Dienstag, 27. August 2013

[Rezension] Töchter des Mondes 02. Sternenfluch von Jessica Spotswood

Dienstag, 27. August 2013



Autor: Jessica Spotswood
Titel: Sternenfluch
Originaltitel: Star Cursed
Reihe:
Töchter des Mondes #2
Verlag: Egmont INK
Umfang: 377 Seiten
Preis: 17,99 €uro
ISBN: 978-3-8639-6025-4
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten.



Klappentext

Als eine der letzten Hexen schwebt Cate in großer Gefahr: Ihresgleichen wird von der Gesellschaft gefürchtet und gejagt. Um ihre Schwestern Maura und Tess und ihren Verlobten Finn zu schützen, tritt Cate der Schwesternschaft bei – einem geheimen Bund von Hexen, der einen Aufstand plant. Und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. 
Als die Schwesternschaft Maura und Tess ebenfalls in ihre Obhut nimmt, spitzt sich die Lage zu: Denn Maura würde alles dafür tun, die Hexen an die Macht zu bringen. Selbst wenn das bedeutet, ihre Schwestern zu verraten... (Bild- & Textquelle: Egmont INK)



Meine Meinung

Der erste Band um die drei Hexenschwestern war im letzten Jahr mein absolutes Lieblingsbuch, nicht nur deswegen waren meine Erwartungen an dieses Buch richtig hoch. Ich war mehr als gespannt – denn diese Reihe kann einen verzaubern, so auch dieses Buch, nur auf eine andere Weise als das erste Werk.

Zu Beginn des Buches ist Cate mit zwei der Schwestern namens Alice und Mei auf Besuch bei ärmlichen Familien, um diesen Almosen zu spenden; so wie sich das für die Schwesternschaft gehört. Der Einstieg ist hier wirklich gut gewählt, man hat überhaupt keine Probleme, in die Geschichte zu finden, denn alles Wichtige wird kurz wiederholt. Neue baldige Wendungen und die härtere Hand der Bruderschaft unterdrückt die Frauen nur noch weiter, was für die Hexen der Schwesternschaft bedeutet, baldigst zu handeln. Doch Cate verfolgt andere Pläne als ihre Gegenspielerin.
Die Idee von Hexen und deren Unterdrückung beziehungsweise Ausbeutung gefiel mir schon im ersten Band mehr als gut. Cate scheint die Hexe aus der Prophezeiung zu sein, die die Hexen zur neuen Macht führen soll. Bei der Entfaltung ihrer Macht soll die Unterdrückung der Hexen enden – für mich klingt das Alles mehr als gut.
Die Umsetzung in diesem Buch ist etwas anders gewählt, als sie im ersten Band war. Einige wenige Sachen, die mehr als wichtig sind, werden in diesem Band aufgedeckt, und doch tritt die Handlung etwas auf der Stelle herum: hier wird mehr diskutiert, als das etwas passiert. Doch das war für mich nicht unbedingt schlecht verpackt, eher im Gegenteil.

Die Charaktere gefielen mir wieder mal mehr als gut, denn sie machen alle einige Entwicklungen durch. Man lernt sie und ihre Beziehungen zueinander besser kennen, bekommt insgesamt aber nur wenige wichtige Antworten, auf die man wartet.
Das Buch ist wieder aus Cates Sicht geschrieben, die man zuerst bei ihrem Leben bei der Schwesternschaft begleitet und miterlebt, wie sie sich, mehr oder weniger, einlebt. Sie wirkt auf einen wieder mehr als sympathisch und für ihr Alter ausgesprochen reif, was an der großen Verantwortung liegt, die sie trägt. Der Liebeskummer, der sie plagt, macht sie menschlich und für sie ist die Schwesternschaft auch nicht direkt ein zu Hause. Die Schwesternschaft selbst ist in zwei Lager gespalten, was sich später sehr herausstellt.
Tess und Maura wirken auf den ersten Blick auch beide, wie die Alten. Doch auch hier kann man ganz klar Entwicklungen verzeichnen. Tess wird wesentlich erwachsener und ernster, doch bleibt einem auf ihren kindliche Art erhalten und sympathisch. Hingegen ist Maura immer noch tief verletzt und mehr als neidisch auf ihre Schwester Cate, was sie prägt.
Finn tritt in nur wenigen Szenen auf, da er durch seinen Eintritt zur Bruderschaft eigentlich ein direkter Feind der Hexen geworden ist. Doch Cate weiß es besser und bei ihren Treffen um Mitternacht zeigt sich wieder die Liebe, die die beiden verbindet. Er ist ihr gegenüber absolut loyal und ehrlich und würde einfach alles für sie tun, solange sie in Sicherheit ist. Ihre Beziehung ist davon natürlich auch geprägt – es entwickelt sich zu einer verbotenen, süßen und gefährlichen Liebelei, die für mich purer Zucker war. Beide wollen auch das Richtige für ihre Mitmenschen, weswegen man sie gern begleitet.

