Samstag, 27. September 2014

[Rezension] Atemnot von Ilsa J. Bick

Samstag, 27. September 2014


Autor: Ilsa J. Bick
Titel: Atemnot
Originaltitel: Drowning Instinct
Verlag: Egmont Ink
Umfang: 347 Seiten
Preis: 14,99 €uro
ISBN: 978-3-8639-6561-7



Klappentext

Es gibt Geschichten, in denen das Mädchen seinen Prinzen findet, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. 
So eine Geschichte ist das hier nicht.
 
Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem Hausbrand ums Leben gekommen.
Es gibt Geschichten, in denen das Monster das Mädchen umbringt und alle um das unschuldige Opfer trauern. 
So eine Geschichte ist das hier auch nicht.
Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer ziemlichen … Anziehungskraft.
Und dann gibt es noch die Geschichten, bei denen man schwer sagen kann, wer der Prinz und wer das Monster ist, wer das Opfer und wer es verdient, bis an sein Lebensende glücklich und zufrieden zu leben. 
Diese Geschichten sind die besten. (Bild- & Textquellen: Egmont INK)



Meine Meinung

Ich konnte von Anfang an nur schwer erahnen, um was es im Buch so genau gehen sollte. Es gab sehr viele Hinweise, doch keinerlei konkrete Tatsachen. Das war für mich aber auch nicht weiter schlimm, ich ließ mich überraschen und war gespannt, was Bick dieses Mal für ihre Leser bereithielt. 
Auf jeden Fall klang es für mich auf den ersten Blick nach einem totalen Drama, was mir immer sehr gut gefällt, und vielen Schicksalsschlägen – und ich wurde wirklich nicht enttäuscht!

Die Geschichte beginnt mit einer verzwickten Krankenhaussituation, die alles oder nichts aussagt. Man erfährt lediglich nur Bruchstücke: Jenna wurde aus dem Wasser gezogen und vor dem Ertrinken gerettet und der Kommissar versucht, mehr Informationen zum Vorfall von ihr zu bekommen. Dafür überreicht er ihr ein Aufnahmegerät, auf welches sie die Wahrheit sprechen soll. 
Und damit geht dann auch die richtige Geschichte los, denn erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Jenna, genau so, wie sie auf das Aufnahmegerät spricht. Mit den entsprechenden Besonderheiten und Redelücken, so als würde sie direkt mit dem Leser reden. Für mich was absolut Besonderes und Anderes. Sehr tolle Idee! 
Für mich stand von Anfang an fest: dieses Buch ist anders. Es hat einen düsteren und negativen Grundtonus und wirkt in manchen Situationen vor allem anfänglich einfach zu übertrieben negativ. Vor allem Jennas bisheriges Leben verlief meistens in schlechten Bahnen, kaum etwas Positives ließ sich da finden. Sie ist vom Schicksal gezeichnet und trägt Narben auf dem Körper und auf der Seele. Und doch hat Jenna nie aufgegeben, sie ist eine Kämpfernatur, wofür man sie bewundern kann. Generell kann ich nichts Schlechtes gegen Jenna sagen. Man ist ihr sehr nah und kann gut eine imaginäre Beziehung zu ihr aufbauen. Mir gefiel sie, mit ihren Ecken und Kanten; genau diese machten sie sehr natürlich. Auch wenn ihr, wie gesagt, fast schon zu viel Schlechtes im Leben widerfahren ist. 
Ein kleiner Einschub: ich musste im Laufe der Geschichte mehrmals feststellen, wie perfekt Cover & Titel zur Geschichte passen! Hier riesigen Respekt an den Verlag!

Ein weiterer wichtiger Charakter war Mitch, Jennas Chemielehrer, der sie mit ganz anderen Augen sieht. Für ihn ist sie kein Wrack und von Anfang an will er ihr mit all seinen möglichen Mitteln helfen. Er ist für sie der Lichtblick. Von dem Augenblick an, als die beiden sich kennenlernten, war ich absolut gefesselt von dem Buch. Durch ihn und seine liebevolle Art konnte Jenna so vieles vergessen, allen voran ihre problembelastete Familie. 
Doch auch Mitch trägt so seine Päckchen mit sich herum und hält sich in vielen Dingen bedeckt, erst nach und nach kommt Licht ins Dunkle und die komplette Auflösung gibt es erst am Ende. Absolut perfekt gelungen! Mitch war mir die ganze Zeit über sehr sympathisch und die besondere Beziehung zu ihm half Jenna sehr. 
Es gibt viele dunkle Geheimnisse, auch bei den Nebencharakteren, die entdeckt werden wollen. Alle tragen irgendwie zur Handlung bei und nach und nach erfährt man wichtige Fakten, die alles ändern. Es wird einem roten Faden gefolgt, der nie abbricht. Ich empfand es als richtig spannend! Doch die wichtigsten Antworten behielt die Autorin sich bis zum Ende vor – meiner Meinung nach genau richtig! 
Gegen Ende geht alles Schlag auf Schlag! Man wird noch einmal richtig verwirrt, hinters Licht geführt und komplett im Regen stehen gelassen! Was ist nun Wahrheit und was nur Lüge? Es wird absolut emotional, phänomenal schockierend – ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten! Das Ende selbst hatte einige offene Stränge, doch für mich war dies genau das Richtige. So kann jeder die Geschichte selbst zu Ende spinnen, so wie es ihm gefällt! 

Fazit

Am Ende des Buches war ich völlig fertig und hatte selbst Atemnot! Ilsa J. Bick ist hier Unglaubliches gelungen und man sollte dieses Buch wirklich nicht verpassen, denn so ein einmaliges Erlebnis kommt wohl nie wieder! Uneingeschränkte Leseempfehlung!


Atemnot bekommt:

5/5 Herzen


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