Mittwoch, 17. Juli 2013

[Rezension] Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit von Veronica Roth

Mittwoch, 17. Juli 2013


Autor: Veronica Roth
Titel: Tödliche Wahrheit
Originaltitel:
Insurgent
Reihe: Divergent Trilogie #2
Verlag: Cbt
Umfang: 506 Seiten
Preis: 17,99 €uro
ISBN: 978-3-5701-6156-2
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten.



Klappentext

Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. 
Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden... (Bild- & Textquelle: Cbt Verlag)



Meine Meinung

Der erste Band hatte mich völlig begeistert – er war einfach atemberaubend und spannend wie es nur wenige Bücher schaffen. Es hat mich regelrecht von den Socken gehauen und ich war gespannt, ob das wohl dieses Mal wieder so sein wird.

„Tödliche Wahrheit“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger an und das ohne große Erklärungen oder Wiederholungen. Es wäre also gut, die Bücher entweder hintereinander weg zu lesen oder die Erinnerungen an den Vorgänger aufzufrischen. So beginnt die Handlung direkt damit, dass Tris, Tobias und einige wenige Andere auf dem weiten Weg zu den Amite sind. Sie sind auf der Flucht vor den Ken und ihren Ferox-Soldaten und haben ein richtiges Chaos ausgelöst.
Man bekommt mit, dass die Ereignisse und vor allem die Tode ihrer Eltern und von Will nicht spurlos an Tris vorbeigehen, was die ganze Situation sehr natürlich macht. Diese Tatsache verfolgt sie fast das ganze Buch über und nimmt einen bestimmten Grundton ein. Daneben ist natürlich der ausgebrochene Krieg zwischen den Fraktionen das größte Thema des Buches, bei dem es immer wieder neue Wendungen gibt. 
Eine davon wäre, dass Tris herausfindet, dass die Altruan, ihre alte Fraktion, wichtige Informationen besitzen, die bei den anderen Fraktionen sehr begehrt sind und es gibt nur sehr wenige, die diese Geheimnisse kennen – Tris möchte dazugehören und versucht, an diese zu kommen; ihre selbstauferlegte Aufgabe.
Schön zu sehen ist, dass Tris und Tobias zu Beginn weiterhin wie ein Team funktionieren und sich gegenseitig den Halt geben, den sie brauchen. Ihre Beziehung scheint gut zu funktionieren, auch wenn schon bald die ersten Konflikte auftreten – was schon bei der Informationsbeschaffung von den Alturan anfängt.

Die Geschichte bleibt weiterhin dynamisch und steht niemals still. So bleiben Tris, Tobias und ihre Begleiter gar nicht so lange bei den Amite sondern reisen weiter. Es wird nie langweilig – das Abenteuer geht weiter und die verschiedensten Gefahren sind weiterhin präsent. Denn die Ken, die größte Gefahr, sind ihnen fest auf den Fersen und eine Hetzjagd beginnt, die nie so wirklich abklingt.
Es folgen immer wieder Überraschungen und neue Wendungen, die alles durcheinander bringen und auch Tris und Tobias auf die Probe stellen. Die beiden vertrauen sich immer weniger, verschweigen sich wichtige Dinge und sind somit einfach nicht offen zueinander. Woher diese plötzliche Entfremdung kommt, kann ich gar nicht sagen – Fakt ist, dass sie gut nachvollziehbar ist, auch wenn sie teilweise etwas nervte. In einer Beziehung muss man Vertrauen und offen miteinander reden – viel mehr Personen sind doch auch nicht mehr da; es war klar, dass das bald zu großen Problemen führen wird. So handelt Tris mehr als unvernünftig, setzt ihr Leben aufs Spiel, obwohl sie anderes versprochen hat – das ist man gar nicht von ihr gewohnt! Dem stehe ich auch nicht sehr positiv entgegen...
Neben diesen Unstimmigkeiten geht die Rahmenhandlung flott voran. Minimale Verschnaufpausen reichen nicht aus, um die Lebendigkeit etwas zu mindern, man bekommt sofort wieder die pure Action geliefert. Das gefiel mir unglaublich gut, denn so wurde es nie langweilig und man blieb automatisch beim Lesen dran.

Mir stieß etwas auf den Magen, dass die Brutalität auch hier enorm zunehmen musste, so wie in allen gängigen Dystopien. Teilweise zog mich diese auch etwas runter und ließ einen düsteren Nachgeschmack zurück. Aber so ist das einfach bei dem Genre – ich sollte mich mal daran gewöhnen.
Außerdem gibt es plötzlich Überraschungen, die schocken und das komplette Weltbild verändern. Tris merkt, dass man niemanden mehr vertrauen kann, am besten wirklich nur sich selbst.
Auf den letzten 100 Seiten finden die finalen Schläge statt – auch hier wird schon wieder alles Bekannte über den Haufen geworfen, entzweit und Hoffnungslosigkeit bleibt zurück. Das anschließende Schlamassel zeigt sich sofort – die Informationen, um die es das ganze Buch über geht, werden endlich weitergegeben und dann endet das ganze Buch abrupt. Der Cliffhanger ist an dieser Stelle richtig bösartig platziert und ich begriff erst einmal gar nicht, was jetzt überhaupt los ist. Schade, dass man da nicht gleich wieder anknüpfen kann!


Fazit

Der zweite Teil von „Die Bestimmung“ schließt nahtlos an den Vorgänger an und kann auch mit diesem mithalten. Auch wenn Tris ab und an etwas abwegig, wenn nicht sogar dumm handelt, so kommt sie immer wieder auf den richtigen Pfad zurück. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, hatte Angst, etwas Wichtiges zu verpassen. Durch die lebendige Handlung mit nur winzigen Verschnaufpausen wurde es nie langweilig und die zunehmende Brutalität sowie einige Verluste ließen die verschiedensten Emotionen in mir hochkochen. Spannend war es natürlich bis zum Schluss, auch wenn der mehr als blöd platzierte Cliffhanger unnötig war. Wo ist also Band 3, wenn man ihn braucht?


Tödliche Wahrheit bekommt:

5/5 Herzen


Band 2: Tödliche Wahrheit
Band 3: Letzte Entscheidung (ab Frühjahr 2014 bei uns)

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