Montag, 23. Dezember 2013

[Rezension] Weil ich Layken liebe von Colleen Hoover

Montag, 23. Dezember 2013



Autor: Colleen Hoover
Titel: Weil ich Layken liebe
Originaltitel: Slammed
Reihe: Slammed #1
Verlag: dtv
Umfang: 351 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-4237-1562-1
Leseprobe



Klappentext

Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg… (Bild- & Textquelle: dtv Verlag)



Meine Meinung

Das Buch wird an vielen Stellen hoch gelobt und klingt nach einer sehr herzerweichenden und hochdramatischen Liebesgeschichte. Ich war mehr als gespannt, was mich wohl erwartet und wurde definitiv nicht enttäuscht sondern mehrmals heftig überrollt!

Die Story beginnt mit dem Umzug, der einem auf dem Buchrücken angekündigt wird. Man erfährt genaueres zum Tod von Laykens Vater und auch, dass sie sich ihr altes Haus in Texas nicht mehr leisten können – vom Umzug nach Michigan ist Layken dennoch nicht sehr begeistert. Es dauert nicht lange, da trifft sie auch auf Will, der ihr neuer Nachbar ist und das Schicksal nimmt so seinen Lauf, mit allen Bergen und Tälern.
Die Idee hinter dem Buch ist wahrlich nicht neu. Hätte ich das Buch nicht bekommen, so wäre ich vielleicht nicht noch einmal drauf gestoßen. Doch wie es sich dann innerhalb der Geschichte entwickelt hat – das war ganz mein Fall! Obwohl meiner Meinung nach die Umsetzung nicht ganz so gut geglückt ist. Hier wird alles dann ein wenig überzogen und zu dramatisiert, sowie auch unrealistisch. Weniger ist manchmal mehr und ich hatte öfters das Gefühl, dass die Autorin zu viel wollte. Dennoch kann ich sagen, dass das Buch mich größtenteils für sich gewinnen konnte.

Zunächst möchte ich mich mehr über die Charaktere aussprechen, die alle so ihre eigene Rolle haben. Wie der Titel schon sagt, ist die Hauptperson Layken, welche die Geschichte auch aus ihrer Sicht erzählt. Man fühlt sich mit ihr sofort wohl und in der Geschichte willkommen, somit wird hier ein guter Einstieg gewählt. Sie ist ein Mädchen, dass den Tod ihres Vaters noch nicht richtig überwunden hat und in Will sofort ihren Seelenverwandten sieht. Dass sie damit nur weitere Probleme aufwirbelt, das war ihr nicht klar. Sie geht, je nach Situation, mal erwachsen und mal kindisch mit der Situation um, aber dennoch realistisch.
Will ist der männliche Part der Geschichte und wird einfach nur als absoluter Traumtyp dargestellt, keine Ecken und keine Kanten hat der Gute. Auch er hat einige Schicksalsschläge hinter sich und kümmert sich nun um seinen kleinen Bruder, während er als Referendar arbeitet. Sein großer Hang zur Poesie nimmt im Buch auch einen zentralen Punkt ein, was mir recht gut gefiel und das Buch einzigartig macht. Insgesamt blieb er mir jedoch fremd, denn einerseits weiß er, was er will, auf der anderen Seite auch wieder nicht – nervt!
Die Beziehung zwischen Layken und Will ist dramatisch, wenn auch manchmal zu übersteigert. Die Probleme werden öfters total überzogen und ich bin mir sicher, dass es auch andere Lösungen hätte geben können. Beide trieben ihr gefährliches Spiel, was mir jedoch wieder sehr zu sagte – Liebe gegen Vernunft, jawohl! Das ewige Hin-und-Her kann einem jedoch gehörig auf den Zeiger gehen, weswegen es hier Abzüge gibt!

Da das Buch aus Laykens Sicht ist, wurde der Schreibstil dem jugendlichen Erzählstil angepasst, und das sehr gut! Er wirkt flüssig und angenehm. Kein Wort scheint zu viel zu sein und es wird nicht auf unnötige Kleinigkeiten eingegangen. Durch den Schreibstil kommt man immer sofort zur Sache, was das Buch vorantreibt und nicht auf der Stelle treten lässt.
Die Handlung ist stark geprägt von Laykens Gefühlsleben, weswegen man gleich zu Beginn feststellen muss, wie sehr ihr Will gefällt. Nach ihrem ersten Zusammentreffen schwärmt sie tierisch für ihn, was mir jedoch zu fix ging und hier definitiv unrealistisch wirkt. Die erste Überraschung über Will lässt jedoch nicht lange auf sich warten, was sofort Spannung in die Geschichte bringt und vor allem Interesse. Zu diesem Zeitpunkt war ich das erste Mal komplett eingenommen von der Geschichte.
Das gefährliche und heimliche Beziehungsspiel der beiden beginnt und Liebe tritt gegen Vernunft an. Herrlich, ich liebe solche Geschichten! Es wird verdammt dramatisch und emotional – generell ist dieses Buch purer Zucker für die gesamte Emotionenpalette. Jedoch kann nicht alles so bleiben, wie es ist: weitere heftige Tiefschläge kommen. Das Leben ist ungerecht und man fragt sich, wo die Lichtblicke bleiben – tja, die scheint es nicht zu geben. Das Buch ist negativ, zu negativ um realistisch zu sein.
Das Ende kommt rasend schnell, und dennoch passend. Auf dem Weg dahin gab es allerdings noch einmal heftig Abzüge für das plumpe Halloweenkostüm von Laykens Bruder Kel und dessen Reaktion auf bestimmte, schwer erschütternde Umstände. So würde kein Kind in diesem Alter reagieren!
Doch das Ende bildet einen runden Abschluss und ist in sich stimmig – das Buch hat definitiv Weisheiten für das Leben!



Fazit

„Weil ich Layken liebe“ ist für mich eine Achterbahnfahrt gewesen – das ewige Hin und Her kann einem einfach nicht gefallen, und doch mochte ich das Buch trotzdem. Klingt nach einem bipolaren Problem und so richtig erklären kann ich mich auch nicht. Es konnte mich in vielen Punkten überzeugen und doch machte mich das Buch in den gleichen Dingen stinkwütend. 
Meine Empfehlung deswegen: selbst probieren! Was das Buch definitiv zu bieten hat sind wundervolle poetische Texte, Lebensweisheiten und wundervollen Freund- sowie Liebschaften, die einen tief berühren können, wenn man es zulässt!


Weil ich Layken liebe bekommt:

4,5/5 Herzen



Band 1: Weil ich Layken liebe
Band 2: Weil ich Will liebe (erscheint Mai 2014)
Band 3: ???

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