Mittwoch, 2. Januar 2013

[Rezension] Flüsterndes Gold von Carrie Jones


Mittwoch, 2. Januar 2013

Autor: Carrie Jones
Titel: Flüsterndes Gold
Originaltitel: Need
Reihe: Need Serie #1
Verlag: Cbt Verlag
Umfang: 349 Seiten
Preis: 7,99 €uro
ISBN: 978-3-5703-0819-6
Leseprobe


Klappentext

Er riecht nach Wald und hinterlässt eine Spur aus Goldstaub – der schöne Fremde, der Zara seit ihrer Ankunft im verschneiten Maine zu verfolgen scheint. Es fällt ihr immer schwerer, seinem sanften Flüstern zu widerstehen, mit dem er sie in die Wälder locken will. 
In ihrer Panik vertraut sie sich dem attraktiven Nick an, der ihr ein schreckliches Geheimnis offenbart: Zara ist vom Elfenkönig auserwählt. Sein Kuss raubt Seelen, aber wenn er seine Königin nicht bekommt, wird er junge Männer als Blutopfer fordern. Nick ist entschlossen, Zara zu beschützen. 
Denn er ist nicht nur unsterblich in sie verliebt, sondern auch ein Werwolf und damit der einzige Gegner, den die Elfen fürchten … (Text- & Bildquelle: Cbt Verlag)



Meine Meinung

Dieses Buch habe ich schon länger im Regal stehen gehabt – wie lange, weiß ich schon gar nicht mehr. Bisher hatte ich mich noch nicht getraut, es zu lesen, was nicht nur an den Elfen liegt. Doch ich hätte es niemals so lange drin stehen lassen soll. Verdammt, bin ich froh, dass es mir keinen Platz mehr wegnimmt, denn das war echt überflüssig gewesen!

Aber gut, fangen wir mal mit einigen positiven Dingen an. Die Überschriften der Kapitel – also die haben mir ganz gut gefallen. Es war mal was besonderes, das diese Phobien zierten, die in einer Unterüberschrift noch einmal erklärt wurden, wofür sie stehen. Meistens passten sie auch zum Inhalt des Kapitels, allerdings nicht immer.
Im Prolog merkt man schon, dass Zara, die Hauptperson, aus der Ich-Perspektive berichtet. Hier wirkt das Geschriebene noch tiefsinnig und interessant.
Schon bald erfährt man mehr über Zara. Sie hat ihren Stiefvater vor vier Monaten durch einen Herzanfall verloren, den sie live miterlebt hat. Jedoch hat sie ihm nicht geholfen, dass fällt ihr natürlich nicht ein. Sie verhält sich gar nicht wie eine siebzehn oder achtzehnjährige, die sie in der elften Klasse ja wohl sein müsste. Dies zeigt sich im Übrigen noch öfters.
Jedenfalls ist Zara immer noch schockiert über den Tod ihres Stiefvaters und wird nun von ihrer Mutter zu ihrer Großmutter stiefväterlicherseits nach Maine geschickt.
Zu Zara außerdem noch zu erwähnen wäre, dass sie sehr angeriert ist für Menschenrechte, was widerrum zu ihrem kindischen Wesen gar nicht passt. Insgesamt war mir Zara auch keinen Funken sympathisch. Dieses Mädchen trieb mich in die Weißglut, aber dazu komme ich noch.

Auf ihrer neuen Schule lernt Zara viele andere Jugendliche kennen, wobei manche auch so minderbemittelt sind wie sie. 
Issie soll süß und kindlich wirken, noch dazu hat sie einen Fast-Freund, der im Rollstuhl sitzt – sein Name ist mir gerade entfallen. Auf mich wirkte Issie irgendwie noch kindischer als Zara, fast schon verrückt oder hyperaktiv. Auch ihr Freund ist etwas übertrieben naiv – beide erzählen Zara gleich am ersten Tag, dass sie von einem Elfen verfolgt wird. Jeder normale Mensch würde sie doch für verrückt erklären, oder? Nicht so Zara, welche sagt, es gibt keine Elfen, aber eine andere Erklärung dafür gibt es ja auch nicht, also muss es so sein.
Dann gab es da noch die Alpha-Machos Nick und Ian, wobei einer versucht den anderen zu überbieten. Beide stehen komischerweise auch irgendwie auf Zara – warum erschloss sich mir nicht so ganz. Ansonsten sind die beiden aber die normalsten Personen, neben Zaras Großmutter, die mir in diesem Buch unterkommen. 
Auch Megan, die Zicke, die von erstem Tag an Zara hasst (warum nur kann ich sie verstehen) wirkt auf mich wesentlich realer als die Hauptperson selbst. Ich glaube nicht, dass das so gewollt war von der Autorin.

