Sonntag, 6. Januar 2013

[Rezension] Wolfsfieber von Lori Handeland

Sonntag, 6. Januar 2013


Autor: Lori Handeland
Titel: Wolfsfieber
Originaltitel: Crescent Moon
Reihe:
Geschöpfe der Nacht #4
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 383 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-8025-8228-8
Leseprobe


Klappentext

Als Kryptozoologin versucht Diana Malone Tiere aufzuspüren, die eigentlich dem Reich der Mythen und Legenden angehören. Ein reicher Geschäftsmann engagiert die Wissenschaftlerin, da in der Umgebung von New Orleans Werwölfe gesichtet worden sein sollen. 
Diana nimmt den Auftrag an und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Sollte es ihr gelingen, eines der mysteriösen Geschöpfe zu finden, könnte sie damit Karriere machen und den Ruf ihres verstorbenen Mannes wiederherstellen, der sein Leben der Suche nach Werwölfen gewidmet hatte. 
Sie engagiert den Ex-Agenten Adam Ruelle, damit dieser sie durch die Sümpfe von Louisiana führt. Und obwohl sie ihren verstorbenen Mann noch immer liebt, gerät sie schon bald in den Bann ihres attraktiven Begleiters. Der verschlossene Einzelgänger mit den faszinierend blauen Augen entfacht in ihr eine Leidenschaft, die sie bisher noch nicht kannte. Doch schnell wird ihr klar, dass der geheimnisvolle Adam etwas vor ihr verbirgt. Diana ist sich nicht sicher: Will Adam sie beschützen, oder lenkt er sie absichtlich auf eine falsche Fährte? (Bild- & Textquelle: Egmont Lyx)



Meine Meinung

Das Buch der Reihe war ein erneutes Re-Read und ich war gespannt, was mir wohl noch im Gedächtnis geblieben war. Was ich definitiv noch wusste war, dass die Hauptpersonen damals sehr toll waren und man immer wieder mit neuen Fakten überrascht wurde – auch diesmal ließ ich mich mitreißen.

Schon auf den ersten einführenden Seiten wird alles klar: Diana ist eine Frau, die nur an das Mystische glaubt, weil ihr man daran geglaubt hat. Denn sie war selbst eine derjenigen, die ihn für verrückt gehalten haben. Aber seit seinem Tod versucht sie, seinen Ruf wiederherzustellen und zu beweisen, dass er die ganze Zeit im Recht lag. Jedoch zweifelt sie auch auf ihrer Mission dies zu beweisen immer mal daran und beharrt auf der Wirklichkeit.
Diana kann man also wirklich nicht die Butter vom Brot nehmen, sie ist selbstbewusst und stark, genau das, was sie braucht, als sie nach New Orleans gerufen wird und im Sumpf campieren muss. Dort wurden merkwürdige Wölfe gesichtet – als wäre es nicht schon merkwürdig genug, dass es in diesen Breitengraden eigentlich keine Wölfe gibt. Dazu sterben noch einige Menschen in den Sümpfen durch Tierangriffe, was definitiv auf übernatürliche Wesen – in diesem Fall Werwölfe – deutet.
Diana nutzt diese heiße Spur und fliegt direkt nach New Orleans. Man erfährt bald darauf, dass sie aus sehr reichem Haus kommt, ihre Eltern ihr jedoch die kalte Schulter gezeigt haben. Nicht nur deswegen will sie von Geld und ihren Eltern kaum etwas wissen. Sie ist einfach anders als sie.

