Montag, 24. Juni 2013

[Rezension] Guardian Angelinos 01. Die zweite Chance von Roxanne St. Claire

Montag, 24. Juni 2013


Titel: Die zweite Chance
Originaltitel: Edge of Sight
Reihe:
Guardian Angelinos #1
Verlag: Egmont LYX
Umfang: 397 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8668-2
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Prequels enthalten.



Klappentext

Samantha Fairchild beobachtet, wie im Weinkeller des Restaurants, in dem sie als Kellnerin arbeitet, ein stadtbekannter Journalist eiskalt ermordet wird. Sie weiß, dass der Killer sie gesehen hat und dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er auch hinter ihr her ist. 
Da sie der Polizei nicht vertraut, bittet Sam ihre langjährige Freundin, die Enthüllungsreporterin Vivi Angelino, um Hilfe. Für diese ist Sams Notlage der Anlass, einen seit Langem gehegten Plan in die Tat umzusetzen: die Gründung einer auf Personenschutz und Ermittlungen spezialisierten Sicherheitsfirma – den Guardian Angelinos. Hierzu holt Vivi auch ihren Zwillingsbruder Zach mit ins Boot, worüber Sam allerdings wenig begeistert ist: Sie hatte sich geschworen, keine Gedanken mehr an den geheimnisvollen Exsoldaten zu verschwenden, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte – und der ihr das Herz brach, als er von heute auf morgen einfach aus ihrem Leben verschwand. 
Auch Zach, bei dem ein Kriegseinsatz im Irak nicht nur äußere Narben hinterlassen hat, kann sich nur langsam mit seinem neuen Job anfreunden. Dennoch zögert er nicht, Sam zu beschützen, als sich das Netz des Killers immer enger um sie schnürt. Und dabei kommen die Guardian Angelinos einer Verschwörung auf die Spur, die weitere Kreise zieht, als sie je erwartet hätten… (Bild- & Textquelle: Egmont LYX)




Meine Meinung

Die Kurzgeschichte, die das Prequel der Trilogie darstellt, hat mich begeistert und ich freute mich nun nicht umsonst auf da Buch und war natürlich richtig gespannt, wie die beiden wieder zusammen finden – das wurde auch schön geschildert, mit einen wenig Action!

Seit der Kurzgeschichte ist ein wenig Zeit vergangen – Sam hat ihren alten Job aufgegeben und arbeitet momentan als Kellnerin, bevor ihr Jurastudium anfängt. In dem Restaurant, wo sie arbeitet, sind viele einflussreiche Gäste und als einer dieser besonderen Wein verlangt, holt sie diesen aus dem Weinkeller und wird Zeugin eines Mordes. Die dort angebrachte Kamera filmt sie und da der Mörder sie mitnimmt ist sie sicher, dass sie nun ebenfalls in Gefahr schwebt. Gleichzeitig überfällt sie ein Déjà-Vu vom Tod einer anderen Person, den sie miterlebt hat.
Sam ergreift sofort die Flucht, dabei ist sie sehr wachsam und dadurch kommt schon eine gewisse Spannung auf – man weiß nicht, ob der Mörder schon hinter ihr her ist oder ob es nur Hirngespinste sind.
Als sie zu ihrer alten Freundin Vivi will trifft sie nicht auf diese, sondern auf deren Zwillingsbruder Zach, mit dem sie damals eine heiße Affäre am Laufen hatte. Doch er hat ihr das Herz gebrochen, als er in den Krieg gezogen ist ohne ihr seine Gefühle zu offenbaren. Nun ist er zurück aus dem Krieg und hat viele Narben mitgebracht. Er ist ziemlich anders als in der Kurzgeschichte, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Er hat bei einer Explosion ein Auge verloren und nun, nach drei Jahren steht Samantha wieder vor ihm. Doch er zeigt ihr nur kalte Abweisung, sodass nicht nur Sam merkt, wie der Krieg den humorvollen Mann verändert hat. Er ist kalt und grüblerisch – das Gegenteil von der Kurzgeschichte.

