Montag, 8. Juli 2013

[Rezension] Gefangener der Sinne von Nalini Singh

Montag, 8. Juli 2013


Autor: Nalini Singh
Titel: Gefangener der Sinne
Originaltitel: Hostage to Pleasure
Reihe:
Psy/Changeling #5
Verlag: Egmont LYX
Umfang: 430 Seiten
Preis: 9,95
ISBN: 978-3-8025-8272-1
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.



Klappentext

Dorian Christensen ist ein Wächter der DarkRiver-Leoparden und die gefährlichste Raubkatze im Rudel – obwohl er der Einzige ist, der sich nicht in einen Leoparden verwandeln kann. Dieser Makel begleitet ihn schon seit seiner Kindheit. Darum hat er sich selbst immer wieder angetrieben, der Härteste, Schnellste und Beste zu werden. Er ist der Katze so nah, wie ein Mensch nur sein kann, und der beste Scharfschütze des Rudels. Und doch ist er zerbrechlich, denn noch immer schwelt grenzenloser Hass gegen die Medialen in ihm. Santano Enrique, ein Kardinalmedialer, hat einst seine kleine Schwester entführt, gefoltert und brutal ermordet, und Dorian hat geschworen, an den kalten und gefühllosen Medialen Rache zu nehmen.
Doch dieser Entschluss gerät heftig ins Wanken, als er Ashaya Aleine begegnet. Ashaya scheint die perfekte Mediale zu sein: kühl, gelassen und emotionslos. Sie verkörpert alles, was Dorian hasst, und doch zieht sie ihn magisch an. Die hochbegabte M-Mediale hat vor einiger Zeit zwei Kindern die Flucht aus einem Hochsicherheitslabor ermöglicht und geriet dabei ins Visier des Scharfschützen. Seitdem verfolgen ihn die Bilder der hübschen Frau mit den auffallend silbrigblauen Augen. Fieberhaft sucht die Wissenschaftlerin nach einer Möglichkeit, selbst aus dem Labor zu entkommen. Als ihr endlich, die Flucht gelingt, läuft sie Dorian direkt in die Arme... (Bild- & Textquelle: Egmont LYX)



Meine Meinung

Für mich ist es immer wieder pure Freude, ein Singhbuch in den Händen zu halten und es zu lesen, egal wie oft. So greife ich auch zum zweiten Mal zu Dorians Buch, der eindeutig ein richtiges Happy-End verdient hat. Ich weiß, dass seine Geschichte absolut bezaubernd wird – doch, er und eine Mediale? Ich war gespannt und doch war ich mir sicher: er bekommt, was er verdient. Es kam sogar noch besser!

Der Prolog fasst noch mal schön die Entwicklung der Medialen durch Silentium zusammen und hilft einem nochmal auf die Sprünge, falls man diesbezüglich ein paar Lücken hatte.
Auch bei den Kapitel gibt es zu Beginn immer kleine Auszüge oder Zitate aus Schriften von Ashaya und manchmal auch von anderen Leuten. So lernt man sie immer ein stückweit kennen und kann in ihr Inneres sehen. Ich finde, es ist mal was anderes und schafft Abwechslung. 
Zu Beginn ist schon Action angesagt, denn Dorian und ein paar andere Wächter sind gerade dabei, Keenan, Ashayas Sohn, wie versprochen zu befreien. Durch einen mehr oder weniger unfreiwilligen Blutbund bindet sich Keenan beim Verlassen des Medialnets an Dorian – das verspricht noch interessant zu werden! Ashaya spürt zur gleichen Zeit seinen Verlust, was eigentlich gar nicht möglich sein kann, da sie keine Bindung aneinander haben. Außerdem plant sie ihre Flucht – es verspricht dramatisch zu werden.
Bald kommt auch der Moment, an dem die beiden aufeinandertreffen und durch einen riesigen Zufall rettet er sie auch noch – ja, manchmal gibt es echt viele Zufälle ;) 
Dorian ist natürlich alles andere als begeistert von einer Mediale, die so perfekt scheint und Ashaya spielt ihre Rolle sehr überzeugend, doch hat sie ein Geheimnis, dass nicht ans Licht kommen und weswegen sie ihre Maske nicht verlieren darf.