Wie oben schon erwähnt wird Zara verfolgt, natürlich von einem Elfen, die Antwort liegt ja klar auf der Hand. Ein wenig gegoogelt, der Suchmaschine alles sofort geglaubt und schwups hat man wegen ein bisschen Glitzerstaub und verschwundenen Jungen die Lösung: ein Elf. Ist doch im realen Leben auch so, alles ganz normal. Niemand würde zuerst an einen Serienkiller denken. Ach stopp, doch – Zara macht das ja, aber sie findet den Elfen ja doch für wahrscheinlicher. Gut, im Endeffekt ist es auch so, aber wer stößt denn da bitte sofort drauf. Unrealistisch!
Die Verfolgung ist komisch und mysteriös, hält den Leser zunächst irgendwie am Ball. Es wirft einen Haufen von Fragen auf. Wie es der Zufall so will bekommt man dann wieder etwas über Elfen erzählt, diesmal durch Bücher. Wow!
Das erste Mal kam mir dann hier der Gedanke: Das Buch ist anders. Aber ich wusste, dass es mir nicht sonderlich gefiel und je mehr ich darüber nachdachte, desto schlimmer wurde es. Man sollte bei diesem Buch am besten gar nicht denken.
Außerdem fiel es mir ziemlich schwer, der Handlung zu folgen. Man bekam nur Brocken zugeworfen, ich hatte das Gefühl, die Charaktere hatten mehr Informationen als ich selbst, als würde dem Leser alles verheimlicht, aber in der Handlung selbst alles erklärt werden.

So und nun erkläre ich die Situation, die mich zum endgültigen Buchabbruch trieb: Nick und Zara sind bei ihr, als er plötzlich irgendwas bemerkt und in den Wald rennt. Sie soll derweil bei ihm warten. Das tut sie natürlich nicht, obwohl ein Verrückter hinter ihr her ist. Sie macht auch noch auf sich aufmerksam und wird fast geschnappt, wäre da nicht ein übergroßer Hund gewesen – welcher eindeutig ein Wolf ist – der sie nach Hause führt, aber verletzt ist.
Zara kümmert sich um den Hund als gäbe es nichts anderes mehr und ist total begeistert von ihm. Doch plötzlich ist statt dem Hund ein nackter Mann in ihrem Wohnzimmer, der auch noch Nick ist. So, was macht Zara? Ist total schockiert, was er mit ihrem Hund gemacht hat… es ist doch wohl eindeutig, dass ER der WOLF war, oder nicht? Nö für sie nicht. Sie ist so unterbelichtet und rafft es einfach nicht.
Doch die Krönung kam noch, denn Zara wollte noch einmal raus gehen und den Verrückten suchen. Hallo?! Sie kam gerade erst mit dem Leben davon, musste Nick verletzt retten und will NOCHMAL da raus? Wie blöd kann man eigentlich sein? An der Stelle reichte es mir, ich brach das Buch augenblicklich ab und sparte mir meine wertvolle Zeit lieber für andere Sachen auf.



Fazit

Wer sich durch meinen Wutausbruch nicht durchquälen wollte, hier noch mal in Kurzform: Dieses Buch war das schlechteste Buch, was ich im Jahr 2012 gelesen hatte. Die Hauptperson ist naiv, minderbemittelt, kindisch und einfach nur unsympathisch. Die Nebenpersonen sind mit nur wenigen Ausnahmen fast genauso schlimm. Als Leser kommt man überhaupt nicht mehr mit, was die Informationen angehen und alle Personen sind so naiv und glauben Google alles, was es über fantastische Wesen ausspuckt. Absolutes No-Go – Finger weg davon!


Flüsterndes Gold bekommt:

1/5 Herzen



Need-Serie

Band 1: Flüsterndes Gold
Band 2: Finsteres Gold
Band 3: Verhängnisvolles Gold

3 Kommentar[e]:

  1. Oh, das hört sich ja überhaupt nicht gut an. Eigentlich wollte ich das Buch immer mal lesen, aber nach deiner Rezension hört es sich für mich irgendwie ziemlich verwirrend und bekloppt an :/ Vielleicht lasse ich doch besser die Finger davon... :D

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  2. Das Buch muss ja wirklich sehr schlecht gewesen sein. Eigentlich traurig. Da sieht man mal das man nicht immer nur auf das schöne Cover achten sollte, denn das ich ja echt total schön ;-)

    Liebe Grüße
    Vanessa

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  3. Na da kann ich es ja bald lesen und mir ne Meinung bilden,habe es ja im Gewinnspiel bei dir gewonnen ( *sehnsüchtig auf das Buch wart*)

    LG Lisa

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