Donnerstag, 27. Juni 2013

[Rezension] Im Feuer der Nacht von Nalini Singh

Donnerstag, 27. Juni 2013


Autor: Nalini Singh
Titel: Im Feuer der Nacht
Originaltitel: Mine to Possess
Reihe:
Psy/Changeling #4
Verlag: Egmont LYX
Umfang: 432 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-8025-8226-4

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.



Klappentext

Der Halbleopard Clay Bennett ist unter Menschen aufgewachsen – eingesperrt in eine kleine Wohnung, zusammen mit einer Mutter, die den animalischen Teil seines Wesens stets verleugnet hat. Einzig seine Jugendliebe Talin McKade hat ihn so akzeptiert, wie er war, sie war sein Rudel, sein Ein und Alles. 
Als Clay eines Tages beobachtet, wie Talins Pflegevater sie misshandelt, lässt er dem Leoparden in sich freien Lauf und tötet den Mann. Um im Gefängnis zu überleben, lernt er, sein tierisches Wesen im Zaum zu halten. Als Clay endlich entlassen wird, erfährt er, dass Talin bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. 
Dieser Verlust lastet auch Jahre später noch auf dem Mann, zu dem er wurde: ein DarkRiver-Wächter – kraftvoll, gefährlich und von eisernern Selbstdisziplin beherrscht. Da taucht plötzlich die Frau wieder auf, die er seit Jahren für tot hielt. Clay ist zutiefst verstört, doch Talin bittet ihm um Hilfe, denn er ist der einzige Mann, den sie jemals vertraut hat. Sie sucht einen Jungen, der entführt wurde. Und auch Talin selbst schwebt in großer Gefahr. 
Clay riskiert alles, ums eine einstige Geliebte zu schützen. Die Liebe zwischen den beiden entflammt erneut. Doch Talin wird wieder von der Angst ergriffen, wegen der sie einst ihren eigenen Tod vortäuschte – die Angst vor dem Leoparden in Clay… (Bild- & Textquelle: Egmont LYX)



Meine Meinung

Im vierten Band geht es zurück zu den Leoparden und bis jetzt wusste man über Clay nicht allzu viel. Er war sehr still und ruhig und noch näher am Einzelgänger, als es bei Vaughn der Fall gewesen war. Ihn jetzt näher kennenzulernen, reizt mich und ich war sehr gespannt darauf!

Im Prolog geht es diesmal um die Vergessenen, Medialenmischlinge außerhalb des Medialnets und deren Geschichte. Es wird gesagt, dass es sie nicht mehr gibt, da der Rat sie ausgerottet hat – aber da bin ich mir nicht so sicher… abwarten!
Die Handlung beginnt dann sofort damit, dass Talin, auch genannt „Tally“, Clay aufgespürt hat und eigentlich mit ihm reden will, doch ihre Angst überwiegt. Er ermordete damals ihren Stiefvater und diese traumatischen Erlebnisse spuken ihr noch heute im Kopf herum.
Doch sie kommt nicht so einfach davon, denn Clay wittert sie und wenige Minuten später stehen sie sich auch noch gegenüber. Seit 20 Jahren haben sie sich nicht gesehen und dazu kommt noch, dass Clay sie tot geglaubt hatte. Schon hier merkt man, dass sie ihn zurückweist und dies zerreißt ihn fast und tut ihm unendlich weh – mehr, als ihr scheinbarer Tod. Man kann sagen, dass der Leser schon hier eindeutig mit den beiden leidet, und das war nur der Anfang.
Anschließend reißen sie sich doch zusammen und Talin bittet ihn um Hilfe. Sie sitzen dann zusammen und man erfährt insgesamt mehr über die beiden, über ihre Leben und ihre Probleme. Clay kann nicht tatenlos zusehen, wie Kinder entführt werden und so beschließt er seiner Jugendliebe zu helfen.
Bei den beiden herrscht meistens eine angespannte Stimmung, Wut und Misstrauen dominieren zwischen ihnen. Schon hier kann man eindeutig festlegen, dass dieses Buch das traurigste und emotionalste aus der Reihe sein wird.

