Dienstag, 18. Februar 2014

[Rezension] Getrieben - Durch ewige Nacht von Veronica Rossi

Dienstag, 18. Februar 2014



Autor: Veronica Rossi
Titel: Getrieben - Durch ewige Nacht
Originaltitel: Through the Ever Night
Reihe:
Aria & Perry #2
Verlag: Oetinger
Umfang: 365 Seiten
Preis: 17,95 €uro
ISBN: 978-3-7891-4621-3
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten. 



Klappentext

Wieder vereint müssen Aria und Perry bald feststellen, dass ihr Glück nur von kurzer Dauer ist. Denn während Perry sich nach dem Tod seines Bruders als neuer Stammesführer zu behaupten hat, kämpft Aria verzweifelt darum, als Frau an Perrys Seite anerkannt zu werden. Doch sie gilt als Außenseiterin, und als seine Leute schließlich sogar versuchen, sie zu vergiften, wird Aria klar: Wenn sie Perry in seiner Rolle als Stammesoberhaupt nicht gefährden will, müssen sie sich trennen.
Zusammen mit seinem Freund Roar bricht sie daher auf, um jenen sagenhaften Ort der „Blauen Stille“ zu finden, der vor den alles vernichtenden Ätherstürmen verschont wird und der Perrys Volk Zuflucht gewähren könnte.
Als die Lage für Perrys Stamm immer bedrohlicher wird, scheint es schließlich sogar, als gäbe es für Aria und Perry gar keine andere Wahl mehr, als ihre Liebe zu opfern... (Bild- & Textquelle: Oetinger Verlag)



Meine Meinung

Der erste Band der Trilogie rund um Aria und Perry war schon atemberaubend gut und konnte mich für sich gewinnen. Deswegen war ich gespannt wie ein Flitzebogen auf den zweiten Band und erhoffte mir, eine mindestens genauso spannende Story mit einem ebenso abwechslungsreichen Mix und einem spannenden Abenteuer. Und welch ein Glück für mich! Rossi behält ihre Form und setzt die Trilogie würdig fort.

Das Buch beginnt damit, dass Perry, Monate nach seiner Trennung von Aria, auf der Suche nach ihr ist. Schon nach kurzer Zeit sind die beiden auch wieder vereint, doch auf Perry lastet die Verantwortung für seinen Stamm und so wird es für beide schon am Anfang sehr schwierig. Es ist hier schon dramatisch und man weiß, durch die anlaufende Spannung, dass das noch längst nicht alles war.
Generell werden ihrer Beziehung nur Steine in den Weg gelegt. Von Anfang an scheint sie zum Scheitern verdammt, auch wenn sich beide immer wieder aufraffen und zueinander finden, so hält das Schicksal viele Tiefschläge für sie bereit. Die wenigen, glücklichen Szenen zusammen sind jedoch für den Leser umso prickelnder und emotionaler, als die Liebesgeschichten in sämtlichen anderen Büchern.
Als Charaktere entwickeln sich beide immer weiter – Aria ist keinesfalls mehr die graue Siedlerin von damals, sondern weiß, wie sie überlebt, kann kämpfen und ist willensstark wie eh und je. Für Perry und dessen Wohlergehen würde sie alles tun. Auch Perry entwickelt sich weiter, was vor allem mit der großen Verantwortung zusammenhängt, die er als Stammesführer der Tiden nun trägt. Seiner rebellischen und hitzigen Ader bleibt er sich zwar treu, doch muss er sich auch das Ansehen seines Stammes verdienen und er wächst öfters über sich hinaus. Trotzdem sind beide nicht fehlerfrei und genau dieser besonderer Mix macht beide so einzigartig und sympathisch.

