Freitag, 27. Juni 2014

[Rezension] Der Kelch von Anavrin 02. Das magische Siegel von Lara Adrian

Freitag, 27. Juni 2014


Autor: Lara Adrian
Titel: Das magische Siegel
Originaltitel: Heart of the Flame

Reihe: Der Kelch von Anavrin #2
Verlag: Egmont LYX
Umfang: 392 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8518-0
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.



Klappentext

Vor langer Zeit gab es ein mystisches Königreich mit Namen Anavrin. Das Volk dieses Reiches kannte weder Furcht noch Leid, und es herrschte Frieden und immerwährender Sommer. Doch als ein Sterblicher den magischen Drachenkelch stahl, kam Unheil über Anavrin. Der Kelch zerbarst in vier Teile, die in alle Winde verstreut wurden. Wer die vier Teile findet und wieder zusammenfügt, dem sind Unsterblichkeit, Reichtum und Glück sicher – so sagt die Legende...

Nachdem der einstige Templer Kenrich of Clairmont nach monatelanger Gefangenschaft endlich befreit wurde, reist er zur Burg Greycliff, um dort einen Freund aufzusuchen. Diesem hatte er ein Siegel anvertraut, das ihn zum Kelch von Anavrin führen kann. 
Doch Kenrick findet in Greycliff nur noch schwelende Ruinen vor. Seine Feinde sind ihm zuvorgekommen und haben das Siegel gestohlen. Auf der Suche nach Überlebenden trifft der Ritter unerwartet auf die schöne und geheimnisvolle Haven. Er nimmt die verwundete Frau mit sich nach Clairmont, weil er hofft, dass sie etwas über den Verbleib des Siegels weiß. 
Während sich Haven langsam von ihren Verletzungen erholt, entspinnt sich ein zartes Band zwischen ihr und Kenrick. Doch Haven ist kein gewöhnlicher Mensch und birgt ein Geheimnis, das ihre Liebe zerstören könnte... (Bild- & Textquelle: Egmont LYX Verlag)



Meine Meinung

Der zweite Teil der fantastischen Trilogie begleitet weiterhin Kenrick, der im Vorgänger von seiner Schwester Ariana und Braedon befreit wurde. Ich hoffte auf eine größere mystische Rolle in diesem Buch und natürlich mehr Informationen über das sagenhafte Anavrin. Außerdem war ich gespannt, was sich hinter Kenricks harter Fassade verbirgt und war bereit, es zu lüften!

Alles beginnt damit, dass Kenrick sich auf den Weg gemacht hat, um das Siegel zu holen, welches er bei seinem alten Freund Randwulf versteckt hat. Doch als er dort ankommt muss er mit Erschrecken feststellen, dass dessen Burg überfallen wurde und bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Alle sind tot und das Siegel, welches er dort versteckt hat, verschwunden. Für mich war der Anfang recht emotional, so wird man doch gleich von der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung angesteckt, so wie von Kenricks traurigen Gedanken. 
Bald darauf trifft er auf eine rothaarige Frau, wobei ich gleich wusste, was ihr großes Geheimnis ist – hier war es sehr offensichtlich und so gab es später nicht mehr viel zum Rätseln. Kenrick nimmt sie mit zu sich auf die Burg, denn sie ist todkrank und er möchte sie unbedingt retten. 
Die Handlung hatte bis hierher klare Richtlinien, aber der geheimnisvolle Touch, den Haven mit sich bringt, lässt das ganze etwas spannender und unberechenbarer wirken. Doch wird es lang nicht so abenteuerlich wie im Vorgänger – hier beschränkt sich der Schauplatz eindeutig zu 80 Prozent auf die Festung Clairmont, was kaum Abwechslung bringt und auch nur sehr wenig Spannung. Einzig allein Havens Drang zu erfahren, wer sie ist, hält einem am Buch fest; ansonsten gibt es nur Gelabere, ein paar wenige Gefahren, was aber nicht mal ansatzweise vergleichbar ist mit der Reise aus Band Eins.