Neben dieser Gefühlsachterbahn begleitet man Ashaya Aleine ein wenig, eine Medialenwissenschaftlerin. Diese wird vom Rat dazu gezwungen, Programm I zu entwickeln, welches ein kollektives Gehirn schaffen und alle Medialen gleich machen soll. Doch bemerkt man auch hier, dass Aleine ein Herz hat und wie sie wirklich zu dem Programm steht. Damit werden gleichzeitig Steine für den fünften Band gelegt. Außerdem sind bei Aleine im Labor die entführten Kinder, auch wenn sie nichts damit zu tun hat – doch das kann sie nicht ewig dulden. Ihre Forschungen werden dadurch gestört und sie erfasst Initiative. 
Es dauert nicht lange, da gerät auch Tally in das Kreuzfeuer der Entführer ihrer Kinder, die sie durch ihre Arbeitsstelle von der Straße geholt und betreut hat. Clay hilft auch ihr, wie könnte er auch nicht? Doch ein weiteres Problem tritt auf, denn Talin ist krank. Ihr Gehirn stirbt langsam ab und das sind keine rosigen Aussichten für die beiden. Wo ist also die Hoffnung auf Glück? Auch diese Tatsache unterstreicht den traurigen Grundton des Buches. Dieser wird vor allem durch Singhs gefühlvollen Schreibstil besonders unterstrichen - da können einem schon mal Tränen in den Augen stehen!
Auf das Leopardenrudel trifft man natürlich auch wieder und alle bisherigen Charaktere mischen wieder mit – wie schön! Hier steigt bei Tally das erste Mal so richtige Eifersucht auf – sie will doch diejenige sein, die Clay am nächsten ist. Faith nimmt ihre auch noch die letzte Hoffnung auf ein Happy-End. Auch wenn sie und Clay sich näher kommen, es scheint zum Scheitern verdammt.

Die zwischenmenschlichen Situationen wechseln sich sehr gut mit der Suche nach den Kindern ab, so dass es einem nie langweilig wird und keines der beiden großartig überwiegt. Somit fesselt die Handlung, so wie man es von der Reihe gewohnt ist.
Natürlich werden auch wieder Rückschlüsse zum Prolog gezogen und diese aufgegriffen. Hier lernt man auch Dev Santos kennen, der Chef der Firma Shine. Er bringt Licht ins Dunkle und es wird klar, dass die Vergessenen gar nicht so vergessen sind. Der Rat der Medialen hat so viele schmutzige Geheimnisse, die langsam aber sicher alle ans Licht kommen. An Dev sieht man außerdem wieder, wie vielschichtig, unterschiedlich und einzigartig die Charaktere sind. Mit ihm tritt eine völlig neue "Rasse" auf den Plan, die in den Folgebänden noch eine größere Rolle spielen werden.
Plötzlich ist das Ende da, schneller als gedacht und es gibt ungeahnte Helfer, mit denen keiner der Katzen jemals gerechnet hätte. Überraschungen treten ein und der Kinderschänder wird aufgedeckt sowie geschnappt. Die Spannung findet hier in der Haupthandlung ihren Höhepunkt, doch emotional ist noch nicht viel geklärt - denn noch sind Clay und Talin nicht glücklich vereint. Für beide Stränge ist es spannend, wenn man auch nicht allzu viel Action erwarten sollte.
Am Ende wird es sehr familiär aus Rudels Sicht und total gefühlvoll, sodass einem schon mal Tränen in den Augen stehen. Clay und Tally erhalten eine letzte Beweisprobe – doch, bestehen sie die?



Fazit

Das Buch schlägt einen deutlich emotionaleren und traurigeren Grundton an, als die Bände davor. Clay und Talin müssen erst gegenseitig wieder Vertrauen aufbauen und doch haben beide so viele Dämonen, dass es schnell mal ausartet – kein Vertrauen und Wut müssen erstmal beseitigt werden. Dazwischen begleitet man Ashaya Aleine bei ihren Experimenten und alle Steine werden für den nächsten Band gelegt. Man erfährt weitere Geheimnisse des Rates und so bleibt das Buch insgesamt interessant. Doch findet man nicht viel Action – die Emotionen werden groß geschrieben. Macht allerdings gar nichts! Das Buch ist trotzdem perfekt, so wie es ist.


Im Feuer der Nacht bekommt:

5/5 Herzen




Band 4: Im Feuer der Nacht
Band 10: Lockruf des Verlangens
Band 11: Einsame Spur
Band 12: Geheimnisvolle Berührung

0 Kommentar[e]:

Kommentar veröffentlichen

Über Kommentare und Meinungen von Euch freue ich mich jederzeit sehr.
Und ich werde auch direkt unter jedem Kommentar antworten, sollte es Fragen oder Ähnliches geben - also schaut dann einfach noch mal 3-4 Tage später vorbei ;)

Also los, traut euch - ich freue mich über jedes geschriebenes Wort! ;)

Liebe Grüße
Lisa

Copyright by Lisa Ullrich 2011-2017. Powered by Blogger.

© little bookland, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena