Montag, 26. November 2012

[Rezension] Wolfsglut von Lori Handeland

Montag, 26. November 2012



Titel: Wolfsglut
Originaltitel: Dark Moon
Reihe: Geschöpfte der Nacht #3
Umfang: 352 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-8025-8207-3

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten.  


Klappentext

Seit sieben Jahren gilt Dr. Elise Hanover offiziell als vermisst. Kaum jemand ahnt, dass sie im Verborgenen arbeitet und zu einer geheimen Organisation von Werwolfjägern gehört. Doch die Wissenschaftlerin hütet ein noch dunkleres Geheimnis. Was würden ihre Kollegen sagen, wenn sie wüssten, dass sich Elise einmal im Monat selbst in eines der haarigen Ungeheuer verwandelt? Fieberhaft suchte sie deshalb nach einem Heilmittel gegen die Gestaltwandlung. 
Da taucht unerwartet Elises ehemaliger Geliebter, der FBI-Agent Nic Franklin, auf der Bildfläche auf. Er sucht nach vermissten Personen – Personen, die Elise einst in ihrer Werwolfgestalt getötet hat. Verzweifelt bemüht sich die Wissenschaftlerin, ihr Geheimnis zu wahren. Doch schnell machen ihr die tiefen Gefühle, die sie noch immer für Nic hegt, einen Strich durch die Rechnung. 
Als Elise Labor in die Luft gesprengt wird, finden sich beide Seite an Seite auf einer wilden Flucht wieder. Und der nächste Vollmond naht… (Bild- & Textquelle: Egmont Lyx)



Meine Meinung

Bisher hatte ich das Buch genau einmal gelesen – und das war so ungefähr vor drei Jahren. Da ich kaum Erinnerungen an das Gelesene hatte und eine Rezension schreiben wollte, wurde es noch einmal gelesen. Ich hatte mich sehr darauf gefreut und war gespannt, was ich noch vom ersten Lesen wusste. Gut war es definitiv wieder!

Es geht um Elise Hanover, die Wissenschaftlerin der Jäger-Sucher. Sie kennt man schon aus den vorherigen Bänden als perfekte, modebewusste, aber irgendwie kalte Frau. Sie versucht schon Jahre lang ein Heilmittel für die Lynkathropie zu finden. Diese Aufgabe liegt ihr sehr am Herzen, denn Elise ist durch einen unglücklichen Zufall vor ihrer Geburt ebenfalls ein Werwolf geworden, wenn auch nicht so bösartig.
Hier lernt man Elise jedoch von einer anderen Seite kennen. Als ihr Exfreund Nic auftaucht merkt man, wie gefühlvoll sie doch eigentlich ist. Ihre Verwandlung zum Werwolf zerstörte ihre erste Beziehung, ihre erste große Liebe und sie verlor den Mann, der so viele Jahre später plötzlich bei ihr auftauchte. Der einzige, der ihr je Liebe geschenkt hat. Sie musste ihn verlassen, und dementsprechend sauer war er auch auf sie.
Die Anziehung und die Gefühle, die beide noch immer füreinander haben, entflammen von Neuem und sind sehr gut nachvollziehbar. Immerhin kennen sie sich aus der Vergangenheit und hatten beide keine nennenswerten Beziehungen. Die Gefühle füreinander sind immer noch da – gepaart mit Schmerz und Enttäuschung, sowie Misstrauen.
Allerdings merkt man, dass neben dem Schmerz, den beide versuchen zu vertuschen, sie sich immer noch gern haben und dies durch kleine Sticheleien zeigen. Sie wirken bei ihrem Geplänkel jung und unbeschwert, süß und unterhaltsam.

Nicht nur Elise hat sich seit damals verändert, auch Nic ist nach ihren Erzählungen erwachsen geworden. Er wirkt kälter auf sie, hat sie ihn doch ohne Grund verlassen und ihm im Glauben gelassen, sie sei gestorben. Auf der Suche nach vermissten Personen stieß er auf Elise, welche ausgerechnet noch auf der Liste der Verdächtigen steht. Das ist eine der vielen Sachen, die es kompliziert und schwierig für beide machen, so kann zunächst überhaupt kein Vertrauen entstehen.
Als dann auch noch das Hauptquartier in die Luft fliegt, ist das Chaos perfekt. Beide finden sich auf der Flucht vor dem Unbekannten wieder – wer auch immer es auf Elise abgesehen hat. Auf dem Weg findet Elise ein merkwürdiges Totem, was den Stein weiterhin ins Rollen bringt und das Misstrauen schürt, dass irgendetwas an der Sache gewaltig stinkt.
Die Spur führt beide direkt zu Edward, aber auch zu Jessie, Leigh und ihre Männer, die am selben Ort aufzufinden sind. Hier merkt Elise wieder, wie ausgeschlossen sie doch von anderen ist und auch, dass Edward andere Frauen viel lieber hat als sie. Edward und sie sind auf eine merkwürdige Weise miteinander verbunden, die sich nicht ganz rausstellt und den Leser auf die Folter spannt. Denn Edward hat Elise großgezogen und hat auch etwas mit dem Tod ihrer Mutter zu tun – wie jedoch die Wahrheit aussieht, wird erst viel später gelüftet.

Nach einigen Ereignissen, Todesfällen in einem kleinen Ort, wo die Leichen einfach spurlos verschwinden und dem Stärker werden von Elise sammelt sich die Spannung zusammen und es geht zum Showdown auf. Bis dahin nähern sich Nic und Elise zunächst körperlich, später auch geistig wieder an und Elise erfährt wie es ist, Freunde zu haben, auf die man zählen kann.
Der Showdown kommt plötzlich, sehr überraschend und man weiß zuerst gar nicht, dass es schon soweit ist. Die Vorahnung, wer denn schließlich dahinter steckt und warum bewahrten sich schon das ganze Buch über. Hier wurde einem definitiv die Spannung genommen.
Es wurde auch eine nur relativ gute Lösung gefunden. Was jedoch das Ende angeht… das hat mich schon sehr gestört. Denn für Elise und Nic wird es nie so wirklich ein Happy-End geben. Gut, dafür bekamen andere ein Happy-End, aber hier wird es wirklich schier unmöglich sein und das fand ich sehr doof.


Fazit

Insgesamt schwächer als seine beiden Vorgänger, jedoch nervte mal nicht die Anziehung der Hauptcharaktere, im Gegenteil. Der Schmerz, den beide durchmachen und die Gefühle, die sie trotz ihrer Vergangenheit noch zueinander hegen müssen neu entdeckt werden und das geschieht auf wirklich gute Weise. Auch die mystische Seite und die magischen Geisterwölfe beherbergen gute Ideen und wurden relativ gut umgesetzt – blöd nur, dass man von Anfang an erahnen konnte, wer dahinter steckt. Auch das Ende lässt den Ein oder Anderen mit Sicherheit ebenso unzufrieden zurück wie mich. Aber alles in allem eine gute Fortsetzung der Reihe!


Wolfsglut bekommt:
4/5 Herzen




Band 3: Wolfsglut
Band 9: Wolfsfeuer
Band 10: Wolfsmagie
Band 11: Wolfsflüstern

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