Kenrick selbst ist am Anfang von schierer Rache getrieben: Rache für seine grauenvolle Behandlung im Kerker, Rache für seinen toten Freund und dessen Familie. Er ist regelrecht besessen, doch kann Haven ihn plötzlich von seinen Gedanken ablenken und ihn verzaubern. Bis dahin benimmt er sich allerdings wie ein riesiger Arsch, eben so, wie er im Buche steht und lässt vor allem seine herrische Ader raushängen.
Dagegen weiß Haven lange Zeit nicht, wer sie überhaupt ist. Bei dem Überfall verlor sie ihr Gedächtnis und so fühlt sie sich anfangs sehr verloren und möchte unbedingt vor Kenrick flüchten. Sie fühlt sich bei ihm wie eine Gefangene. Niemand weiß, was mit ihr ist und auch sie selbst weiß nicht, wer sie ist und woher sie kommt. Dies trägt viel Misstrauen mit sich und man fiebert mit ihr regelrecht mit, was ihre wahre Identität wohl ist. 
Auch Ariana und Breadon sind wieder dabei und trage kleinere Schlüsselrollen, lockern oftmals die Handlung auf und helfen Kenrick und Haven auf die Sprünge. Außerdem bekommen sie ihr kleines persönliches Glück geschenkt. 
Doch gefiel mir am Besten dann doch die Entwicklung der Charaktere, die gut von statten geht, nachvollziehbar und doch natürlich ist. Pluspunkte!

Was mich sehr an dem Buch freute war, dass Anavrin und der sagenumwobene Kelch viel mehr thematisiert wurden, man nochmal schön Bescheid darüber bekam und die Informationen erweitert wurden. Auch wenn es in diesem Bezug oftmals etwas verwirrend geschrieben war und ich nicht so richtig mit kam. Der Schreibstil war also an manchen Stellen einfach etwas too much, manchmal ist weniger eben mehr. Bei mir entstanden teilweise Logiklücken dadurch, was ja echt nicht sein muss. Im Laufe der Geschichte kamen unerwartete Handlungen, die das anhaltende Glück gehörig änderten. Plötzlich tauchen tot geglaubte Personen wieder auf und bringen alles durcheinander und Havens Idendität wird aufgelöst – auch Anavrin wird sehr wichtig, worüber ich mehr als begeistert war. 
Doch erst ab dem letzten Drittel des Buches wird es so richtig spannend und dramatisch. Vor allem auf der Beziehungsebene nimmt beides extrem zu: so scheint vorher alles zwischen Kenrick und Haven bestens. Sie brauchen viel Zeit um sich anzunähern und nachdem es heiß wurde, wird es auch zärtlich. Doch durch die aufkommenden Verhältnisse ändert sich alles; Misstrauen und Geheimnisse stören die Beziehung und einfach nur Reden kommt hier niemand in den Sinn, wäre ja auch zu einfach. 
Es folgt kurz vor dem Ende eine kurze Verschnaufpause, die weitere Spannung aufbaut. Doch irgendwie verläuft das am Ende ins Nichts, denn es wird recht ruhig und plötzlich. Ich dachte hier an mehr Dramatik und Spannung, aber nun gut. Schade.



Fazit

Auch wenn ich doch sehr viel negativ angekreidet habe gefällt mir „Das magische Siegel“ ein Stück besser als sein Vorgänger. Auch wenn mir lange Zeit die abenteuerhafte Reise gefehlt hat, so steigerte sich das Buch zum Ende hin dann doch gewaltig. Man merkt, dass die Suche nach dem Drachenkelch sich dem Ende zu neigt.
Vor allem konnten mich hier eindeutig die Charaktere überzeugen, sowie die Emotionen, die sie alle perfekt rüber brachten. Für mich also ein guter Grund, das Finale der Trilogie mit Freuden abzuwarten!



Das magische Siegel bekommt:

 

4/5 Herzen

Band 2: Das magische Siegel


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