Donnerstag, 11. April 2013

[Rezension] Watersong 01. Sternenlied von Amanda Hocking

Donnerstag, 11. April 2013


Autor: Amanda Hocking
Titel: Sternenlied
Originaltitel: Wake
Reihe: Watersong #1
Verlag: Cbt Verlag
Umfang: 317 Seiten
Preis: 16,99 €uro
ISBN: 978-3-5701-6159-3
Leseprobe



Klappentext

Die 16-jährige Gemma Fisher und ihre 18-jährige Schwester Harper führen ein friedliches Leben in dem Küstenörtchen Capri. Gemma ist eine ehrgeizige Schwimmerin und trainiert jede freie Minute, um irgendwann einmal bei den olympischen Spielen teilnehmen zu können. Der Sommer wird noch verheißungsvoller, als Gemma merkt, wie sie für Alex, den Jungen von nebenan, Gefühle entwickelt. 
Da treffen drei Fremde in Capri ein: Lexi, Thea und Penn. Die überirdisch schönen Mädchen ziehen alle Blicke auf sich und Gemma ist vom ersten Moment an fasziniert. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollem Fremden Gemma in ihren Bann, was Harper wenig begeistert. Denn sie misstraut den Mädchen und verbietet Gemma den Umgang mit ihnen. Gemma aber trifft sich heimlich mit ihren neuen Freundinnen. 
Nach einer gemeinsamen Party ist plötzlich nichts mehr wie es war – und das wilde dunkle Meer ruft unaufhaltsam nach Gemma… (Bild- & Textquelle: Cbt Verlag)




Meine Meinung

Bis jetzt habe ich wenige Bücher über Sirenen gelesen, und die haben mich auch nie so richtig umhauen können. Doch vielleicht tut das ja dieses Buch hier? Außerdem war es mein erstes Buch von Hocking, ich war gespannt, ob es mir gefällt. Komplett umgehauen hat es mich nicht, aber gut war es schon!

Der Einstieg in die Geschichte bildet ein recht mysteriöser Prolog, in welchem sich zwei Mädchen unterhalten, die wohl gerade einen Mord begangen haben – alles deutet jedenfalls darauf hin. Doch, wieso haben sie jemanden umgebracht? Und ihre Verbindung zum Meer, die hier schon deutlich wird, macht die Situation nur unheimlicher, aber auch magisch.
Als man schließlich Gemma begleitet und die Geschichte so richtig los geht merkt man, dass das Meer das Hauptsymbol der Geschichte darstellt. Sie schleicht sich nachts aus dem Haus, um im Meer, an einem etwas abgelegenen Strandabschnitt, schwimmen zu gehen. Für sie ist das Ganze sehr magisch, trotz dessen gefährlich, da momentan schon einige Jugendliche des Nachts in Küstennähe verschwunden sind.
Gemma ist jedoch ein ganz normales jugendliches Mädchen, die auch ihre Gefühle für den Nachbarsjungen Alex entwickelt hat. Dieser ist sehr tollpatschig, aber irgendwie niedlich – und total normal. Nichts deutet auf irgendetwas Paranormales hin, sondern es wirkt wie auf aus dem Leben gegriffen.
In dem Ort Capri sind drei fremde Mädchen aufgetaucht, die einiges ordentlich durcheinander wirbeln. Aus irgendeinem Grund den nur sie wissen haben sie es auf Gemma abgesehen, welche das mehr als gruselig findet. Anders als in der Inhaltsangabe lehnt Gemma diese zunächst vollkommen ab. Man selbst als Leser fragt sich: was wollen diese Mädchen?

Auch ihrer Schwester Harper ist diese Tatsache sehr unheimlich und verbietet Gemma unter anderem das Schwimmen nachts im Meer. Seit dem Unfall ihrer Mutter fühlt sich Harper verantwortlich für ihre Schwester und führt sich fast selbst auf wie eine Mutter. Sie wirkt definitiv älter als Achtzehn und sie sorgt sich, zu Recht, denn Penn, die immerzu auf Gemma zugeht, ist die Gruseligste von den drei Mädchen. Als Gemma von ihnen auch noch verfolgt und bespitzelt wird, spitzt sich die Situation automatisch zu und das Mysterium wird immer größer.
Manche Sachen fand ich ja ganz schön überzogen. Ich nahm zunächst ja an, die Mutter sei tot, aber was dann herauskam, fand ich einfach zu übertrieben. Mal davon abgesehen, dass Harper und ihr Vater Gemma verbieten, mit einem zwei Jahre älterem Jungen auszugehen, da er zu alt(!) für sie sei. Ähm, ja… da haben mir echt die Worte gefehlt. Generell fand ich die Charaktere an vielen Stellen irgendwie flach. Man lernt meist nur eine Seite von ihnen kennen und genauso werden sie das ganze Buch über dargestellt. Langweilig und unrealistisch.
An dieser Stelle und Penns anschließender Drohung an Gemma war ich sehr unschlüssig, wie ich dieses Buch finden soll. Außerdem gab es immer das gleiche Schema: der normale Alltag, dann machen die drei Mädchen wieder irgendwas gegen Gemma, dann wieder der Alltag… und immer so weiter. Wann passiert endlich mal mehr und wann wird es interessant?

Als wäre meine Bitte erhört wurden, passiert dann endlich mal mehr als dieser Trott. Man könnte sagen, die Falle schnappt zu, denn Penn, Thea und Lexi haben irgendwas getan, wodurch sich Gemma verändert. Dabei war es unheimlich, wie sie sie zu Dingen zwingen können, die sie eigentlich gar nicht will. Die Mädchen haben irgendetwas in Gemma geweckt, was ihr Angst bereitet, sie aber gleichzeitig auch neugierig macht, und der Leser begleitet sie dabei. Die Verwandlung wird gut dargestellt und man kann dadurch auch endlich mehr erahnen vom eigentlichen Hintergrund – auch, da immer mehr Jugendliche verschwinden. Es wird klar: Gemma ist nun eine von ihnen.
Neben Gemmas Änderungen begleitet man auch Harper, die sich immer mehr Sorgen um ihre Schwester macht und des Öfteren auch auf Daniel trifft, zu dem sie eine gewisse Anziehung hat, sich aber weigert, diese zuzulassen. Beide Schwestern sind zu gleichem Teil in der Geschichte verankert, was ich gut fand. So sieht man beide Seiten und es werden irgendwie auch zwei Geschichten in einer erzählt, die beide nicht abgeschlossen sind.
Anschließend wird Gemma über die Sirenen aufgeklärt, und diese werden mit einer Geschichte aus der griechischen Mythologie begründet. Jedoch erzählen sie nicht sofort jedes Geheimnis und stellen Gemma vor die Wahl: sie muss sich entscheiden – und zwar für das Beste für alle beteiligten.



Fazit

Insgesamt fand ich Watersong ganz gut – auch wenn es meiner Meinung nach einen etwas holprigen Anfang hat, wo doch nur die gleiche Eintönigkeit dargestellt wird von Alltag und eine Situation rund um die mysteriösen Mädchen. Auch die Charaktere wurden meist nur einseitig dargestellt, jedoch konnten auch sie sich etwas entwickeln und über sich hinauswachsen. Die Herkunft der Sirenen und ihr Tun wird logisch erklärt und die darein fließende griechische Mythologie begeistert mich. Ebenso ist es schön, dass beide Schwestern im Vordergrund stehen und durch ein recht offenes Ende, aber ohne miesen Cliffhanger, kann man beruhigt auf den nächsten Band warten, den ich mir sicherlich zu Gemüte führen werden, da mich viele Aspekte und Entwicklungen interessieren. Magisch, mystisch und doch war ich irgendwie im Bann des Buches – oder der Sirenen?


Sternenlied bekommt:

4/5 Herzen



Watersong-Serie

Band 1: Sternenlied
Band 4: ???

4 Kommentar[e]:

  1. Das Buch ist schon eteas länger auf meiner WL und das Cover ist wunderschön und da deine Rezensionen auch nicht gerade schlecht ist, rutscht das Buch etwas höher ^^

    LG May

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  2. Bücher über Sirenen sind eher selten [ich glaube ich habe in meinem Leben genau eines gelesen...und da war die Sirene nur Nebencharakter], daher klingt das Buch ja irgendwie ganz interessant und auch deine Rezension macht Lust. Aber dennoch...Amanda Hocking *grusel* Bin mir da ja noch nicht so sicher...

    Übrigens, du liest ja grade "Gebannt" - wie findest du's? ;)

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  3. Huhu ,
    Eine schöne Rezension , ich bin gleich 2 mal deine Leserin geworden und werde öfter mal vorbei schauen . Würde mich freuen wenn du mal bei mir vorbei schauen würdest... dort läuft auch grade ein Gewinnspiel !

    LG Jenny

    http://jemasija8.blogspot.de/

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  4. Mir hat das Buch super gefallen! Ich hatte aber auch schon immer eine Schwäche für Sirenen und Meerjungfrauen ;)

    lG, Svenja

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