Samstag, 29. März 2014

[Rezension] Guardian Angelinos 02. Tödliche Vergangenheit von Roxanne St. Claire

Samstag, 29. März 2014


Reihe: Guardian Angelinos #2
Verlag: Egmont Lyx
Umfang:
416 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8669-9
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.

Klappentext

Der ehemalige FBI-Agent Marc Rossi kann nach dem Scheitern seiner Ehe einen Tapetenwechsel ganz gut gebrauchen. Ein Auftrag der Guardian Angelinos kommt ihm daher gerade recht: Marc soll nach Nordirland reisen und Devyn Sterling, die uneheliche Tochter eines berüchtigten Mafiabosses, in die USA zurückholen. Diese ahnt nicht, dass sie ihn Belfast in das Visier einer skrupellosen Terrorbande gerückt ist und sich in Lebensgefahr befindet. Dass Marc nicht einfach nur ein charmanter Tourist auf Sightseeing-Tour ist, wie er vorgibt, erkennt Devyn schnell. 
Doch auch sie weilt nicht zum Vergnügen in Nordirland. Sie muss ihre leibliche Mutter finden, deren dunkelstes Geheimnis womöglich in die falschen Hände gelangt ist. Und je näher Devyn ihrer Mutter kommt, desto größer ist die Gefahr, in die sie sich begibt. Denn es scheint, dass noch jemand sie mit allen Mitteln aus Belfast vertreiben will. 
Als Unbekannte ihr mit Mord drohen, ist der geheimnisvolle Marc plötzlich der Einzige, dem sie noch trauen kann... (Bild- & Textquelle: Egmont LYX)



Meine Meinung

Der Vorgänger des Bandes war für mich ein recht gutes Buch, wenn auch an manchen Stellen sehr offensichtlich und bewusst in gewissen Bahnen gelenkt, auch wenn der gesunde Menschenverstand vermutlich anders gehandelt hätte. Doch war ich gespannt auf den zweiten Band, dessen Inhalt mich definitiv von sich überzeugen konnte – allerdings erfüllte das Buch auch nicht ganz meine Erwartungen.


