Donnerstag, 27. Februar 2014

[little Bookies] Das Geheimnis von Ella und Micha & Diese eine Woche im November

Donnerstag, 27. Februar 2014


Kurzrezensionen sind meist praktischer und schneller zu schreiben - nach einem langen Tag hat man meist überhaupt keine Lust mehr, sich noch ewig vor den Computer zu setzen. Manchmal fehlen einem auch einfach die ausführliche Worte, man möchte aber trotzdem seine Meinung kund tun. Übersichtlich und kurz gefasst sind sie noch dazu und...

... deswegen gibt es nun auch bei mir die Kurzrezensionen namens little bookies.





Das Geheimnis von Ella & Micha von Jessica Sorensen

Autor: Jessica Sorensen
Titel: Das Geheimnis von Ella & Micha
Reihe: Ella & Micha #1

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Eine dramatische Liebesgeschichte versprach ich mir von Ella und Michas Geheimnis, von vielen hoch gelobt waren meine Erwartungen bombastisch. Der Anfang kann auch gut überzeugen, ich war sofort auf Hochspannung, denn im Prolog wird eine brenzlige Situation auf einer Brücke beschrieben, die fast schief gegangen wäre.
Anschließend geht die Handlung acht Monate später weiter: Ella ist auf dem College und fährt mit Lila, ihre süße Freundin nun wieder gen Heimat. Ella wirkt sehr fraulich und herzlich, doch schon bald erfährt man, dass sie in ihrem Inneren zerbrochen ist und eigentlich sich nur so gibt. Sehr interessant, da man ahnt, dass es mit ihrem Geheimnis zusammen hängt. Micha hingegen sucht nach seiner Ella, die ihn wortlos verlassen hat. Es herrscht dadurch eine sehr schwere und emotionale „Beziehung“; es wirkt real, emotional und sehr ereignisreich. Auch ihr Wiedersehen ist Emotionen pur, verzweifelt und doch distanziert.
Unentschlossen - Gut!
Aber...
Bis hierhin war wirklich alles gut, doch dann fing das Buch an, mir auf die Nerven zu gehen. Ella tut so übelst geheimnisvoll dem Leser und auch Lila gegenüber und hat ihr ein ganzes Jahr lang etwas vorgespielt, sowie ihr nichts über sich erzählt, was absolut unmöglich ist. Es nervt und wenn man befreundet ist, dann sollte man ehrlich sein. Außerdem wird insgesamt sehr viel schön geredet, alles verdrängt und ernste Dinge einfach mal ignoriert. Das Buch tritt auf der Stelle und es spielen sich immer wieder die gleichen Szenen ab.
Micha und Ella reden also nicht, sondern ignorieren Probleme und fummeln lieber den ganzen Tag. Kommen aber insgesamt in ihrer „Beziehung“ kein Stück weiter. Dann benehmen sie sich wieder wie Freunde, sind mega unschlüssig und es geht wieder von vorne los. Nervig und dumm. Womit ich auch wieder bei Ella wäre, denn die ist genauso. Micha hingegen ist wirklich ein sehr lieber Kerl mit einem großen Herz, worauf aber ständig herumgetrampelt wird.
Irgendwann habe ich natürlich auch nach dem Sinn des Buches gefragt – Handlung ist kaum vorhanden und teilweiser purer Mist; ich hatte ganz anderes erwartet und im Laufe der nicht vorhandenen „Handlung“ wurde es immer schlechter. Großes Geheimnis? Fehlanzeige! Außerdem war das ganze Buch sehr dunkel (schon leicht übertrieben), alle total ein mieses Leben und nur Schlechtes erlebt – das Ende: Friede, Freude, Eierkuchen! Ich dachte wirklich, ich lese nicht richtig. Doch gleichzeitig war ich froh: dass es endlich zu Ende war!

3/5 Herzen





Diese eine Woche im November von Michael Wallner

Autor: Michael Wallner
Titel: Diese eine Woche im November
Reihe: Einzelband

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Unter der Geschichte konnte ich mir anfangs überhaupt nichts vorstellen – ich konnte ja nicht ahnen, dass es auch wirklich nichts ist, was ich bekomme. Gereizt hat mich auch eigentlich nur die schöne Stadt Venedig, die ich jedoch kaum erleben durfte, da darauf gar nicht eingegangen wurde; das Buch hätte wirklich überall spielen können! Es wäre egal gewesen. Es gab keinerlei Venedig-Flair, nichts bezauberndes und vor allem keine Romantik, mit der auf dem Buchrücken so geworben wird! Es gab spärliche romantische Szenen, welche sehr distanziert und emotionslos sind. Meiner Meinung nach dann auch sinnlos.
Abgrundtief schlecht!
Verbrennt es!
Was einem auch sofort auffällt ist der kurze, abgehackte Schreibstil des Autors. Dieser erschwerte von Beginn an meinen Lesefluss und machte das Buch für mich zu einer riesigen Qual. Auch mein Verständnis war dadurch beeinträchtigt und ich selbst natürlich sehr genervt. Schon bald lernt man mit diesem Schreibstil Tonio kennen, ein junger Venezianer und ein Dieb, sowie Julia, die mit ihrem Vater dort ist um Urlaub zu machen, wie sie denkt.
Das Buch ist eine totale emotionslose Leere. Kein einziges Gefühl kommt dabei rüber. Außerdem gibt es auch immerzu italienische Passagen, mit denen man einfach nichts anfangen kann ohne Übersetzung und die mich neben dem Schreibstil massiv störten. Die Story selbst beginnt zwar rasant, kann mich jedoch einfach nicht überzeugen. Sie ist total übertrieben und unglaubwürdig, außerdem auch vorhersehbar, merkwürdig, chaotisch und langweilig.
Toni und seine Freundin Pippa sind anfangs außerdem auch sehr unsympathisch. Julia wirkt herablassend, kratzbürstig und stur – natürlich auch nicht so toll! Sie blieben mir allesamt fremd und näher kennenlernen wollte ich sie auch eigentlich gar nicht. Nach Tiefe sucht man hier übrigens auch vergeblich.
Das Buch war irgendwann ein glatter Abbruch, denn ich war mehrmals kurz vorm explodieren und hatte schon sadistische Gedanken – ich rate hier mit dringend davon ab! Außer man braucht vielleicht etwas für den Kamin.

1/5 Herzen

2 Kommentar[e]:

  1. Halleluja... da hast du ja zwei Bücher gefunden. "Ella und Micha" will ich denke ich dennoch lesen. Es steht schon lange auf meiner Wunschliste. Das andere Buch hat mich von vorneherein vom Inhalt nicht angesprochen und ich bin froh, dass ich es mir nicht gekauft habe. :D
    Übrigens: Die Grafiken sind ultra süß!

    LG
    Nazurka

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  2. Der erste Teil von Ella & Micha hat mir noch recht gut gefallen, dafür war Teil 2, den ich direkt danach gelesen habe, ein absoluter Alptraum. Deine Kritikpunkte an Teil 1 kann ich gut verstehen. Für mich war es aber nicht ganz so schlimm.
    Lass die Finger vom zweiten Teil, wenn du schon unglücklich mit dem Geheimnis warst. Da flippt Ella wieder völlig aus... und das Buch besteht eigentlich nur aus Ella, die flüchtet... und naja, eben Micha, der seiner Ella nachläuft :-(

    Ganz liebe Grüße aus dem Lesetagebuch,
    Chrissy

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