Kaum dort angekommen, stiefelt Diana in die Sümpfe und trifft auf einen geheimnisvollen Mann, der in der Stadt als durchgeknallt abgestempelt wird: Adam Ruelle. Adam ist ihr Fremdenführer durch die Sümpfe, da er dort aufgewachsen ist und sich sonst kein anderer so wirklich mehr dort hintraut. Und natürlich, wie sollte es auch anders sein bei Lori Handeland, ist sie sofort total fasziniert von diesem schönen, geheimnisvollen Mann, über den sie nichts weiß und der auch nicht sehr redseelig ist. Hierbei gab es dann schlussendlich auch wieder Punktabzug, da es für mich einfach erneut etwas übertrieben dargestellt wurde.
Zurück in der Stadt bricht jemand in ihr Hotelzimmer ein und hinterlässt ihr ein merkwürdiges Andenken. Diana sucht darauf Rat bei einer Vodoo-Priesterin namens Cassandra, die auf den ersten Blick etwas seltsam erscheint. Sie hat einen merkwürdigen Humor und eine weiße Strähne in ihren dunklen Haaren, die sie nicht einmal gefärbt hat, nein – die war einfach irgendwann da. Doch ist Cassandra sehr hilfsbereit und geht Diana tatkräftig bei ihrem Fall zur Hand.
Zusammen gehen sie auf die Suche und kommen auch mit dem Vodoo in Berührung, was ich sehr interessant und neuartig fand. So viel wusste ich vorher nicht über Vodoo und dachte, die Religion ist sehr gewalttätig, aber dem ist gar nicht so. Als Diana dann bei einem Ritual selbst Zeugin davon wird, wie Tote aus ihren Gräbern steigen fängt sie an, an Magie zu glauben. Etwas anderes bleibt ihr dann gar nicht mehr übrig.

Adam läuft sie mehr als einmal über den Weg und in vielen Situationen kommen sie sich auch näher. Doch erfährt Diana nie mehr über diesen schweigsamen Mann, der viele Geheimnisse vor ihr birgt. Deswegen hat er die gesamte Handlung über immer mal eine Überraschung auf Lager, die alles ändert und bis gegen Ende anhalten. Eines seiner Geheimnisse ist sehr niedlich und lässt Leserherzen garantiert höher schlagen.
Nebenbei erzählt Diana all ihre Entdeckungen natürlich Cassandra, die ihre eine gute Freundin und Stütze geworden ist. Diese überredet sie schon bald zu einem Vodoo-Ritual, da Diana das Gefühl hat, sie steht unter einem Liebeszauber, der sie stark beeinträchtig und so soll das Problem gelöst werden. Mein Horizont wurde gänzlich erweitert, als sie Vodoo praktizierten, was mich total faszinierte und interessiert – jedenfalls von dem guten Vodoo.
Die größte Überraschung trifft bald danach auf, als Elena ihr mysteriöses Geschöpf fangen kann. Hier wird man regelrecht geplättet, denn darauf wäre man nie gekommen. Lori Handeland weiß, wie sie den Leser schocken kann.
Schlussendlich, wie sollte es auch anders sein, kamen natürlich auch die Jäger-Sucher, allen voran Madenauer, wieder vor. Sie winden sich wie ein roter Faden durch alle Bücher, was ich gut finde – denn so hängt alles irgendwie zusammen. Auch Elise tritt bald auf den Plan, jedoch kann nach einem packenden Finale die Handlung nicht zu einem Happy-End gesponnen werden – zu viele Probleme kursieren noch, auch wenn Diana und Adam zueinander gefunden haben. Da muss man wohl schnell Band 5 lesen.




Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Buch mir richtig gut gefallen hat. New Orleans ist ein schönes Setting, welche mit den Sümpfen einen düsteren Anstrich bekommt. Diana und Adam sind sehr überzeugende Charaktere, jedoch gefiel mir die zu starke Anziehung zu Beginn nicht wirklich. Auch Nebencharaktere wie Cassandra überzeugen und es freute mich, dass auch die Jäger-Sucher wieder ins Spiel kamen, auch wenn es Schade war, dass andere Charakter überhaupt nicht mehr erwähnt werden. Das Beste am Buch waren eindeutig die vielen Überraschungen, die vor allem Adam mit sich brachte – ich hielt des Öfteren regelrecht dem Atem an. Eine nette Bereicherung war außerdem das Vodoo und die vielen Informationen, die man so schnell in keinem anderen Buch findet. Eines der schönsten Werke der Reihe!


Wolfsfieber bekommt:

4/5 Herzen




Geschöpfe der Nacht

Band 9: Wolfsfeuer
Band 10: Wolfsmagie
Band 11: Wolfsflüstern

1 Kommentar[e]:

  1. Also zwei Bände der Reihe von Lori Handeland habe ich ja auch mal gelesen - aber ich kann mich irgendwie nicht mehr daran erinnern. Ich weiß nur, in irgendeinem Buch war die Protagonistin eine, die alle hässlich fanden, mit riesigen Brüsten. Ähm ja :D Klingt allerdings alles sehr schön, also vielleicht sollte ich mich an der Reihe nochmal probieren?!

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