Derweil geht natürlich auch die Haupthandlung seinen Weg, die so gut wie immer im Vordergrund steht. Sie wird zwar geprägt von Beziehungen, Freundschaften und Gefahren, und doch behält die anfängliche Suche immer die Oberhand. So suchen Aria und Perry nach der sogenannten „Blauen Stille“ - ein Ort, an dem die ausgesprochen hohe Zerstörung der Ätherstürme wirkungslos ist. Perry sucht vor allem einen Ort, an dem sein Stamm sicher ist und leben kann, während Aria das vor allem für Perrys Neffen Talon tut, der sich immer noch in der Gewalt vom Siedleroberhaupt Hess befindet. Letzterer schlägt Talon im Handel zu Informationen zur Blauen Stille vor.
Doch lernt man zunächst den Stamm kennen und erfährt noch viel mehr über Perrys Kindheit und leben. Auch wichtige Charaktere, wie Willow, Cinder und Roar, der auch zu einem sehr guten Freund von Aria wird, haben ihren festen Platz in der Geschichte und lernt man besser kennen :Roar entwickelte sich auch zu meinem heimlichen Liebling – für ihn wünsche ich mir ein Happy-End!
Die drohende Gefahr, die für die ganze Welt immer größer wird, ist jedoch nicht so leicht zu beseitigen. Die Ätherstürme werden immer schlimmer, sie verändern sich und somit auch die Welt. Es bleibt in dieser Hinsicht immer spannend, da man einfach nicht weiß, was das für die weitere Geschichte zu bedeuten hat. Es ist wirklich Spannung pur und der Kampf ums Überleben ist nie vorbei – plötzlich geraten auch die Siedler in ihren Festungen in Gefahr und es gibt große Veränderungen!

Schlag auf Schlag gibt es neue Gefahren, Freunde werden zu Feinden und umgekehrt. Es gibt einen riesigen Verrat und neue Charaktere, die sich sowohl positiv, als auch negativ zeigen. Dies alles hält die Geschichte dynamisch, spannend und einfach interessant. Man bleibt automatisch am Ball und das Buch großartig weglegen funktioniert hier einfach nicht! Es scheint für alle hoffnungslos und die Nerven sind zum Zerreißen gespannt.
Dies nimmt zum Ende hin natürlich immer weiter zu, meine Anspannung wusste gar nicht mehr, wo hin mit sich und durch mein atemloses Lesen merkte ich gar nicht, wie hoch mein Lesespaß die ganze Zeit über war – immerhin flogen die Seiten einfach nur an mir vorbei! Ich wurde total geplättet, mega schockiert, konnte kaum mehr denken. Ich empfand ähnlichen Schmerz wie die Charaktere und konnte es am Ende überhaupt nicht fassen, worauf das Ganze hinausläuft! Und das Finale? Kann ich kaum erwarten!



Fazit

Das zweite Buch um Aria und Perry ist ein unglaubliches Abenteuer, wobei man die meiste Zeit einfach nur vor lauter Anspannung platzen könnte! Meiner Meinung nach ist dieser Teil sogar besser als sein Vorgänger. Die sympathischen Charaktere bleiben sich treu und entwickeln sich weiter. Es gibt dutzende Gefahren, die nicht so einfach zu beseitigen sind. Der Kampf ums nackte Überleben geht immer weiter, es gibt neue Freund- und Feindschaften, viele Emotionen und Gefühle, so wie Verzweiflung und nur wenig Hoffnung. Ich kann eigentlich gar nicht in Worte fassen, was dieses Buch mit mir macht!


Getrieben - durch ewige Nacht bekommt:

5/5 Herzen




2 Kommentar[e]:

  1. Ich habe den zweiten Teil auch geliebt - ich glaube, ich fand ihn im ersten Moment auch einen Hauch besser als den ersten, aber jetzt, nach fast einem Jahr, hat sich der Unterschied wieder gelegt. Ich finde einfach beide toll und kann es kaum noch erwarten, bis der dritte kommt.

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  2. So, auch auf diesem Wege noch einmal: Ich bin sehr froh, dass wir uns so einig sind bei diesem Buch! Hatte sehr gehofft, dass du ebenso begeistert sein würdest wie ich. Gibt es ja leider bei Trilogien nicht so oft, dass alle Teile auf einem gleich bleibenden Niveau sind...
    Ich hoffe, Roar kriegt noch sein erhofftes Happy End, damit auch du wieder glücklich bist :D
    Wie immer schön geschrieben <3

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