Freitag, 28. Dezember 2012

[Rezension] Dämonen des Lichts von L.A. Weatherly

Freitag, 28. Dezember 2012


Autor: L.A. Weatherly
Titel: Dämonen des Lichts
Originaltitel: Angel
Reihe: Dämonen des Lichts Trilogie #1
Verlag: Loewe Verlag
Umfang: 460 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-7855-7404-1
Leseprobe



Klappentext

Engel sind wunderschön, strahlen Güte und Geborgenheit aus. Doch auf heimtückische Weise entziehen sie den Menschen die Lebensenergie. 
Willow sieht die Schicksale anderer Menschen voraus. Aber dass sie selbst ein Halbengel ist und den Krieg zwischen Engeln und Menschen entscheiden wird, war ihr bis vor Kurzem noch völlig unbekannt. 
Alex tötet Engel im Auftrag der CIA. Die Kreaturen haben seine Familie auf dem Gewissen. Doch damit, dass ein Halbengel seine Gefühle durcheinander bringt, hätte Alex nie gerechnet. 
Gemeinsam nehmen die beiden den Kampf gegen die Himmelsdämonen auf – und verlieben sich dabei unterblich ineinander. Hat diese Liebe eine Chance? (Bild- & Textquelle: Loewe Verlag)



Meine Meinung

Das Buch steht schon länger im Regal, um genau zu sein seit der Buchmesse in Leipzig im März 2013. Vieles kam mir schon über das Buch zu Ohren, ich war gespannt, inwieweit meine Meinung damit übereinstimmen wird. Mal davon abgesehen sind Engel für mich schon immer hoch interessante Wesen gewesen, meine Erwartungen waren also hoch. An wenigen Stellen vielleicht zu gut, denn mehr als gut war es dann auch nicht.

Zu Beginn des Buches setzt die beschriebene Handlung sofort ein. Alex, der ein Engeljäger seit seinem fünften Lebensjahr ist, bekommt einen Auftrag, in dem er jemanden töten muss und den Standort dieser Person erfährt. Schon allein diese ersten Seiten werfen eine Menge fragen auf. Der angenehme Schreibstil der Autorin kann bei mir auch sofort punkten.
Schon bald wurde auch erklärt, wie die Engel in dieser Geschichte eigentlich sind. Bis jetzt habe ich nur von guten Engeln gelesen, aber diese hier waren nicht nur schön, sondern auch absolut tödlich und schädlich für die Menschheit. Der Titel „Dämonen des Lichts“ passt absolut sehr gut auf diese Wesen. Diese Einführungsszene rund um Alex sowie diese Erklärungen sind ein guter Einstieg in die Geschichte 
Die Perspektiven im Buch wechseln öfters. Bei Alex hat man eine personale Sicht, ist man jedoch bei Willow erzählt sie aus der Ich-Perspektive. Das ist interessant und anders, aber man kommt damit ganz gut klar. Willow kann in die Zukunft sehen, schon ihr ganzes Leben lang ist sie irgendwie anders. Sie gilt als verrückt, ist mir jedoch ganz sympathisch, was teilweise durch den locker-flockigen Schreibstil noch verstärkt wurde.
Von Kapitel zu Kapitel lernt man beide besser kennen, ihre Wege führen auch bald zusammen. Denn Alex sollte Willow umbringen, die eigentlich ein Halbengel ist. Doch er tut es nicht, denn darauf erfährt er, dass Willow die einzige ist, die die Engel dabei stoppen kann die Menschheit zu vernichten.

Man erfährt soviel mehr über Alex, der anfangs sehr verbittert wirkt mit seinen gerade mal 17 Jahren. Aber er verlor sehr früh seine Mutter durch die Engel, worauf sein Vater die Jagd auf die Engel begann. Doch später verlor er auch ihn und seinen Bruder Jake. Alex hat also jeden verloren, den er geliebt hat und man versteht seine Qual und seinen Hass auf diese mörderisch-schönen Wesen.
Ebenso erfährt man mehr über Willow. Ihre Mutter ist krank und hat das sogenannte Angel-Burn-Symptom, welches Menschen bekommen, die von Engel angefallen wurden. Dies weiß man dort noch nicht, jedoch kann man sich das so leicht zusammenreimen, dass es fast lachhaft ist. Die Spannung steigt jedoch, als Willow merkwürdigen Besuch bekommt, dem sie die Zukunft vorhersagen soll.
Diese steigt weiter, denn man bekommt nebenbei auch Einblicke in die Köpfe einiger hochrangiger Engel, was sehr interessant ist und ihren Plan, die Menschheit auszulöschen unterstreicht. Schon hier ist die Geschichte mit Überraschungen gespickt, die nicht so vorhersehbar sind wie die Krankheit von Willows Mutter.
Die Anhänger der Engel haben einen richtigen Kult namens Church Angel erfunden, eine eigene Kirche und Glaubensrichtung. Diese wirkte fast schon wie ein Kult, denn wenn man einmal von einem Engel befallen wurde, himmelt man diese bedingungslos an, alles andere im Leben wird unwichtig. Dieser Aspekt kam wirklich sehr gut rüber.