Auch viele Emotionen kamen bei mir an, welche aber auch von Szene zu Szene einen anderen Eindruck vermittelten. Bei Cates heimlichen Treffen mit Finn schlug auch mein Herz höher, so entzückend wie die beiden miteinander umgehen. Während die Schwestern bei ihren Treffen, ob zu zweit oder zu dritt, eine komplette Palette hervorzauberten, die mich mehr als mitnehmen konnte. Da hier eh mehr Wert auf die Beziehungen der Figuren gelegt wird, stehen auch die Gefühle glasklar im Vordergrund. Einen riesigen Schock-Moment gab es bei mir auch, der mich absolut umhaute und mich sprachlos zurückließ.
Der Schreibstil von Spotswood ist flüssig, ansehnlich und weiß einen definitiv zu fesseln. Mit einigen Ausdrücken aus vergangenen Jahrhunderten, in denen auch die Geschichte spielt, kann sie definitiv punkten – diese wirken nicht aufgesetzt oder erzwungen.

Die Handlung und die Spannung gehen Hand in Hand, wobei man leider auch kaum bis zum Ende eine Steigerung der Spannung merkt. Dies traf mich jedoch nicht weiter schlimm, denn für mich war der Fortgang der Geschichte fesselnd genug. Schon der Start aufregend und es geht mehr als schrecklich-einschüchternd weiter. Man kann nur vermuten, dass die Bruderschaft weitere Mittel und Wege findet, die Frauen und somit auch die Hexen zu unterdrücken und ihre Schreckensherrschaft fortzusetzen.
Die Handlung nahm weiter Fahrt auf und spitzt sich langsam aber sicher immer mehr zu. Einige Geheimnisse kommen ans Licht, welche einen einfach an das Buch und an die Geschichte binden; man kommt kaum los! Allerdings wird doch eher unter den Hexen diskutiert, wie sie etwas ändern können, doch kaum gehandelt. Darauf wartet man schier vergebens. Die Spaltung der Schwesternschaft macht das natürlich nicht besser, alles scheint so langsam zu eskalieren.
Das Ende ist mehr als schockierend für mich gewesen; so eine Wendung hatte ich niemals vorhergesehen! Ich war mehr als sprachlos, sogar noch einige Zeit, nachdem das Buch beendet war. Absoluter Volltreffer!
Die Atmosphäre im Buch passt sich gut den restlichen Faktoren an: sie ist mehr gemächlich und ruhig, weiß aber einige Spitzen zu setzen, die auch gekonnt genutzt werden. Nicht nur deswegen war mein Lesespaß riesig – mich konnte die seichte Geschichte komplett von sich überzeugen! Auch wenn einige sich vermutlich gelangweilt haben, ich habe davon nichts gespürt! Klar, es wird weniger gehandelt als geredet, es wirkt wie ein Vorbereiten auf den finalen Band – und doch konnte das Buch mich gefangen nehmen – und darauf kommt es doch an, oder nicht?



Fazit

Der zweite Teil der „Töchter des Mondes“-Trilogie war wesentlich seichter als sein Vorgänger; hier wird mehr geredet als gehandelt. Jedoch weiß es definitiv wieder zu fesseln, was sowohl am Schreibstil, als auch an den zig neuen Entdeckungen, Wendungen und Überraschungen liegt. Die Charaktere entwickeln sich stetig weiter und vor allem Cate und Finn sind einem wieder mehr als sympathisch. Vor allem emotional kann das Buch bei mir punkten, was natürlich den Lesespaß enorm hebt und deswegen gibt es von mir keinerlei Abzüge – ich liebe dieses Buch; eindeutig kein Fluch!


Sternenfluch bekommt:

5/5 Herzen



Band 1: Cate
Band 2: Sternenfluch
Band 3: ???

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