Das Buch beginnt in meinen Augen recht gut: der Prolog spielt in der Vergangenheit und nach wenigen Überlegungen kriegt man auch raus, um welche zwei Personen es sich handelt. Eine junge Frau stiehlt für einen gesuchten Verbrecher aus ihrem Labor Gift, da sie ihm hoffnungslos verfallen ist. Er nutzt sie indess nur aus und nach einem kleinen Techtelmechtel ist das Ganze auch vorbei – natürlich ist kein Wort ohne Grund geschrieben und die Relevanz wird auch anschließend bestätigt. 
Weiter geht es mit der eigentlichen Handlung in der Gegenwart: Devyn steht vor dem Haus ihrer leiblichen Mutter, das sie ausfindig gemacht hat, da sie ihr nicht nur etwas Wichtiges sagen muss, sondern sie auch endlich kennenlernen will. Sie will sie warnen, da sie womöglich durch Devyns toten Mann in Gefahr schwebt. Doch beim Eintreffen schwebt Devyn selbst in Gefahr, man hat keine Ahnung was vor sich geht und sie muss versuchen, da irgendwie schnell wieder raus zu kommen. Was für eine unerwartete Spannung gleich am Anfang! 
Es dauert auch nicht lange, da legen die Guardian Angelinos los und holen ihren ersten Auftrag ein, der natürlich mit Devyns Rückkehr in die Staaten zu tun hat bzw ihrem Verschwinden aus Belfast, was Marc in einem Undercover-Job erledigen soll.
Die beiden Hauptcharaktere durfte man schon in dem Vorgänger kennenlernen, mehr oder weniger. Devyn Sterling ist frische Witwe, da ihr Ehemann ermordet worden ist. Sie ist von einer reichen Familie adoptiert und streng erzogen wurden. Ihre Eltern kennt sie am Anfang des Buches nicht, doch weiß sie über die Gene ihres Mafia-Vaters Bescheid und sucht jetzt ihre leibliche Mutter. Devyn selbst ist eine sehr ehrgeizige Person, die im Herzen sehr tief verletzt wurde: immer allein und weiß nicht, wo sie hingehört. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine Familie und Liebe.
Ihr männlicher Gegenpart dazu ist Marc Rossi, ein sehr charmanter und gutaussehender Mann, der sie aus Belfast rausholen soll. Er ist der Cousin von den Angelino-Zwillingen, die den ersten Band der Trilogie dominieren. Marc selbst hat eine gescheiterte Ehe hinter sich und wünscht sich ebenso eine Familie, doch will er sich gleichzeitig nicht mehr so stark auf eine Frau einlassen. Er ist ein herzensguter Mensch, der alles für seine ihm geliebten Menschen tut. 
Damit definiert sich auch die Beziehung der beiden ziemlich gut: ihre erste Begegnung ist ziemlich charmant von Marcs Seite aus, der die wirkende Eisprinzessin Devyn versucht zu knacken. Schon bald verbringen sie mehr Zeit miteinander und ihre Beziehung entwickelt sich süß weiter. Auch wenn es zwischenzeitlich viele ungesagte Worte und Geheimnisse gibt, die es bei Aussprache einfach erleichtert hätten, gefielen mir die beiden im Großen und Ganzen ganz gut zusammen. Auch als einzelne Charaktere können sie überzeugen, auch wenn Devyn auf mich an manchen Stellen einfach überzogen wirkt und damit auch unrealistisch.
Das ist aber nicht der einzige Punkt, für den es Abzüge gab. Manche Stellen im Buch sind sehr unüberlegt und als das Unwissen der Charaktere über Synapsen und Nervenzellen thematisiert wurde, geriet ich doch wirklich ins Stutzen – denn das lernt man doch mit Sicherheit in der Schule! Mal davon abgesehen, dass im Laufe der Geschichte manche Stellen sehr vorhersehbar waren. Außerdem fand ich die Handlung manchmal sehr zerstückelt; es wurden viel zu viele Puzzle-Teile geboten. Schlussendlich gibt es auch viel zu viele Zufälle. Es ist normal, dass Marcs komplette, riesige Familie alle einen Teil zu der Sicherheitsfirma beitragen können: egal ob Hacker, Ex-Soldat oder Ähnliches: wirklich alles ist vertreten! 
Doch kann das Buch einen auch emotional berühren, jedenfalls ging es mir an manchen Stellen so. An einigen Stellen bringt St. Claire auch richtig gute Ideen und Wendungen ein, sodass ich meistens Hin und Her gerissen war. 
Allerdings gibt es da auch wieder das Gegenteil: sie wollte es irgendwann zu interessant machen. Die Folge: 10.000 Täuschungen, Irrungen und Wirrungen, wo keiner mehr den Durchblick haben kann. Einige Fakten wirken echt durchgeknallt und so unpassend zum Rest. Wo dann das Ende wieder dagegen spricht, denn das war total rührselig, süß und doch dann zu perfekt.

Fazit

Für mich war „Tödliche Vergangenheit“ eine halb tödliche Achterbahnfahrt, die ab und an richtige Tiefflüge hatte. Die Idee klingt wirklich nicht schlecht und sie wird teilweise auch richtig gut umgesetzt, aber eben nur teilweise. Die weibliche Hauptperson wirkt an manchen Stellen überzogen, auch wenn ich ansonsten nichts gegen die Hauptcharaktere und ihre Beziehung hatte und sie mochte. Doch die Handlung ließ mich einmal jubeln und einmal wütend zurück – so viel Abwechslung und dann teilweise so ein Quatsch vertrage ich wirklich nicht. Band Drei möchte ich nicht lesen, da gefällt mir nicht einmal mehr das Hautpaar. Eingeschränkte Empfehlung, es gibt bessere Bücher aus dem Genre!

Tödliche Vergangenheit bekommt:

3,5/5 Herzen




Band 2: Tödliche Vergangenheit
Band 3: Sekunden der Angst

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