Montag, 22. April 2013

[Rezension] Grischa 01. Goldene Flammen von Leigh Bardugo

Montag, 22. April 2013


Autor: Leigh Bardugo
Titel: Goldene Flammen
Originaltitel: Shadow and Bone
Reihe:
Grischa #1
Verlag: Carlsen
Umfang: 348 Seiten
Preis: 17,90 €uro
ISBN: 978-3-5515-8285-0
Leseprobe



Klappentext

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. 
Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen? (Bild- & Textquelle: Carlsen Verlag)



Meine Meinung

Die Leseprobe zu diesem Buch habe ich damals komplett verschlungen und anschließend musste ich mir das Buch unbedingt kaufen. Seit August 2012 hat es dann im Regal gestanden – doch damit sollte endlich Schluss sein! Ich wollte mich auf die Geschichte einlassen und hatte richtig Lust auf eine fantastische Welt – und die bekam ich, und noch viel mehr!

Schon im Prolog lernt man die beiden Hauptfiguren Alina und Maljen kennen, jedoch als Kinder. Schon während dieser Einführung, die zu einem früheren Zeitpunkt spielt, merkt man, dass die Geschichte russisch angehaucht ist. Das fand ich ziemlich cool – so etwas hatte ich bisher noch nicht gelesen. Der kurze Abschnitt dient dazu, die damaligen Verhältnisse von Alina und Maljen darzustellen und man lernt auch zum ersten Mal ein paar Grischa kennen. Was diese Vorkommnisse jedoch bedeuten, ist noch nicht so wirklich klar.
Anschließend befindet man sich im Hier und Jetzt der Geschichte. Alina ist mit anderen Soldaten der Ersten Armee auf dem Weg zur Schattenflur – ein Abschnitt vollkommener Dunkelheit und gefährlichen Kreaturen, die das Land Rawka in zwei Hälften teilt und welche man durchqueren muss, um zum Meer zu gelangen. Diese ganze Tatsache ist verdammt interessant und wirkt vielversprechend zu werden. 
Auch Maljen ist in der Ersten Armee – er und Alina verstehen sich immer noch gut, auch wenn sie mehr von ihm will als Freundschaft. Maljen ist auch sehr herzlich zu ihr, aber er sieht sie wohl eher als Schwester, so denkt Alina und da er ein echter Mädchenschwarm ist kann er einfach Jede haben, was ihr ziemlich weh tut, doch sie schweigt.

Alina ist Kartografin und zeichnet so den lieben langen Tag Bilder und Karten. Doch über diese Arbeit erfährt man nur ganz zu Beginn etwas. Viel interessanter sind ja auch die ganzen Geheimnisse, die Rawka zu bieten hat – angefangen mit den magischen Grischa, welche Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten darstellen, die aber auch noch mal in verschiedene Orden geteilt werden. Nicht zu vergessen auch deren Oberhaupt: der Dunkle – der mächtigste Grischa von allen. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen, was das wohl alles werden wird.
Die Welt mit Rawka und den umliegenden Ländern ist einfach unglaublich, genauso wie ihre Bewohner. Egal ob Freund oder Feind: hier scheint es tausend Möglichkeiten für Geschichten und Abenteuer zu geben und das gibt diesem Buch so viel Potenzial. Ich war absolut fasziniert!
In der Schattenflur angekommen werden sie natürlich angegriffen – doch irgendetwas Seltsames passiert mit Alina, weswegen fast alle unbeschadet wieder davonkommen. Dennoch wird sie wie ein Monster behandelt, doch keiner will ihr sagen, warum und sie selbst findet einfach keine Lösung dafür.

