Donnerstag, 30. Mai 2013

[Rezension] Jäger der Nacht von Nalini Singh

Donnerstag, 30. Mai 2013


Autor: Nalini Singh
Titel: Jäger der Nacht
Originaltitel: Visions of Heat
Reihe:
Psy/Changeling #2
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 372 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-8025-8162-5
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten.



Klappentext

Die junge Faith NightStar gilt als die mächtigste V-Mediale ihrer Generation, denn bislang sind alle Vorhersagen der perfekt funktionierenden Geschäftsfrau eingetroffen und haben ihrem Clan ein Milliardenvermögen beschert. Doch dann wird die kühle Faith von Träumen heimgesucht, die sie in Angst und Schrecken versetzen – Gefühle, die sie als Mediale nicht haben darf. 
Als kurz darauf ihre Schwester ermordet wird, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Sie weiß, dass sie diesen Mord vorhergesehen hat. Von weiteren finsteren Vorahnungen gequält, begibt sich Faith, die bislang fast völlig isoliert gelebt hat, zum ersten Mal allein hinaus in die unbekannte Welt. Wenn ihr jemand helfen kann, dann Sascha Duncan, eine abtrünnige Ex-Mediale , die nun bei den DarkRiver-Leoparden lebt. 
Zum Rudel gehört auch der Gestaltwandler Vaughn D'Angelo, der sich in einen Jaguar verwandeln kann und dessen animalische Seele sich unwiderstehlich zu Faith hingezogen fühlt. Gegen ihren Willen erwacht auch in Faith das Begehren. Doch wie kann es zu einer Annäherung zwischen Vaughn und ihr kommen, wenn sie schon bei dem Gedanken an die Leidenschaft, die er in ihr entfesselt, an den Rand des Wahnsinns gerät? (Bild- & Textquelle: Egmont LYX)



Meine Meinung

Vaughn war für mich schon im ersten Band ein sehr interessanter Kerl – so geheimnisvoll und man erfährt nur bruchstückhaft etwas über ihn. Es war Zeit, mehr über ihn zu erfahren. Gespannt war ich auch auf die neue Mediale Faith – ob die Geschichte der beiden anders wird als die von Lucas und Sascha?

Schon im Prolog wird man wieder mit einem Problem konfrontiert, was im Buch eine entscheidende Rolle spielen wird. Diesmal gebt es um das Problem der V-Medialen, die irgendwann alle dem Wahnsinn verfallen durch ihre Visionen, die sie nicht steuern können. Ich finde, der Einstieg ist gut gewählt und zeigt gleichzeitig gegen Ende noch auf Faith, die man auch anschließend kennenlernen darf.
Faith ist die mächtigste V-Mediale ihrer Generation – doch das hat ihren Preis. Sie wirkt vergesslich, wird ständig überwacht und versorgt. Sie darf sich keinen Fehltritt leisten und doch hat sie schrecklichen Visionen voller Gewalt und Tod, die sie nicht haben dürfte. Sie denkt, sie wird verrückt. Deswegen beschließt sie, sich Hilfe zu holen.
Vaughn ist auf einem Streifzug durch die Nacht, als er dieses seltsame Gebäude an der Grenze entdeckt, aus welchem Gerade eine rothaarige Mediale ausbricht. Er ist neugierig und beobachtet sie dabei – und so läuft das erste Zusammentreffen der beiden ab.
Faith ist auf der Suche nach Sascha, sie braucht ihre Hilfe – sie ist die einzige, die sie nicht verraten wird. Man spürt wieder diese Liebe im Rudel, die sie alle verbindet. Und bei Sascha merkt man, wie verändert sie doch seit dem ersten Band ist. Es ist schön, sie so lebendig zu sehen. Insgesamt gefällt mir die Geschichte bis hierhin schon richtig gut und das positivste daran ist einfach, dass die beiden Medialen, Sascha und Faith, so unterschiedlich wie Tag und Nacht sind. Die einzige Gemeinsamkeit ist eigentlich, dass beide Silentium besaßen.

Neben der Handlung beim Rudel bekommt man auch wieder Einblicke in die Ratssitzungen der Medialen. Dabei merkt man wieder, wie kalt und neutral die Medialen miteinander umgehen. Jeder dort denkt nur an sich, jeder will am meisten Macht. Neue Pläne werden ebenfalls geschmiedet – denn sie brauchen ein neues Ratsmitglied und das werden sie sich holen.
Vaughn ist indes immer faszinierter von der eiskalten Medialen, die er liebevoll Rotfuchs nennt. Seine Katze spielt mit ihr und im Laufe der Handlung kriegt er es auch hin, dass sie mit ihm spielt. Vaughn fordert sie schon zu Beginn mehrmals dazu heraus und bringt sie an ihre Grenzen, in dem er sie berührt. Denn Faith wurde in ihrem Leben nur von Ärzten angefasst und selbst da hielt es sich in Grenzen. Es ist ein gefährliches Spiel, was die beiden miteinander treiben und es ungewiss, ob es für beide gut ausgehen kann.
Außerdem gibt es da noch eine dunkle Bedrohung, die in Faiths Kopf eindringt und ihr Nachts die schrecklichsten Bilder in den Kopf setzt. Keiner kann sie davor bewahren und das macht Vaughn fast irre – durch seine Vergangenheit ist es einfach seine Pflicht, sie zu beschützen.

Das bringt ihn jedoch nicht dazu, das sichtliche Katz-und-Maus-Spiel mit Faith abzubrechen, nein sein Beschützerinstinkt nimmt ihr gegenüber eher noch zu und man merkt, wie ehrenhaft und liebevoll der geheimnisvolle Jaguar doch sein kann.
Ihm war schon sehr früh klar, dass sie seine Gefährtin ist. Alles hängt also von Faith ab, die sein Leben in ihrer Hand hat und es jetzt nur noch von ihrer Entscheidung abhängt. Dramatisch!
Mich ließ die Geschichte dann kaum noch los, als die ganzen Gefahren und Probleme zusammen kamen und die Entwicklungen immer schneller von statten gingen. Schier atemlos konnte man das Buch einfach nicht weglegen!
Als die anderen Mediale versuchen, die Leoparden direkt anzugreifen ist das Finale eingeläutet - nun wird sich wieder einmal zeigen, wer die Nase in dem gefährlichen Spiel vorn hat. Doch dieses Finale und alle Handlungsstränge die zusammen laufen ist eher seicht und nicht zu aufregend. Hätte man mehr daraus machen können, aber das tut nun für mich auch nicht mehr groß etwas zur Sache.
Vaughn und Faith finden jedoch Wege und Mittel, um zusammen sein zu können und das Ende ist wieder einmal das Schönste am ganzen Buch!



Fazit

Für mich ist das Buch genauso schön und atemberaubend gewesen wie der Vorgänger und doch irgendwie ganz anders. Die beiden Medialenfrauen könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch haben sie etwas Entscheidendes gemeinsam: beide lieben eine Raubkatze. Die Geschichte von Vaughn und Faith ist bestückt von tödlichen Problemen und doch schaffen sie es, zueinander zu finden. Die Handlung ist wesentlich sanfter und weniger actionreich als der erste Band, doch damit kann man Leben. Die Emotionen kochen hoch!


Jäger der Nacht bekommt:

5/5 Herzen




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