charaktere sind eher blass, wirken teilweise wie Statisten oder Mittel zum Zweck. Nina vernachlässigt ihre Freunde stetig, und doch stehen sie ihr treudoof zur Seite, ohne selbst je etwas zu fordern. Ihre Rollen sind eindeutige Lückenfüller. Ryan, der das Love-Triangel komplettiert ist anfangs ein sehr netter, aufgeschlossener Charakter, der sich im Laufe der Handlung nur noch lächerlich macht und Jareds Familie ist viel zu perfekt um wahr zu sein. Auch die Bösen sind eben das, was sie sind: böse. Mehr nicht.

Die Handlung ist sehr einfach gestrickt: Treffen mit Jared, Streit mit Jared, Treffen mit Freunden, Jared kommt wieder, Versöhnung mit Jared, vorbereiten des nächsten Dramas usw. - die „Haupthandlung“ rund um Ninas Vater und dessen Geschäfte wird eher außen vor gelassen, auch wenn hier immer riesige Gefahren angekündigt werden, die jedoch NIE auftreten. Ich konnte irgendwann bei dem ganzen sinnlosen Drama nur noch die Augen verdrehen; es kam mir vor wie pubertierende Teenager! Den roten Faden habe ich lange gesucht und ja, ich kann ehrlich zugeben: im Zwischenteil war ich mal kurzzeitig gefesselt und dachte, es geht bergauf, vor allem als der besondere Fantasyteil thematisiert wurde.. Aber es wurde wieder zerstört und wurde nie wieder besser. Probleme werden auch total falsch gewichtet; was ich relevant gefunden hätte, wird einfach schnell erklärt und vergessen. 
Wobei ich gleich zur Spannung kommen kann: die hat sich nämlich in diesem Buch komplett verabschiedet. Selbst der Showdown, der vermutlich mega spannend sein sollte, ließ mich kalt und ließ mich eher lachen, denn die Bösewichte kommen heutzutage einfach durch die Tür spaziert. Also: aufpassen, wenn es mal wieder klingelt; es könnte der Erzfeind sein! 

Fazit

Wenn ich das Buch kurz zusammenfassen müsste, dann würde es lauten: viel zu übertrieben, langweilig, sinnlos und zu einfach gestrickt. Im Mittelteil hatte mich „Providence“ kurz mal gefangen, aber dann verlor ich mich wieder in überzogenen Dramen, einem sinnlosen Love-Triangel und total falscher Thematisierung der Probleme. Ich war froh, als das Buch endlich hinter mir lag und kann nicht viele positive Sachen an dem Buch finden, auch wenn der Schreibstil nicht schlecht war. 
Ansonsten geht es für mich hier garantiert nicht weiter! Wer auf seichte Geschichten steht und viel Drama, der kann sich das Buch gerne mal näher anschauen. Alle anderen: Finger weg!

Providence bekommt:

2/5 Herzen



Band 1: Providence
Band 2: Requiem (ab März 2015)

2 Kommentar[e]:

  1. Okay, das hört sich echt gruselig an. Also viel Drama, wenig Gefühl, noch weniger Inhalt und dafür viele Klischees. Oh je. Schade, dass das Buch dich so enttäuscht hat. Also war es gar nicht so schlimm, dass ichs nicht kannte, als ich das Cover gerade sah und den Titel las. ;)

    LG
    Lilly ♥

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  2. Wie das schon klingt - dieses Liebes-Dreieck, obwohl man schon aus dem Klappentext erlesen kann, mit wem sich die Olle am Ende abgeben wird. Wie unnötig, echt jetzt. Blasse Nebenfiguren überraschen mich jetzt allerdings so gar nicht - das ist ja typisch für solche Romane. Ich denke da nur an "Addicted to you" letztes Jahr, da war das absolut genauso: Ab und zu hat sie sich mal, um Gespräche über ihre Beziehung zu führen, mit Freunden getroffen und ansonsten war sie nur mit den Kerlen zusammen. Da wird ja ganz klar ersichtlich, wie wenig Gedanken sich Autoren um eine anständige Welt machen -.-

    Ich kann deinen Ärger voll verstehen. Auch wenn ich glaube, dass das bei mir eher ein 1*-Kandidat gewesen wäre, bei dem, was du da beschreibst. Und ich will es mir nicht ausleihen!! Das weiß ich durch dich definitiv. Danke :P :D

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