Freitag, 7. Juni 2013

[Rezension] Eisige Umarmung von Nalini Singh

Freitag, 7. Juni 2013



Autor: Nalini Singh
Titel: Eisige Umarmung
Originaltitel: Caressed by Ice
Reihe:
Psy/Changeling #3
Verlag: Egmont LYX
Umfang: 438 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-8025-8199-1
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.



Klappentext

Seitdem die Werwölfin Brenna von einem Medialen entführt und gefoltert wurde, leidet sie unter Träumen voller Blut und Gewalt. Sie fürchtet, selbst dem Bösen zu verfallen – und fühlt sich magisch zu Judd hingezogen, einem abtrünnigen Medialen, der bei den Wölfen lebt. Judd ist als eiskalter Auftragsmörder darauf konditioniert, keinerlei Gefühle zu zeigen. Er kennt die tiefsten Abgründe des Bösen. 
Brenna wendet sich Hilfe suchend an ihn, weil sie sich eine Befreiung von ihrem traumatischen Visionen erhofft. Tatsächlich scheint es der Wölfin zu gelingen, seine harte Schale zu durchdringen, als ein Mitglied des Rudels grausam ermordet wird. Ein Unbekannter eröffnet die Jagd auf Brenna und den Medialen. Judd hat einen furchtbaren Verdacht: Der Täter könnte aus den Reihen der Wölfe selbst kommen. Judd und Brenna müssen sich der tödlichen Gefahr stellen, ebenso wie ihrer aufkeimenden Leidenschaft, die sie zu verschlingen droht… (Bild- & Textquelle: Egmont LYX)



Meine Meinung

Im ersten Band lernt man Brenna kennen, denn da wurde sie vom Medialen Santano Enrique entführt, misshandelt und konnte noch gerade so gerettet werden. Seitdem war ich bitter gespannt, wie es Brenna ergeht und auch, wie es mit ihr weiter geht. Judd ist ebenfalls schon aus dem Vorgänger bekannt – die beiden versprechen ein recht interessantes Paar abzugeben. So etwas wie Vorfreude kommt da automatisch auf!

Im Prolog wird wieder etwas aus der Welt der Medialen vorgestellt, diesmal ist es die Sekte Mercury, welche schon in Band Zwei benannt wurde. Sie waren es, die Silentium erfanden und das Programm auf alle Medialen übertrugen – natürlich auch nur mit Vertuschung der dunklen Geheimnisse. Auch bekommt man die Pfeilgardisten kurz vorgestellt und vor allem ihre Aufgabe – sehr interessant, denn das wird wieder einen Teil der Geschichte ausmachen.
Dann beginnt die eigentliche Handlung und man lernt Brenna kennen. Sofort merkt man, wie sie sich durch den brutalen Vorfall verändert hat. Früher war sie immer fröhlich und nun lebt sie in ständiger Angst. Ihre Visionen, die sie fast schon zu einer Medialen machen, sind ihr selbst unheimlich und nicht nur deswegen wird sie von einigen aus dem Rudel gehänselt; das schlimmste sind ihre Augen, die bei den meisten Wölfen schlechte Erinnerungen wachrufen. Sie sind wie zerbrochene Spiegel – für Judd wunderschön, der überhaupt nicht verstehen kann, wie das Rudel plötzlich gegen jemanden aus den eigenen Reihen so bösartig sein kann.
Brenna wird von ihren beiden großen Brüdern Riley und Andrew bemuttert, die sich durch den Vorfall auch sehr verändert haben. Riley wird von Schuldgefühlen geplagt, da er sie nicht beschützen konnte und Andrew ist nicht mehr so ein Spaßmacher wie früher. Die ganzen Entwicklungen sind alle logisch nachvollziehbar und es wäre komisch, wenn es anders wäre. Hier also: Hut ab! Gut umgesetzt.

