Montag, 21. Januar 2013

[Rezension] Wolfsbann von Lori Handeland

Montag, 21. Januar 2013


Autor: Lori Handeland
Titel: Wolfsbann
Originaltitel: Midnight Moon
Reihe:
Geschöpfe der Nacht #5
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 350 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-8025-8261-5
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten.


Klappentext

Cassandra dachte, sie hätte das perfekte Leben. Einen Mann, der sie liebt, und eine Tochter, die sie vergöttert. Doch dann bricht ihre Welt zusammen. Ihr Mann, der angeblich so ehrbare Geschäftsmann, ist in kriminelle Machenschaften verstrickt. Und als seine zwielichtigen Geschäftspartner ihn erpressen, kommt es zur Katastrophe: ihre Tochter wird ermordet. Cassandra sammelt Beweise gegen ihren Mann und bringt ihn hinter Gitter. Sie wird ins Zeugenschutzprogramm eingeschleust und ändert ihr Leben radikal. 
Ab jetzt ist sie Priesterin Cassandra und betreibt einen Vodooladen in New Orleans. Und kennt nur noch ein Ziel: ihre Tochter aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Da kommt ihr der Auftrag der geheimnisvollen Jäger-Sucher wie gerufen. Sie soll nach Haiti reisen, um einen dunklen Vodoomeister aufzuspüren, der angeblich Tote wieder zum Leben erwecken kann. 
Der Glücksjäger Devon Murphy erklärt sich bereit, Cassandra auf ihrer gefährlichen Mission zu begleiten. Dabei kommen sich die beiden schnell näher, und Cassandra entdeckt längst verloren geglaubte Gefühle und eine Leidenschaft, die sie so noch nie erlebt hat. Doch als endlich die Rückkehr ihrer Tochter in greifbare Nähe rückt, steht Cassandra vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens… (Bild- & Textquelle: Egmont Lyx)



Meine Meinung

Auch dieser Band unterlag einem erneuten Re-Read – schon allein der Klappentext verspricht ja so einiges und man bekommt auch alle Erwartungen vollends erfüllt. Jetzt, nach dem zweiten Mal lesen, fand ich das Buch sogar noch besser als beim ersten Mal. Woran es lag? Keine Ahnung. 
Das schöne ist, dass man Cassandra schon auf dem Vorgängerband „Wolfsfieber“ kennt und dieser dort direkt anschließt, denn alle Probleme sind noch nicht gelöst. Auch, dass man die Welt des Vodoos besser kennenlernen wird ist cool und ein riesiger Bonus – deswegen, auf ins Vergnügen! Es ist top!

Schon im Prolog bekommt man alles Wissenswerte über Cassandra genannt, was alle großen Fragen zu ihrer Person fürs Erste klärt. Man erfährt mehr über ihre Person – dass sie Mann und Tochter hatte, aber durch einen Verrat nun beides verloren hat. Vor allem ihre Tochter vermisst sie schrecklich und um sie von den Toten zurückzuholen ist sie zum Vodoo übergegangen.
Sofort im Anschluss bekommt man eine Einleitung, wo vor allem noch einmal auf die letzten Geschehnisse und die vorangegangen Situation eingegangen wird. Cassandra reist nach Haiti, um den Fluch von Adam und seiner Familie zu nehmen – aber auch, um ein Ritual zu erlernen, was ihre Tochter lebendig zurückbringen soll. Sie verfolgt also eigentlich ihre eigenen Ziele und nimmt die Aufgabe mit Adam als Vorwand, auch wenn sie ihrer Freundin Diana wirklich helfen will, ihren Mann zu heilen.
Sie sucht einen bokor, einen bösen Hexer, der ihr weiterhelfen soll. Doch dieser ist gefürchtet auf der ganzen Insel und keiner will sie durch den Wald zu ihm führen – keiner, außer Devon Murphy, ein attraktiver Mann, der viel die Welt umreist hat und ebenfalls eine sehr durchwachsene Vergangenheit besitzt. Er ist ein einziges Rätsel, dieser Mann, der in jedem Satz seinen Akzent wechselt – doch für Cassandra ist er ein sehr heißes Rätsel.
Denn natürlich, wie sollte es auch jemals anders bei Lori Handeland sein, fühlen sich die beiden sofort wieder total körperlich angezogen, was erstmal wieder schön breit getreten wird. Also dafür gab es eindeutig wieder Punktabzug – langsam reicht es!

Jedoch begleitet man die beiden auf eine Reise durch den Dschungel, die abenteuerlicher kaum sein könnte. Sie brechen erst einmal in die Berge auf um den bokor zu suchen. Devon tut dies für Geld, Cassandra für ihre Tochter. Hier zeigt sich auch, wie viele Facetten Devon eigentlich hat und wie untypisch Cassandra doch als Priesterin ist.
Außerdem bilden sie in Glaubensdingen einen totalen Gegensatz: sie glaubt durch ihre Religion und durch die Tatsache, dass sie ihre Tochter einfach wiederbeleben MUSS natürlich an alles Magische – doch Devon sagt glasklar zu allem, was nicht von dieser Welt stammt, eindeutig nein und erklärt Cassandra auch für verrückt, bis er es selbst sieht. Schön, dass er nicht so naiv ist, wie man es von vielen Charakteren in anderen Werken gewohnt ist.
Beide werden mit einem Haufen voller Magie konfrontiert, wobei Wahrheit und Illusionen kaum zu unterscheiden sind. Der böse Hexer weiß, wie er sie verwirren kann und so tappt man mit Cassandra stets im Dunkeln. Sich selbst etwas zu überlegen funktioniert einfach nicht – man kommt nicht dahinter, was Wahrheit ist und was Magie. Man wird verwirrt, und das richtig gut. Mich hielt es ständig beim Lesen, und so sollte das doch sein.

Das interessante an dem Buch ist, dass es sich mal überhaupt nicht um Wölfe dreht, weder um Werwölfe, noch um irgendwelche anderen Wölfe, wie man es bisher gewohnt war. Sondern es geht um Leopardenwandler, allerdings gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Logischerweise passt dann der Titel nicht mehr, was aber wahrscheinlich wegen der Reihenkenntlichkeit eingehalten wurde.
Im Laufe der Handlung wird die Geschichte immer mysteriöser, man fiebert immer mehr mit und versucht zusammen mit Cassandra zu schlussfolgern. Aber eigentlich ist es ein Buch, was einen komplett überrascht. Hier gibt es nicht nur eine Stelle, die alles ändert, sondern zig in unbestimmter Mengenanzahl. Es gefällt mir zwar nicht nur deswegen super gut, aber das war einer der Hauptpunkte- es hätte kaum besser sein können.



Fazit

Ein Buch, was mich auf ganzer Länge überzeugen konnte und einem ständig am Ball bleiben lässt. So viele Überraschungen, Irrungen und Wirrungen gab es kaum in einem Buch – noch dazu die untrennbare Grenze zwischen Wahrheit und Illusion. Es war perfekt, so geht es mal nicht um Wölfe, sondern um Leoparden und viel Verlust und Schmerz. Die Religion des Vodoo wird einem sehr nah gebracht und auch die Hauptcharaktere überzeugen in voller Länge – bis auf die urplötzliche Anziehung der beiden, die echt nervt – dafür gab es den einigen Punktabzug. Ansonsten absolut Top!


Wolfsbann bekommt:

4,5/5 Herzen




Geschöpfe der Nacht


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