Auch der Rat schläft nicht und ist durchtrieben wie eh und je – Ming LeBon möchte seine Topwissenschaftlerin zurück, doch es gibt Verräter in den eigenen Reihen und jemand scheint gegen ihn und den Rat zu arbeiten. Man fragt sich nicht nur einmal, was eigentlich gespielt wird: Jeder gegen Jeden.
Man lernt Ashaya und Dorian besser kennen, während sie sich „beschnuppern“. Sie ist sehr intelligent, was ihn beeindruckt und steht nicht mal ein kleines bisschen unter Silentium – bei ihr existiert es einfach nicht. Dorians Kater merkt das natürlich auch, weswegen er seinen Charme spielen lässt.
Doch der „leise Krieg“ geht weiter voran – Ashaya gibt prägnante Informationen vom Rat an die Öffentlichkeit weiter und so wird sie zur gesuchten Zielscheibe der Medialen und auch der Menschen. Die Gefahren sind also für den Leser klar definiert, doch die Charaktere im Buch haben keine Ahnung. Der Angriff beginnt.
Außerdem gibt es da ja noch den Handlungsstrang, der sich um die Menschen dreht und die auch etwas ganz Großes planen – es läuft also alles auf einen riesigen Knall hinaus!
Eine weitere Gefahr tut sich mit Ashayas Zwillingsschwester Amara auf, die nur für die Wissenschaft lebt; ebenso brillant aber auch ebenso durchgeknallt. Sie scheint in ihrer Kindheit Ashaya riesiges Leid zugefügt zu haben, weswegen diese jetzt „defekt“ ist. Die letzte Gefahrenquelle, da sie Ashaya allein für sich haben will.

Die ganzen Handlungsstränge nehmen so ihren Lauf – Dorian blickt hinter Ashayas Fassade und irgendwie klappt es dann auch, dass sich die beiden annähern könne. Auch wenn er immer noch in einem Zwiespalt steckt. Seine Gefühle kommen gut rüber und man kann ihn verstehen, obwohl man ihn manchmal einfach nur gern die Augen öffnen würde. Die Beziehung der beiden wirkt nirgends übereilt und entwickelt sich langsam. Schön anzusehen!
Immer mehr bahnbrechende Geheimnisse kommen zum Vorschein und die Handlung spitzt sich plötzlich immer massiver zu. 
Und am Ende kommt der bereits vermutete riesige Schlag, denn jemand MUSS einfach sterben, diesmal gibt es keinen anderen Ausweg mehr. Das Geschehen ist einfach unglaublich gut – vor allem auch, da es mehr als nur eine Gefahr gibt. 
Das Ende dann noch – so herzzerreißend wie lange nichts! Die Emotionen kochen hier noch einmal richtig hoch, zu recht würde ich sagen. Nalini hat sich mal wieder selbst übertroffen!



Fazit

Für mich war Dorians und Ashayas Geschichte Spannung und Emotionen pur! Beides wechselt sich gut ab – denn die beiden müssen sich erst einmal langsam aneinander gewöhnen, da Dorian eigentlich einen riesigen Hass auf Mediale hegt, doch: Sie ist anders. Es gibt einige Handlungsstränge, die am Ende wieder zusammenfinden, nach bahnbrechenden Enthüllungen und mehr als nur ein Leben steht auf dem Spiel. Singh mal wieder in Höchstleistung – anders kann man es einfach nicht sagen! Super, super, super!


Gefangener der Sinne bekommt:

5/5 Herzen




Band 5: Gefangener der Sinne
Band 10: Lockruf des Verlangens
Band 11: Einsame Spur
Band 12: Geheimnisvolle Berührung

1 Kommentar[e]:

  1. Hey du,

    nur kurz ne Frage: Die anderen LYX Rezensionen dieses Monats hattest du mir ja nicht geschickt. Gehe ich dann richtig davon aus, dass du sie zwar diesen Monat erst rezensiert aber davor schon gelesen hast und sie somit nicht zählen? Wäre lieb, wenn du mir da mal kurz ne Rückmeldung gibst.

    LG
    Nazurka

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