Samstag, 15. Juni 2013

[Rezension] Enders von Lissa Price

Samstag, 15. Juni 2013


Autor: Lissa Price
Titel: Enders
Reihe:
Starters #2
Verlag: Ivi
Umfang:
347 Seiten
Preis: 15,99 €uro
ISBN: 978-3-4927-0264-5
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten. 



Klappentext

Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. 
Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen… (Bild- & Textquelle: Ivi Verlag)



Meine Meinung

Den ersten Teil der Dilogie habe ich damals sofort gelesen und für richtig gut befunden. Nun habe ich, wie viele andere auch, ewig auf Enders gewartet, was mehrmals verschoben wurde und die Vorfreude nur steigerte. Ich war so ziemlich gespannt auf die Geschichte, auch wenn ich aus dem ersten Teil nicht mehr allzu viel wusste. Ich ließ es auf mich zu kommen – doch irgendwie hat diesmal etwas gefällt!

Das Schöne ist, dass man anfängt zu lesen und man merkt, dass auf den ersten Seiten alles Wichtige aus Band Eins noch einmal angeschnitten und wiederholt wird. Das hilft ungemein und ich hatte einige Aha-Momente, die mir das Weiterlesen erleichterten. Der Old Man ist weiterhin Callies Feind und macht ihr das Leben schwer und sie bekommt ihn dazu einfach nicht aus seinem Kopf; sie ist verwirrt ihren Gefühlen gegenüber. Sie selbst wohnt im Übrigen in Helenas Haus zusammen mit ihrem Bruder Tyler und ihrem Kumpel Michael. Doch dies soll nicht lang so bleiben.
Ich war gespannt, wie es nach dieser Mini-Einführung wohl weitergeht, einiges wird ja aufgerollt doch die Gefahr, die vom Old Man ausgeht ist weiterhin präsent.
Meine Erinnerungen kehrten immer mehr zurück und schließlich fielen mir auch die Sporenkriege wieder ein und die Situation in der geschaffenen Welt. Sofort war ich wieder an sie gefesselt.
Man fragt sich unweigerlich, welche Pläne der Old Man verfolgt – denn durch Tyranneien macht er die Sache mit Callie nicht besser und löst sie nicht. Doch fesseln tut die Handlung hier noch und auch genügend Spannung ist vorhanden, sodass man weiterlesen will.
Schon nach den ersten 50 Seiten gibt es die erste große Überraschung. Man lernt die interessante Person Hyden kennen und mit ihm scheint es sehr vielversprechend zu werden. Schon von Anfang an fragte ich mich, ob man ihm einfach so vertrauen kann – so kam mir sein plötzliches Auftauchen doch echt schwammig vor. Auch seine merkwürdigen Fähigkeiten brachten mich zum Nachdenken.

Die Handlung nimmt so ihren Lauf. Callie und Hyden bleiben zusammen und suchen andere Starters wie sie: Metallos, also diejenigen, die einen Chip im Gehirn haben. Denn diese werden vom Old Man gefangen und sollen an Terroristen verkauft werden. Die Spannung nahm drastisch ab, als der Old Man nicht mehr aktiv eingreifen konnte. Plötzlich war ich nicht mehr so gefesselt, interessant war es weiterhin, mehr aber nicht.
Manche Sachen, die erwähnt werden oder passieren, wirken plötzlich vollkommen belanglos und ich fragte mich nicht nur einmal, was das alles zu bedeuten hat. Anderes geht mir wiederum etwas zu schnell, sodass ich manchmal nur sehr schwer der Handlung folgen konnte. 
Andere Feinde, neben dem Old Man, tauchen auf und machen Callie und Co das Leben schwer. Alles wird absolut mysteriös gehalten und vor allem so anders als im ersten Band. Manchmal fragte ich mich, ob die beiden Bücher überhaupt zusammen gehören. Wo sind denn die Zusammenhänge? Nur sehr wenige waren hier sofort erkennbar. Vor allem Blakes Fehlen brachte mich ins Grübeln – hat er überhaupt eine wichtige Rolle im zweiten Teil? Was hatte er dann für eine Rolle im ersten Band? Fragen über Fragen und keine Antworten in Sicht.
Auch die Liebesgeschichte scheint hier – ganz anders als im ersten Band – nicht zu existieren, denn Blake ist nicht da und bei Hyden gibt es so einige Probleme, die das Ganze überhaupt nicht so wirken lassen. Es ist definitiv nichts Ernstes – auch das bringt einem zum Nachdenken.

Schließlich wurde das Finale eingeläutet und der Old Man und Callie stehen sich gegenüber. Hier gab es erstmal eine riesige Überraschung über die wahre Identität des Old Man, auf die ich niemals gekommen wäre. Wenn man aufmerksam liest, erkennt man Parallelen, auch (endlich!) zu Band Eins – doch kann man nur schwer dahinter steigen, wer er nun wirklich war und vor allem warum. 
Die gut durchdachten Zusammenhänge werden deutlich und können mich endlich mit weiteren Erklärungen etwas besänftigen. Doch dann gab es plötzlich ein schnelles und offenes Ende, meiner Meinung nach viel zu offen! Das Schöne dabei ist, dass Callie über sich hinaus wächst und Unmögliches wahr werden lässt. Doch man erfährt nicht, was die Zukunft birgt und auch nur indirekt, was aus allen Charakteren wird. Kaum etwas wurde direkt geklärt… das nahm mir dann wieder den Wind aus den Segeln.



Fazit

Alles in allem kann ich sagen, dass Lissa Price wieder außerordentlich gut durchdachte Ideen zu Tage förderte, die aber erst gegen Ende so wirklich klar werden. Bis dahin tappt man ständig im Dunkeln und findet überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Band Eins und Zwei, was ich schade finde und mich teilweise etwas störte. Auch das Ende war mir zu offen und kam zu schnell. So finde ich, dass Enders schwächer ist als sein Vorgänger und doch die Dilogie gut abschließen kann. Für Fans von Starters sicherlich ein Muss – denn die Identität des Old Man führt uns alle noch einmal an der Nase rum. Insgesamt ein gutes Werk und ein guter Abschluss der Geschichte rund um Starters und Enders mit kleinen Schwächen.


Enders bekommt:

3,5/5 Herzen



Starters & Enders

Band 2: Enders

1 Kommentar[e]:

  1. Nun, du weißt ja, ich bin von Lissa Price' Reihe kein Fan - und deine Rezension beruhigt mich insofern, dass ich weiß, dass ich nicht weiterlesen muss. Hast mir ja auch schon alles erzählt [bin immer noch verwirrt], von daher bin ich ganz gut im Bilde. Zugegebenermaßen kann die Frau wohl Überraschungen einbauen, das war's dann aber auch schon :D
    Schöne Rezension, aber für mich halt nix...

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