Freitag, 20. September 2013

[Rezension] Herren der Unterwelt 01. Schwarze Nacht von Gena Showalter [KR]

Freitag, 20. September 2013



Autor: Gena Showalter
Titel: Schwarze Nacht
Originaltitel: The Darkest Night
Reihe:
Herren der Unterwelt #1
Verlag: Mira Taschenbuch
Umfang: 408 Seiten
Preis: 8,95 €uro
ISBN: 978-3-8994-1925-2
Leseprobe



Klappentext

Einst dienten die tapferen Herren der Unterwelt dem Gottkönig. Ein Zwist aber führte dazu, dass die zwölf Ritter mit einem Dämon bestraft wurden, den sie jeden Tag aufs Neue zu bezwingen haben...
Die junge Wissenschaftlerin Ashlyn Darrow ist verzweifelt: An jedem Ort hört sie alle Gespräche, die je dort stattgefunden haben. Und sie weiß: Wenn, dann können ihr nur die Herren der Unterwelt helfen. Auch auf die Gefahr hin, von den Unsterblichen getötet zu werden, wagt sie die Reise zum Haus der Verdammten – und trifft in den Wäldern vor den Toren Budapests auf Maddox, den Hüter des Dämons der Gewalt. Zum ersten Mal verstummen alle Stimmen in ihr.
Auch Maddox spürt sofort den unwiderstehlichen Reiz der jungen Amerikanerin. Doch er darf seinen Gefühlen nicht nachgeben, denn das Böse in ihm ist unberechenbar. (Bild- & Textquelle: Mira Taschenbuch)



Meine Meinung

Viel zu viele positive Stimmen versuchten mich für ein zweites Buch von Showalter zu überzeugen – ich hatte Hoffnungen, wirklich! Aber es wurde fast keinen Deut besser als andere ihrer Werke.

Der Einstieg in die Geschichte wurde überraschend gut gewählt – es wird kurz erzählt, wie die Herren der Unterwelt vom Himmel in die Hölle gestürzt sind und nun mit ihren Dämonen leben müssen. Die Idee dahinter wirkt so richtig gut, die griechischen, mythologischen Einflüsse gefallen sicherlich nicht nur mir, vor allem da die Jagd nach den Dämonen noch immer nicht vorbei ist. Auch das Setting in Budapest, eine alte Burg, wirkt magisch, gruselig und passend zu den mehr als dunklen Herren.
Doch scheitern tat es einfach an der Umsetzung. Auch wenn es anfangs noch voller Charme und Witz zu sein scheint, trügt dieser Schein nur. Showalter verfällt in das „alte“ Muster zurück – was ich so sehr verabscheue!

Es fängt doch schon wieder allein mit den mehr als klischeehaften Charakteren an. Da ist der mehr als attraktive Dämon der Gewalt, der bestialische und sexistische Maddox, welcher nicht nur seinen Dämon voll auslebt, sondern auch noch jede Nacht eines grausamen Todes sterben muss. Natürlich darf da auch das Gegenstück nicht fehlen: Ashlyn, Para-Audiologin und auf der Suche nach den tödlichen Herren der Unterwelt – weil sie Hilfe will.
Sämtliche anderen Dämonen rund um Maddox wirken interessant, aber diese Geschichten werde ich mir nicht mehr antun. Mir reicht eine katastrophale Beziehung, mit der ich zu kämpfen hatte. Da wäre zuerst das, für Showalter typische, „Ich-Mann, Du-Frau“-Gehabe und die schier unsterbliche Trauer Ashlyn für Maddox, der ja jede Nacht einen grausamen Todes stirbt, so auch in der Nacht, wo sie sich begegnen. Also wirklich: so krass trauert man doch nicht um einen Mann, der a) einen Angst einjagt und b) einem völlig unbekannt ist! Weiter geht es dann so wie immer: mit Sex. Hey, wer hätte DAS gedacht? Sorry, aber nicht nur die schier übertriebenen Emotionen nach wenigen Stunden des Kennens, nein auch alle körperlichen und geistigen Bezüge sind an den Haaren herbeigezogen. Dazu muss Maddox natürlich noch regelmäßig ausrasten – Dämon halt, ist klar.

Weiter geht’s mit der emotionalen Seite, die nicht nur voll überspitzt wurde, sondern teilweise auch noch richtig deplatziert wirkt. Es interessierte mich auch einfach irgendwann nicht mehr, wer was fühlt, tut und denkt. Ein positiver Aspekt für zwischendurch: Der Schreibstil war angenehm, wenn auch an manchen Stellen etwas öbszon (also doch nicht ganz so positiv, wie gedacht).
Die Tirade nimmt ihren Lauf mit den Aspekten der Handlung. Es gibt definitiv andere Handlungsstränge, die aber auch nicht unbedingt besser scheinen, als die Haupthandlung. Ich war dazu irgendwann einfach gelangweilt und das schlimmste für mich war eigentlich, dass selbst bei der Hälfte des Buches in der Geschichte selbst noch immer nicht 24 Stunden vergangen waren, aber alle so taten, als würden sie sich ewig kennen. Ich meine, ist ja auch eine lange Zeit, nicht? Wächst man zusammen. In dieser kurzen Zeit verändert sich viel zu viel, was ich aber auch nicht als Spannung bezeichnen würde. Denn trotzdem kommt es nur unterschwellig bei dem Leser an.
Schließlich kam ich zu dem Punkt, an dem mein Lesespaß lautstark streikte: Ich überblätterte kurzerhand die Hälfte, las nur kurze Passagen, fand sie langweilig und kam zum Ende. Mehr als glücklich darüber, dass es nun zu Ende war!



Fazit

Für mich waren die „Herren der Unterwelt“ ein wahrer Graus, oder vielleicht liegt es auch einfach nur an der Art und Weise, wie Gena Showalter ihre Geschichten erzählt. Mich sprechen sie jedenfalls nicht länger an, ich habe mir nun schon zweimal die Finger heftig verbrannt. Ein Reinfall, den ich nur zu gerne schnell wieder vergessen würde!


Schwarze Nacht bekommt:

1,5/5 Herzen


Reiheninfo *hier* nachlesbar

1 Kommentar[e]:

  1. Also ich muss sagen, dass mir der Roman eigentlich damals schon ganz gefallen hat. Zwar war es etwas sehr wild und animalisch (Grins), aber alles in allem fühlte ich mich dennoch gut unterhalten und wollte die Serie auch schon lange weiterlesen. Nunja, Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich. :)

    Liebe Grüße,
    Nazurka

    AntwortenLöschen

Über Kommentare und Meinungen von Euch freue ich mich jederzeit sehr.
Und ich werde auch direkt unter jedem Kommentar antworten, sollte es Fragen oder Ähnliches geben - also schaut dann einfach noch mal 3-4 Tage später vorbei ;)

Also los, traut euch - ich freue mich über jedes geschriebenes Wort! ;)

Liebe Grüße
Lisa

Copyright by Lisa Ullrich 2011-2017. Powered by Blogger.

© little bookland, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena