Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] Du oder das ganze Leben von Simone Elkeles

Dienstag, 3. September 2013


Autor: Simone Elkeles
Titel: Du oder das ganze Leben
Originaltitel: Perfect Chemistry
Reihe:
Perfect Chemistry Trilogie #1
Verlag: Cbt
Umfang:
428 Seiten
Preis: 8,99 €uro
ISBN: 978-3-5703-0718-2
Leseprobe



Klappentext

Jeden anderen hätte Brittany Ellis, wohlbehütete Beauty Queen und unangefochtene Nr. Eins an der Schule, lieber als Chemiepartner gehabt als Alex Fuentes, den zugegebenermaßen attraktiven Leader einer Gang. Und auch Alex weiß: eine explosivere Mischung als ihn und die reiche »Miss Perfecta« kann es kaum geben. Dennoch wettet er mit seinen Freunden: Binnen 14 Tagen wird es ihm gelingen, die schöne Brittany zu verführen. 
Womit keiner gerechnet hat: Dass aus dem gefährlichen Spiel alsbald gefährlicher Ernst wird, denn Brittany und Alex verlieben sich mit Haut und Haaren ineinander. Das aber kann die Gang, der Alex angehört, nicht zulassen… (Bild- & Textquelle: Cbt Verlag)



Meine Meinung

Von diesem Buch ist die gefühlte halbe Menschheit begeistert, weswegen es auch irgendwann in meinem Regal landen musste. Ich war ziemlich gespannt darauf und freute mich auf eine leichte Lektüre passend zum Sommer – und ich wurde nicht enttäuscht!

Der Einstieg in das Buch wird einem wirklich leicht gemacht. Das neue Schuljahr beginnt, wo man zuerst Brittany ein Kapitel lang begleitet und dann der Wechsel zu Alex erfolgt, die sich dann auch schon bald über den Weg laufen sollen. Hierbei kann man schon Charakterzüge und Unterschiede feststellen. Man ist sozusagen sofort in der Geschichte drin und auch ein wenig gefangen.
Die Idee hinter der Geschichte wirkt mehr als nur klischeehaft, weswegen es allein dafür ein paar Mini-Abzüge gibt. Es ist einfach nichts Neues: Ein beliebtes Mädchen und ein augenscheinlich gefährlicher junger Rüpel müssen irgendein schulisches Projekt zusammen bestreiten und durch viele Zufälle finden sie schließlich zueinander, doch gibt es da natürlich Hindernisse. Gut hieran gefiel mir einfach die Tatsache, dass Alex in einer Gang ist, was dem Ganzen einen besonderen Touch gibt. Reich und Arm, Gut und Böse – kann mich hingegen nicht wirklich vom Hocker hauen.
Die Umsetzung der Idee ist jedoch recht gut gelungen. Das Buch wirkt durch und durch jugendlich und doch ein wenig außergewöhnlich, aber gut. Elkeles schafft es, aus einem Klischee etwas ganz Besonderes zu machen und das ist die absolute Hauptsache. Anfangs störten mich einige Druckfehler und spanische Sätze wurden teilweise nicht übersetzt, was das verstehen schwer macht. Ansonsten fiel mir das Einflechten der spanischen Sprache jedoch mehr positiv und ebenso innovativ auf.

Wie ich schon angedeutet habe, wirken die Charaktere wie ein einziges Klischee. Auf den ersten Blick sind sie das auch, doch niemals auf den zweiten. Brittany wirkt nach außen hin perfekt, doch das ist nur eine Fassade, die sie mühsam oben behält. Ihr Leben ist geprägt von Eltern, denen ihr Ansehen wichtiger ist, als ihre beiden Töchter. Dazu kommt, dass Brittanys Schwester es nicht ganz so einfach hat, was natürlich auch Brittany geprägt hat. Auch wenn sie reich und angesehen ist, so möchte sie mehr vom Leben, doch entfliehen konnte sie bisher nicht.
Alex ist der typische Rowdy, so scheint es – nicht nur, durch sein selbstsicheres Auftreten, auch die Tatsache, dass er in einer gefährlichen Gang ist unterstreicht dieses Vorurteil. Er, seine zwei kleinen Brüder und seine Mutter kommen eigentlich aus Mexiko und Leben recht spärlich, im direkten Gegensatz zu Brittany schon ärmlich. Er ist interessant und gleichzeitig gefährlich, seine Vergangenheit verkorkst – und doch kann er auch ganz anders sein, einfühlsamer.
Hier ist sicher: Da prallen Welten aufeinander. So entsteht ihre Beziehung auf eine sehr klischeebehaftete Weise. Anfangs sind sie sehr unhöflich zu einander, spöttisch und beleidigend, was zu erwarten war. Elkeles bringt diese Gefühle gut rüber und unterhält gleichzeitig. Mit der Zeit kommen sich die beiden jedoch näher, auch wenn es einige Probleme gibt, die man nicht so einfach aus der Welt schaffen kann. Insgesamt waren die beiden purer Zucker, allerdings störte mich die Tatsache, dass Britanny anfangs, als sie noch mit ihrem Freund zusammen ist, keinerlei sexuelle Kontakt will, jedoch mit Alex dies am liebsten sofort ändern würde. Das ist für mich mehr als ungläubig, vor allem, da das nur eine kurze Zeit danach ist.

