Donnerstag, 4. Dezember 2014

[Rezension] Promise 01. Die Bärentöterin von Maya Shepherd

Donnerstag, 4. Dezember 2014


Reihe: Promise #1
Umfang: 291 Seiten
Preis: 9,99 € Print, 2,99 eBook
ISBN: 978-1-4975-7069-6
Leseprobe



Klappentext

Weit mehr als die Hälfte der Menschheit starb an einer unbekannten Seuche. Jegliche Strom-, Wasser- und Nahrungsversorgung ist zerstört. Es gibt weder eine Regierung noch Gesetze oder Regeln. Die Städte liegen in Trümmern und Gangs beherrschen die Straßen. Das ist die Welt, in der Nea lebt. Nach dem Tod ihres besten Freundes und großer Liebe Miro begibt sie sich auf die Reise nach Promise, in der ein normales Leben möglich sein soll. Vor ihr liegt ein weiter Weg voller Gefahren und Zweifel. Zudem lastet auf ihrem Herzen eine schwere Schuld. (Bild- & Textquelle: Maya Shepherd)



Meine Meinung

Ich war wirklich sehr gespannt auf das Werk der Autorin, denn ich habe schon viel von ihr gehört. Es klingt nach einer sehr tollen Idee für eine Dystopie und ich war sehr gespannt, was wohl passieren wird. Insgesamt war ich allerdings etwas enttäuscht, da die Geschichte doch sehr seicht ist und lange Zeit, so scheint es, kein richtiges Ziel zu verfolgen scheint.

Der Prolog gefiel mir rückblickend wohl mit am Besten, denn hier erzählt die Protagonistin Nea aus der Ich-Perspektive und man kommt ihr das ganze Buch über nicht mal ansatzweise so nah wie am Anfang. Hier erfährt man außerdem viel über die Seuche, deren Anfänge und die Auswirkungen. Die Informationen werden gut und sehr übersichtlich in einem gesunden Ausmaß vermittelt. 
Als nächstes fiel mir der Schreibstil auf, der auf mich sehr schön, melodisch und wundervoll beschreibend wirkt. Die Geschichte geht einige Jahre später weiter, vieles hat sich seit dem Prolog verändert. Auch Nea, die sich nun auf den Weg macht um Promise zu erreichen, die Stadt, die mittels Strom und Wasser eine sichere Zukunft verspricht. Ich war neugierig, wie sich die Welt so verändert hat, doch so richtig kam ich nicht in Fahrt. Es war alles sehr seicht. Denn im Endeffekt wird „nur“ beschrieben, wie Nea überlebt und sich durchschlägt. Es hatte irgendwie etwas von Camping, was mich eher langweilte als begeisterte. Ich spürte einfach nicht dieses nackte Überleben, um welches es gehen sollte. 
Die Gegenwart wird teilweise mit anderen Handlungssträngen unterbrochen – so gibt es im gesamten Buch immer wieder Rückblenden an die Zeit, als Nea noch mit ihrem besten Freund Miro ihre Zeit verbracht hat, bis dieser einen plötzlichen Tod fand. Hier wird ihre Beziehung thematisiert und es stellt sich schön heraus, wie sich Nea seitdem entwickelt hat. Miro machte dies aber nicht unbedingt sympathisch, er wirkt in den Rückblenden sehr arrogant, abgehoben, aber keinesfalls einseitig; auch wenn seine gefühlvolle Seite sehr gestelzt wirkt.

Was mich sehr störte war, dass man Nea als Hauptprotagonist überhaupt nicht nah kommt. Sie wirkt immer sehr hart, naiv und handelt oft, bevor sie denkt. Teilweise wirken ihre überhasteten Entscheidungen unmenschlich, egoistisch und eigennützig und das macht sie einfach nicht sympathisch. Im Prolog, als sie aus der Ich-Perspektive erzählt, da ist man ihr einfach am nächsten – doch das geschieht nie wieder, da man immer in einer kühlen Distanz zu ihrer Person gehalten wird. Und da sie nicht wirklich selbstlos handelt (außer eine Szene gegen Ende) kann man sie einfach nur sehr schwer mögen. Zwischendurch mochte ich sie einmal mehr, denn gegenüber den Zwillingen zeigt sie ihr verstecktes, gutes Herz und ihre rebellische Art, als einigen Menschen Unrecht getan wird. Doch dies hält sich leider nicht das ganze Buch über, da sie später wieder total umschwenkt und insgesamt sehr wechselhaft ist. 
Die ganzen Nebencharaktere sind nicht immer alle das, was sie scheinen. Gerade ein bestimmter Verrat hat mich sehr überrascht. Aber auch die wahre Identität einiger Personen, sowie ihre geheimnisvolle Aura machen Kasia, Arras, viele Weitere und auch Miro zu interessanten Einlagen, die aber nicht alle zur Sympathie beitragen. 
Die Handlung plätschert für mich oft einfach nur etwas vor sich hin – statt einem spannenden Abenteuer bekam ich teilweise nur Langeweile und viel zu einfache Lösungen für die entstandenen Probleme. Einige Ideen waren einfach zu vorhersehbar und doch konnte mich das Ende komplett überraschen, begeistern und mich schon jetzt total an den nächsten Band binden! Das Ende kam fix und plötzlich, weswegen ich nur noch hibbeliger bin und nun auf die Fortsetzung warte. 
Übrigens finde ich den Titel perfekt in die Geschichte eingebunden und absolut passend – hier war ich noch einmal richtig begeistert!



Fazit

Für mich war der erste Band der Promise-Trilogie ein angenehmes Leseerlebnis, dass des Öfteren aber gerne mal mehr Spannung und Action hätte haben können. Die Protagonistin Nea war mir insgesamt viel zu wechselhaft und es fiel mir schwer, Sympathien für sie zu entwickeln. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, auch wenn die Geschichte immer mal vor sich hin plätscherte, so konnte mich das Ende dennoch voll überzeugen und mich neugierig auf die Fortsetzung machen!



Die Bärentöterin bekommt:

3/5 Herzen



Band 1: Die Bärentöterin
Band 2: Die Flammentänzerin (erscheint Ende Dezember 2014)


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