Brenna möchte nicht länger unter der Fuchtel ihrer Brüder stehen und so sucht sie bei Judd Hilfe. Der ist mehr als fasziniert von der starken Wölfin, die nicht an Enriques Qualen zerbrochen ist. Er versucht ihr zu helfen und sie zu beschützen und schon hier nimmt das Schicksal seinen Lauf, denn diese Entscheidung kann für Judd tödlich sein und doch ist sie nicht mehr abwendbar.
Denn Brennas Albträume von Blut und Tod werden plötzlich wahr: es gibt einen Mord bei den Wölfen und dieser Mord geschieht unter genau der Vorgehensweise wie Enriques Morde, was Brenna mehr als schwer trifft. Sie wirkt wieder absolut gebrochen, doch will sie sich vor den anderen keine Blöße geben, was wieder einmal ihre Stärke unterstreicht. Schon allein wegen diesem Aspekt kann man Brenna einfach nur lieben: sie will trotz allem nicht schwach erscheinen und kämpft sich immer wieder nach oben.
Judd hat den schlimmen Verdacht, dass das eigentliche Ziel des Mörders Brenna ist und versucht sie deswegen zu schützen. Doch nebenbei macht er noch ganz andere Sachen – er bekommt Aufträge von außerhalb und agiert als Auftragskiller. Er hat richtig dunkle Geheimnisse, die nicht einmal der Alphawolf Hawke weiß. Was spielt Judd für ein Spiel?
Neben diesen ganzen Handlungssträngen gibt es auch wieder Einblicke in das Wirken des Rates, der Brennas Entwicklung ausnutzen will und einem als Leser sofort ein schlechtes Gefühl gibt.

Schöne Aspekte des Buches ist zunächst, dass man das SnowDancer-Rudel endlich mal näher kennenlernt. Es funktioniert anders als das Rudel um Lucas, birgt aber mindestens genauso viele tolle Figuren, die ihre eigene Geschichte verdient haben. Auch bemerkt man dann wieder, wie unterschiedlich doch alle mit Brenna umgehen und teilweise auch, warum das so ist.
Ebenso schön ist Brennas Angriff auf Judd – das heißt, sie will ihn für sich gewinnen. Judd ist anfangs einfach nur ein Eisklotz, den sie versucht zu schmelzen. Sie weiß, dass er auch etwas für sie fühlt, es aber als Medialer niemals zugeben würde und so versucht sie zu handeln. Sie geht da ziemlich locker-heiß dran und bringt Judd mehr als einmal in Bedrängnis mit seinen Gefühlen. Denn ewig kann sich auch ein Medialer nicht beherrschen, irgendwann verliert selbst er die Kontrolle. Für sie ist er anders und doch verliert er nie seine Persönlichkeit als Medialer, nur sie kennt seine gefühlvolle Seite und durch ihn findet Brenna auch irgendwie vollkommen zurück zu sich selbst.
Im weiteren Verlauf der Handlung wird die Bedrohung durch die Medialen riesig. Sie versuchen die für sie „dummen Tiere“ gegeneinander auszuspielen, worauf die Wandler jedoch nicht so einfach darauf reinfallen. Diese schlagen auch noch zurück, wodurch sich die Lage immer mehr zuspitzt.
Ungeahnte und schockierende Wahrheiten kommen ans Licht und auch Brennas Zielscheibe wird immer größer – jemand muss sterben. Nach einem großen Knall und einer gerade noch so abwendbaren Gefahr kehrt erstmal wieder Ruhe ein in der Höhle der Werwölfe. Doch jetzt schon wird viel offen gelassen für die folgenden Bände.



Fazit

Das Buch war wieder atemberaubend gut! Diesmal eine Gefahr aus den eigenen Reihen zu nehmen ist gut überlegt und die Geschichte ist sehr vielseitig. Neben der Gefahr der Medialen, die gegen die „dummen Tiere“ vorgehen, schwebt Brenna immer in Lebensgefahr und Judd muss alles daran setzen sie zu beschützen. Die Liebesgeschichte der beiden ist anders als alle anderen, doch genauso explosiv und sehr emotional. Brenna kann zu sich zurückfinden und das ist wohl das Wichtigste nach all den schlimmen Sachen, die sie durch die Medialen erlebt hat. Einblicke in das Rudelleben und die leicht action-angehauchte Handlung machen das Buch wieder rundum perfekt!


Eisige Umarmung bekommt:

5/5 Herzen



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