Natürlich gibt es noch viele weitere Personen in ihren beiden Freundeskreises, die das Beziehungsgeflecht anheizen und interessant halten. Dadurch kommen auch die Emotionen nicht zu kurz, welche im Buch besonders präsent ist. Man könnte das Buch schon fast ein Drama schimpfen, denn ab und an nimmt es solche Züge an. Sobald Gefühle im Spiel sind, geraten beide Leben der Protagonisten aus den Fugen. Eine süße Teenie-Romanze, die man einfach lieben muss – und die auch noch so fesseln kann! Vor allem Gegen Ende bekommt man die volle Breitseite ab , was einen so richtig mitreißt und begeistert, auch wenn es ein wenig in Kitsch endet.
Der Schreibstil passt sich perfekt an die lockere Geschichte an. Dieser ist mehr als leicht und flüssig, einfach gehalten und spiegelt eine typische jugendliche Sprache wider. Die Sprache ist sehr direkt und passt sich auch den verschiedenen Erzählern an. Ein Kapitel ist von Brittany und das nächste wieder von Alex, wobei der Schreibstil so unterschiedlich scheint, was mich richtig begeistert hat, denn meiner Meinung nach muss man das erst einmal hinkriegen!

Wie ich schon sagte beginnt die Handlung damit, dass die Leben der beiden Charakter dargestellt wird und man sie ein wenig begleiten darf, bis sie dann schließlich aufeinander treffen und ihre Leben anfangen, sich zu verbinden. Ihre beiden Leben sind mehr Schein als sein und schon bald merken Brittany und Alex, dass sie bei dem jeweils anderen sie selbst sein können und Hoffnung in ihnen keimt: Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch Alex hat mit ein paar Kumpels eine Wette abgeschlossen und so beginnt auch gleichzeitig dieses Spielchen. Doch meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, die Geschichte überraschte mich und entwickelte sich ganz anders, als ich erst dachte.
Immer mehr kommen Gefühle ins Spiel, immer mehr geraten die beiden in Konflikte und ihre Welten kollidieren. Sie passen nicht mehr in ihr altes Schema, ihr altes Leben wird Geschichte, kann es ein Neues geben? Mir wurde die ganze Zeit über nicht einmal langweilig, das Buch hat für mich auch keine Längen, auch wenn es so etwas wie Spannung nicht direkt zu geben scheint. Die letzten 50 Seiten sind dann nochmal so richtig emotional, überraschend und relativ wendig, wo dann doch ein wenig Spannung aufkam. Am Ende ging mir einfach nur noch das Herz auf und ich schrie innerlich nach Band Zwei!
Das heißt natürlich auch gleichzeitig, dass mein Lesespaß einfach nur riesig war. So gerne lese ich solche normalen Teenie-Romanzen nicht und erst recht nicht, wenn sie klischeehaft klingen. Doch das Buch macht seinem Ruf alle Ehre und konnte mich bei fast allen Punkten überzeuge und das Wichtigste: Es unterhielt mich perfekt. Ich konnte lachen, mitfiebern und war zutiefst berührt.



Fazit

„Du oder das ganze Leben“ wird zu Recht von vielen Bloggern geliebt, denn das Buch ist einfach grandios. So wirkt es anfangs ein wenig klischeehaft, das Gefühl verliert man aber augenblicklich, wofür der außerordentlich gute Schreibstil verantwortlich ist. Die Charakter überzeugen auf ganzer Länge, ihre Romanze ist purer Zucker und die Geschichte fesselt, auch wenn sie wenig spannend ist. Dafür ist sie aus der Realität gegriffen und kann den einen oder anderen vielleicht in einigen Punkten auch direkt ansprechen. Für mich eine leichte Lektüre, die trotz winziger Mängel mich richtig überzeugt hat. Gerne mehr hiervon!


Du oder das ganze Leben bekommt:

5/5 Herzen


Band 1: Du oder das ganze Leben
Band 2: Du oder der Rest der Welt
Band 3: Du oder die große Liebe

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