Dienstag, 21. Januar 2014

[Rezension] Späte Vergeltung von Michelle Raven

Dienstag, 21. Januar 2014



Autor: Michelle Raven
Titel: Späte Vergeltung
Reihe:
Hunters #5
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 444 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8831-0

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten. 



Klappentext

Die Pflichtverteidigerin Chloe Hunter braucht dringend Urlaub, doch da kommt ihr ein neuer Fall in die Quere. Sie soll Jesse Curtis verteidigen, dem vorgeworfen wird, seine Freundin Candice auf grausame Art und Weise ermordet zu haben. Die Beweislast ist erdrückend, aber Curtis selbst kann sich an nichts erinnern. Je länger Chloe sich mit dem Mord befasst, desto mehr Ungereimtheiten fallen ihr auf. Ist es möglich, dass Curtis unschuldig ist? 
Als ob der Fall nicht schon kompliziert genug wäre, stellt sich heraus, dass es Detective Zach Murdock war, der die ermordete Candice gefunden hat – genau der mann, der Chloe fast zwei Jahre zuvor auf der Hochzeit ihres Bruders einen üblen Korb verpasst hatte. Alles in Chloe sträubt sich, Zach um Hilfe zu bitten, doch um die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen, muss sie über ihren Stolz hinwegsehen. Gemeinsam beginnen die beiden, den Fall neu aufzurollen. Es wird allerdings schnell klar, dass jemand um jeden Preis verhindern will, dass sie die Wahrheit als Licht bringen... (Bild- & Textquelle: Egmont Lyx Verlag)



Meine Meinung

Die letzte Geschichte der Huntergeschwister – es ist eigentlich kaum zu fassen! Auf die Jüngste namens Chloe musste man am längsten warten und gerade weil sie immer so interessant gewirkt hat, war ich mehr als gespannt auf ihre Geschichte. Doch dieses Mal gab es kleine Schwächen.

Kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen, war ich schon wieder Hin und Weg, denn zum Einstieg beehrt man die Familie Hunter bei der Hochzeit von Shane und Autumn. Man wird mit purem Zucker überschüttet und für mich hätte es keinen besseren Anfang geben können. Außerdem sind diese anfänglichen Szenen auch besonders wichtig für Chloe, da sie hier das erste Mal auf Zach trifft, der Autumns treuer Freund ist, doch zu Anfang noch Gefühle für sie hegt. Dementsprechend endet das erste Treffen der beiden auch.
In der Gegenwart, also um die zwei Jahre später, bekommen die beiden und ihre Beziehung eine neue Chance. Eine Frau wird brutal ermordet und der Fall scheint für alle ermittelnden Polizisten, darunter auch Zach, klar zu sein. Doch er ist mysteriöser als es zunächst scheint, was auch Chloe als Pflichtverteidigerin des angeblichen Täters bemerkt. Während des Falles treffen die beiden aufeinander und sie nähern sich natürlich auch an, auch wenn Zach abblockend scheint, so reißt Chloe seine Mauern schnell mit ihrer offenen und herzlichen Art ein. 
Charakterlich ist sie eine richtige Hunter: stur, ehrgeizig und mit einem überaus weichen Kern. Genau diese Art braucht auch der zunächst griesgrämige, verschlossene und einsame Zach, der im Laufe der Geschichte richtig aufblühen kann und eine andere Seite von sich zeigt.

Doch natürlich fesselt nicht nur die ausgesprochen geschmackvolle Liebesbeziehung, sondern auch die Handlung rund um den Mordfall, die nie in Vergessenheit gerät und sich mit der Liebesgeschichte im gesunden Maß abwechselt. Für mich war es genau das Richtige: ein guter Mix von der Suche nach dem Mörder und der Liebelei der beiden Hauptpersonen. Doch bleibt zunächst die erwartete Spannung aus und merkwürdigerweise auch die Einblicke in die Sicht des Mörders, was mich irritierte, denn genau das war immer das Tüpfelchen auf dem I.
Schließlich musste ich auch bedauerlicherweise feststellen, dass die Entwicklung der ganzen Geschichte langsamer als gewohnt voranging, mich zwar nicht langweilte, aber ich eben doch nicht komplett gefesselt am Buch hing. Die gewohnte Hochspannung fehlte, was für mich schlussendlich auch die kleine Schwäche darstellt – denn da gab es auch minimale Abzüge am Lesespaß.
Im letzten Viertel des Buches fängt sich Raven und bietet einem das, was man bisher vermisste. Es scheint alles aussichtslos, steigert sich plötzlich ins Unermessliche und reibt die Nerven auf. 
Am Ende angekommen war ich unbegrenzt traurig, dass nun die Geschichten rund um die Hunters vorbei sein soll. Es wurde ein wirklich schöner Abschluss gewählt, ich war zufrieden und durchlitt noch einmal emotionale Höchstleistungen. 



Fazit

Der letzte Band der Hunter-Serie namens „Späte Vergeltung“ vereint wieder alles, was ich an Ravens Romanen so liebe: sympathische Charaktere, die einem ans Herz wachsen und charakterlich glänzen, eine gute Mischung aus Romantik und Thriller und ein Fall, der überzeugen kann. Hier müssen die Charaktere wieder leiden, bevor sie glücklich zueinander finden – doch leider fehlte mir dieses Mal die Hochspannung, die mich sonst immer bei Ravens Romanen ergreift und normalerweise dominiert. Ich war gefesselt, aber nicht so sehr, dass ich kopflos war. Trotzdem ein mehr als überzeugendes Buch! Ich hoffe, dass die Huntergeschwister noch viele Auftritte in anderen Reihen der Autorin bekommen.


Späte Vergeltung bekommt:

4,5/5 Herzen



Band 4: Trügerisches Spiel
Band 5: Späte Vergeltung

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