Es wird schließlich entschieden, dass sie dem Dunklen vorgeführt werden soll – dieser soll entscheiden, was mit ihr passieren wird. Alina ist damit jedoch alles andere als einverstanden, sie bleibt stur und trotzig, aber nicht kindisch. Eher wie eine starke junge Frau, die weiß, dass man plant, ihr Unrecht zu tun. Der Dunkle tritt ihr dann auch sehr mysteriös und undurchschaubar entgegen – seine wahren Absichten bleiben jedoch noch verdeckt.
Schließlich kommt heraus, dass Alina etwas ganz anderes ist, als sie bisher dachte und es ändert einfach alles. Sofort wird ihr komplettes Leben auf den Kopf gestellt und sie bleibt in der Obhut des Dunklen.
Man lernt auf Alinas Reise viele andere interessante Persönlichkeiten kennen, die alle eigenständig und sinnvoll handeln und ihre Funktion haben. Jeder einzelne ist gut durchdacht – super, richtig klasse! Charaktere, die ohne Sinn existieren, kann ich auf den Tod nicht ausstehen. Umso mehr freut mich hier so eine winzige Kleinigkeit.
Man begleitet Alina ihren ganzen langen Weg in ihr neues Leben, in ihrem neuen Zuhause und bei ihrer Ausbildung. Für mich blieb es die ganze Zeit über interessant, auch wenn die Spannung ab und an nachließ – fand ich jedoch nicht weiter tragisch, da Langeweile einfach nicht aufkommt. Einige Personen sind unheimlich und Alina vermutlich böse gesinnt, andere scheinen netter zu sein, als gedacht, auch wenn man bis zu einem bestimmten Punkt im Dunkel zu tappen scheint.

In der Zeit verlieren Alina und Maljen sich auch aus den Augen – anders als im Klappentext beschrieben. Sie haben keinen Kontakt mehr zueinander, was beidseitig auf Missverständnisse stößt. Beide verändern sich in der Zeit und stoßen auch wieder aufeinander – mit welchen Folgen möchte ich hier mal nicht verraten.
Irgendwann wird die scheinbare Idylle zerstört. Erschreckende Geheimnisse kommen ans Licht und Vertrauen wird missbraucht. Alles ändert sich und Alina muss fliehen. Man kann kaum auseinanderhalten, was nun Wahr ist und was Falsch. Genauso geht es auch Alina, obwohl bei ihr noch die Frage dazukommt, für wen ihr Herz schlägt.
Gegen Ende geht alles ganz schnell, dennoch nicht zu überhastig. Man merkt, dass nun wieder viel Bewegung und Dynamik in der Geschichte ist und man absolut auf Trab gehalten wird – Spannung pur!
Mir raubte das Finale dann regelrecht den Atem, genauso wie das Ende. Die Gefahr für Alina und ganz Rawka ist nicht vorbei und durch ein recht offenes Ende sitzt man wie auf heißen Kohlen bis zum nächsten Band!



Fazit

Der erste Band der Grischa-Trilogie war für mich ein absolutes Lesehighlight! Man wird in eine russisch angehauchte, fantastische Welt entführt, die alle Möglichkeiten offen lässt. Wird mit Wesen und Charakteren konfrontiert, die unterschiedlicher nicht sein können und wo jeder Einzelne seine Funktion erfüllt. Es macht Spaß, Alina auf ihrer Suche nach sich selbst zu begleiten und dabei auch die Gefahr zu bannen, die Rawka heimsucht. Für mich ein absolut magisches Abenteuer, wie ich es in der Art noch nicht erlebt habe – ich freue mich riesig auf Band 2!


Goldene Flammen bekommt:
5/5 Herzen

Grischa Trilogie

Band 1: Goldene Flammen
Band 2: Eisige Wellen (ab Juli 2013)
Band 3: ???

1 Kommentar[e]:

  1. Hallo Lisa!
    Hast du schon vom Bloggernetzwerk gehört? Wenn nicht, dann lass ich dir mal kurz den Link zum Hintergrund des Blogs da:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/an-blogger/
    Ich bin dort jedenfalls seit kurzem Mitglied und würde mich sehr freuen, wenn ich deine Rezension hier zu "Grischa" verlinken dürfte. (Und mit deiner bzw. eurer Erlaubnis auch in Zukunft ein paar eurer Rezensionen?)
    Und hier sende ich dir auch einen Beispiellink, wie es das Ganze im Endeffekt aussehen kann:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/2015/03/27/die-sieben-schwestern-01-von-lucinda-riley/#more-1436

    Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Ganz lieben Gruß ♥,
    Janine

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