Auch bekommt man einen Einblick in das Geschehen des Mörders, der erst die Kamera für ungefährlich hielt, sich dann aber doch das Band anschaut und Samantha bemerkt – nun ist es also raus und der Mörder beginnt, sie zu suchen und mehr über sie herauszufinden.
Die Gefahr ist sehr präsent und dadurch merkt man gar nichts mehr über die locker-leichte Stimmung aus dem Prequel. 
Durch diesen Fakt lernen sich Zach und Samantha allerdings besser kennen und rollen die vergangen Jahre und deren Geschehnisse auf. Sam kann irgendwann nicht mehr anders und vertraut sich Zach an – obwohl sie erst niemand weiteren mit in die Sache reinziehen wollte, doch sie kann irgendwann nicht mehr. Ein distanziertes Verhältnis bleibt es trotzdem.
Auch tritt Vivi bald auf den Plan, welche ziemlich außergewöhnlich und dem Leser auch leicht verrückt erscheint. Sie gründet dann voller Optimismus die „Guardian Angelinos“ um ihrer alten Freundin zu helfen. Ein wenig übereifrig meiner Meinung nach, aber es sollte so ein. Ich hatte mir das ein wenig anders vorgestellt… Jedenfalls wird Zach dann Samanthas Bodyguard, was die beiden nicht nur körperlich wieder zusammenführt.
Sam bleibt immer in seiner Nähe, auch als sie zu seiner Pflegefamilie fahren und sie alle kennenlernt. Bei den Rossis gibt es viele unterschiedliche Charaktere, die jedoch größtenteils ziemlich blass bleiben bis auf den geliebten Onkel Nino, den man schon im Prequel kennenlernen durfte. Teilweise werden sie auch in die Geschehnisse eingeweiht und kommen Samantha zur Hilfe. Für mich waren manche Dinge immer noch ziemlich unauthentisch – warum sich nicht einfach professionelle Hilfe suchen, anstatt alles auf eigene Faust zu machen? Das war eine der wenigen Sachen, die mich störten.

Samantha macht es Zach auch nicht allzu leicht, sie will endlich Erklärungen von ihm für damals, doch er möchte nur vergessen und so treten sie ein wenig auf der Stelle. Trotzdem ist die Anziehung stark und gegen die können sich die beiden nicht wehren – einige herzzerreißende Szenen folgen, die mich begeisterten.
Auch gibt es wenige Verwandte von Zach, die ich mag. Wie etwa seinen Cousin Gabe Rossi, der einfach nur zum Schreien komisch und eindeutig der genialste der ganzen Familie ist.
Gegen Ende wird das Buch immer spannender und gefährlicher. Es gibt viele Verstrickungen und alle scheinen plötzlich zu Sam und dem Mörder zu führen. Man ist total gespannt auf die Aufklärung aller Puzzleteile – und doch ist es nicht so spannend wie manch andere Bücher des Genres. Es ist gut und unterhaltsam, aber leider auch nicht überragend.
Im anschließenden Finale fügt sich alles und die „Guardian Angelinos“ werden nun richtig gegründet, was einen Grundstein für die weiteren Bände liefert. Sehr herzlich ist das Ende, auch wenn alles nur haarscharf gut wird.



Fazit

Für mich war das Buch von der Idee her außergewöhnlich. Man spürt am Anfang vor allem Samthans Angst und doch vertraut sie sich ihrem Ex-Geliebten an, der jedoch nicht mehr er selbst ist. Die Entwicklung der Beziehung von den beiden ist sehr schön anzusehen und authentisch. Dagegen wirkt die plötzliche Gründung der Sicherheitsfirma übertrieben, man hätte sich auch professionelle Hilfe von außerhalb holen können, anstatt alles selbst zu machen – aber das sollte nun mal so sein. Das Buch ist spannend, jedoch nicht überragend, sodass es für mich ein gutes Leseerlebnis bleibt, was ich empfehlen kann, mich aber nicht vom Hocker gehauen hat.


Die zweite Chance bekommt:

4/5 Herzen





Band 1: Die zweite Chance
Band 3: Sekunden der Angst

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