Sonntag, 4. November 2012

[Rezension] Wolfsgesang von Lori Handeland

Sonntag, 4. November 2012



Titel: Wolfsgesang
Originaltitel: Hunter's Moon
Reihe: Geschöpfe der Nacht #2
Umfang: 382 Seiten
Preis: 9,95 €uro
ISBN: 978-3-8025-8161-8
Leseprobe


Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten.  


Klappentext

Leigh Tyler, Mitglied einer geheimen Organisation von Werwolfjägern, ist wenig begeistert, als sie von ihrem Chef nach Wisconsin beordert wird. Dort soll sie unter anderem einen neuen Kollegen ausbilden. Zwar war sie einst Lehrerin, doch nach einem furchtbaren Erlebnis in ihrer Vergangenheit hat sie sich geschworen, nur noch allein zu arbeiten – und nie mehr ihr Herz an einen Mann zu verlieren. 
Kaum angekommen in Crow Valley, begegnet Leigh dem ebenso geheimnisvollen wie attraktiven Iren Damien Fitzgerald, der ihren Schwur ins Wanken bringt. Doch ihr Job ist ein Tanz mit dem Tod und könnte auch ihre Freunde in große Gefahr bringen. In den Wäldern um Crow Valley häufen sich die mysteriösen Vorkommnisse: Ein Werwolf tötet seine Artgenossen. Ein ungewöhnliches Verhalten dieser Spezies – es sei denn, ein neuer Wolfsgott steht kurz davor, die Herrschaft zu übernehmen und die Welt ins Verderben zu stürzen. 
Leigh ist in ihrem Jagdeifer kaum zu bremsen, muss aber gleichzeitig den Neuzugang trainieren, der sich zu ihrem Missfallen als ziemliche toughe Frau erweist. Und so kämpft sie bald nicht nur gegen blutrünstige Wesen, sondern auch gegen eine Rivalin und die Anziehungskraft eines absolut unwiderstehlichen Mannes… (Text- & Bildquellen: Egmont Lyx)



Meine Meinung

Mit diesem Band griff ich also nach dem zweiten Teil der Serie – den ich mit Sicherheit nun auch zum dritten Mal gelesen habe. Ich wusste also, was mich erwartete und freute mich von Beginn an auf eine geballte Ladung schwarzen Humor, eine toughe Heldin und jede Menge Mythologie. Natürlich enttäuschte mich die liebe Frau Handeland dabei auch nicht!

Man wird sofort mit der Heldin Leigh in der eintretenden Haupthandlung bekannt gemacht. Schon auf den ersten Seiten erzählt sie aus ihrer Sicht, warum sie ein Mitglied der Jäger-Sucher geworden ist. Sie hat ihre gesamte Familie an die Wölfe verloren und sinnt seitdem auf Rache. Deswegen ist sie dort besser aufgehoben, als irgendwo anders.
Leigh ist zu Beginn lieber allein und will keine Bindungen aufbauen, aus Angst, ihr könnte wieder alles genommen werden. Sie fühlt sich schuldig und diese Schuld besteht fast das gesamte Buch über. 
Doch wäre hier schon angebracht zu sagen, dass sie im Buch eine gewaltige Wandlung durch macht, was nicht zuletzt auch an dem Barbesitzer Damien liegt, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Gegenseitig zeigen sie sich, wie schön das Leben ist und das man jeden Moment genießen sollte, egal wie viel selbstauferlegte Schuld auf den Schultern lastet.
Auf Damien trifft sie im Übrigen das erste Mal, als sie von einem Wolf verfolgt wird. Schon hier wirkt er geheimnisvoll, attraktiv und mysteriös, nicht zuletzt wegen seiner traurigen und schuldbewussten Aura.
Am Anfang war mir die sofortige Anziehung der beiden wie im Vorgänger too much. Eine Stufe niedriger wäre zu Beginn wirklich besser gewesen.

Leigh kommt nicht ohne Grund nach Crow Valley. Seltsame Vorkommnisse gehen von statten, sodass sie als Beste ihres Gebietes hinzugezogen wird. Blöd nur, dass sie auch noch eine neue Rekrutin ausbilden soll, die genauso wenig auf den Mund gefallen ist wie sie. