Sonntag, 22. September 2013

[Rezension] Throne of Glass 01. Die Erwählte von Sarah J. Maas

Sonntag, 22. September 2013



Originaltitel: Throne of Glass
Reihe:
 Throne of Glass #1
Verlag: dtv
Umfang: 476 Seiten
Preis: 17,95 €uro
ISBN: 978-3-4237-6078-2
Leseprobe



Klappentext

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt – doch dann taucht der junge Captain der Leibgarde auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Prinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. 
Beim gemeinsamen Training mit dem Captain findet Celaena immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und umgekehrt. Auch der Prinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlossen – und es ist da, um zu töten... (Bild- & Textquelle: dtv Verlag)



Meine Meinung

Das Buch habe ich im Internet entdeckt, für mehr als interessant befunden und habe dann gehofft, dass die Glücksfee mir hold ist. Das Thema der Assassine hat mich sehr angesprochen, über die ich trotzdem in Büchern bisher nichts gelesen hatte. Ich habe mich sehr über das Buch gefreut und war richtig gespannt – enttäuscht wurde ich zum Glück nicht!

Zu Beginn der Geschichte lernt man die berühmte Assassine Celaena Sardothien kennen, welche geschnappt wurde und nun ihre Gefangenschaft in einer Salzmiene in Endovier ausleben muss. Nur ihr starker Wille und ihre prägende Vergangenheit hielten sie am Leben. Bis eines Tages der Lichtblick kommt: Der Kommandant der Garde bringt sie zum Kronprinzen des Landes, welcher ihr ein ausgesprochen nettes Angebot macht: Freiheit oder den Tod. Doch um die Freiheit zu erlangen, muss sie 23 Männer in einem königlichen Wettkampf besiegen – und dies erweist sich als gar nicht so einfach.
Die Idee hinter der Geschichte klingt relativ gut. Ein jugendlicher High-Fantasy-Roman wird hier verpackt mit dem spannenden Thema der Assassinen, von denen ich persönlich noch nicht viel gelesen habe. Dass ausgerechnet eine junge Frau die gefürchtetste Assassine der Welt sein soll, ist vielleicht ein wenig weit hergeholt, für die Geschichte aber unabdingbar. Insgesamt klingt der Deal mit ihrer Freiheit, wenn sie den Wettkampf gewinnen sollte, ein wenig utopisch, doch sie ist ehrgeizig und denkt sich: „Es ist egal, ob ich heute oder morgen sterbe“.
Insgesamt wird für mich die Geschichte doch mehr als gut umgesetzt, denn besonders der Mix zwischen der Thematik um den Wettkampf und die Liebesgeflechte haben es mir angetan. Hier absolute Pluspunkte!

Es gibt drei wichtige Hauptcharaktere, auf die man näher eingehen sollte. Celaena ist jung, schön, berühmt und berüchtigt. Ihre Kindheit war nicht sehr rosig, denn mit sieben Jahren begann ihre Ausbildung zur Assassine. Sie war mir von Anfang an sympathisch, außerordentlich menschlich und eine Kämpfernatur: auch nach einem Jahr in der todbringenden Salzmine gibt sie einfach nicht auf. Später merkt man, dass sie auf der anderen Seite auch nur eine junge Frau ist, die Männern gefallen und hübsch sein will. Diese beiden Seiten, die kühle Assassine und die junge Frau, die sich mit alltäglichen Problemen auseinandersetzt, fand ich unglaublich gut kombiniert. Ihre spitze Zunge gegenüber ihren Mitmenschen unterhält außerdem prächtig.
Daran hat vor allem Chaol, der Kommandeur der königlichen Garde, zu knabbern. Doch auch er weiß sich gegen sie zur Wehr zu setzen und auch wenn er es nicht will, so wächst sie ihm mit der Zeit immer mehr ans Herz. Doch dann ist da noch sein bester Freund, der Kronprinz Dorian, der von Anfang an Gefallen an seiner Assassine findet. Im Gegensatz zum stillen und nachdenklichen Chaol ist Dorian ein aufgeweckter junger Mann, der im stillen gegen seinen böswilligen Vater rebelliert und ihm nicht treu ergeben ist. Beide Männer sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht – das kann noch spannend werden!
Beziehungen tun sich hier einige auf, doch da dies der erste Band einer Reihe ist, sind sie meistens von freundschaftlicher Natur. Eine Dreiecksbeziehung scheint sich zwar anzubahnen, doch findet sie hier eindeutig ihre Anfänge – fand ich jedoch mehr als passend, es hat mich perfekt unterhalten. Wichtiger hingegen sind die Freundschaften zueinander, wo ich auch die Prinzessin von Ellywe, Nehemia, eine wichtige Rolle für Celaena spielt.

Der Schreibstil von Maas ist mehr als angenehm, ihre Sprache passt sich der Zeit der Geschichte gut an und ist sehr verständlich. Außerdem kommen durch ihre Schreibweise verschiedene Emotionen rüber, die einen vor allem fieberhaft an die Geschichte fesseln.
Die Handlung beginnt, wie oben schon mehrmals erwähnt, damit, dass Celaena von Dorian aus den Salzmienen geholt wird, damit sie für ihn den königlichen Wettkampf gewinnt. Damit beginnt ihr neustes Abenteuer: Der Weg zur Freiheit. Doch die Gefangenschaft verfolgt sie noch ein wenig länger, nicht nur körperlich, auch psychisch. Das dies hier nicht ausgelassen wird, gefällt mir mehr als gut – so gehört doch beides dazu. So wird die erste Zeit Celaena aufgepäppelt und auf den Wettkampf vorbereitet, doch trotzdem ging für mich die Handlung flott voran. Es gab keine längeren Passagen. Ich war einfach gefesselt von der Thematik und den tollen, vielseitigen Charakteren. Plötzlich sterben doch unerwartet einige Champions, wie die Wettkampfteilnehmer genannt werden – das erste Mal tritt Spannung auf. Man weiß, dass irgendetwas faul ist und das jeder, auch Celaena, der nächste tote Champion sein könnte.
Die Lage spitzt sich mehr als zu, das Finale muss einfach groß werden. Man kann zwischenzeitlich mehr als vermuten, wer hinter den Morden steckt, das ist mehr als offensichtlich. Trotzdem störte mich das kaum, ich war einfach zu angetan vom Buch selbst – mein Lesespaß war schier unendlich. Als dann der finale Tag da ist, erlebt man weit aus mehr, als man vorausgesehen hat, wird immer wieder überrascht und das offene Ende bietet mehr als genug Stoff für die weiteren Bände – nun warte ich also sehnsuchtsvoll!



Fazit

Für mich war „Die Erwählte“ glasklar mein Highlight des Monats – trotz der vielen anderen, guten Büchern stach es für mich noch einmal besonders hervor. Dies lag zuerst an der tollen Abwechslung, die die zwischenmenschliche Handlung der Charaktere, sowie der Wettkampf der königlichen Champions mit sich brachte. Von beiden war ich mehr als eingenommen, während Schreibstil und Emotionen ihren Teil dazu beitrugen. Ich kann den Auftakt der „Throne of Glass“-Reihe nur empfehlen und werde mich nun an Celaenas Vorgeschichte setzen. Glasklar ein Buch, was man gelesen haben sollte!


Die Erwählte bekommt:

5/5 Herzen



Band 1: Die Erwählte
Band 2: ???
Band 3: ???
weitere Bücher sollen folgen...

2 Kommentar[e]:

  1. Geht mir genauso. Aber ich sage dir: Band 2 toppt alles nochmal um das fünffache. Es war unglaublich,k du solltest unbedingt weiterlesen, auch wenn es Band 2 bislang nur auf englisch gibt!

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  2. Ich kann dir nur zustimmen, das Buch ist super ;)

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