In der Hauptkirche dieser Sekte treffen Willow und Alex erneut aufeinander. Sie folgt einer Freundin, die sie vor dem Verderben retten will und Alex rettet schließlich sie vor einem Engel und Anhängern, die sie umbringen wollen, da Willow ja die Engel vernichten kann. Allerdings hält Willow Alex zuerst einmal für übergeschnappt und absolut irre, was eine reale und nachvollziehbare Reaktion ist. Sie hat vorher nie was von Engel gehört und dann kommt irgendjemand daher und behauptet auch noch, sie sei ein Halbengel.
Alex dagegen ist der größte Arsch auf der Welt, jedenfalls behandelt er Willow so. Er zeigt ihr gegenüber Null Feingefühl und gleichzeitig ist er verwirrt, weil Willow sowohl Engel als auch Mensch ist und ihm das noch nie untergekommen ist. Da er Engel hasst ist er hin- und hergerissen, was er mit ihr anfangen soll. Auch das ist nachvollziehbar, jedoch kann sie nichts dafür und regte mein Mitleid an. Ich fand es leicht übertrieben, aber gleichzeitig kommt so sein innerer Konflikt sehr gut zur Geltung.
Außerdem kann man mit zunehmender Annäherung in Form von Freundschaft feststellen, dass die beiden sich ähnlicher sind, als sie denken, denn beide mussten als kleines Kind bereits erwachsen werden. Auf der Flucht vor den Engeln freundeten sie sich nicht nur an, nein sie verliebten sich später auch ineinander. Das Abenteuer im letzten Drittel schwenkt urplötzlich zur total kitschigen Romanze ab, was mir total auf die Nerven ging. Bis dato gefiel es mir richtig gut und dann so was, total unpassend und zu übertrieben für die vorangegangen Geschichte.

Die Geschichte wurde außerdem noch leicht vorhersehbar, es ist relativ logisch, wer von den Freunden und Bekannten noch auf der Seite der Engel stehen könnte, das ist echt nicht gut genug verpackt wurden.
Außerdem tauschten Willow und Alex grundsätzlich ihre Meinungen. So war Alex es, der zu Beginn Willows Engel hasste, und Willow diejenige, die versuchte seine Meinung zu ändern – was sich am Ende jedoch komplett verdrehte, was eigentlich kaum noch Sinn machte. Ich fand das echt komisch und Fehl am Platz.
Das Ende des Buches ist jedoch sehr realistisch und gefiel mir richtig gut. Denn hier wird klar, dass Willow kein übertriebenes Supergirl darstellt, was alles auf Anhieb schafft und alles kann. Sie wirkt so immer noch wie ein normales Mädchen, auch wenn sie ihren Engel in sich hat und mit ihm kommuniziert.



Fazit

Das Buch war ein packendes Abenteuer und eine Flucht quer durchs Land von zwei Jugendlichen, die viel zu früh erwachsen werden mussten. Die schlechte Darstellung der Engel, die die Menschheit ausrotten wollen, ist neu und gefällt mir gut. Auch sind die Charaktere sympathisch und real dargestellt wurden, bis sie allerdings sich in einer total kitschigen Romanze verloren, die für mich einfach nicht zur Geschichte passte. Durch leichte Vorhersehbarkeit einiger Situationen gibt es insgesamt Punktabzug – dennoch ist das Buch lesenswert!


Dämonen des Lichts bekommt:

4/5 Herzen




Dämonen des Lichts - Trilogie

Band 1: Dämonen des Lichts


1 Kommentar[e]:

  1. Hallo Lisa

    Mir ist Band 2 dieser Trilogie in der aktuelle Loewe-Vorschau aufgefallen und vielleicht sollte ich mir wirklich Band 1 einmal gönnen :-) Tönt ja wirklich vielversprechend.

    lG Favola

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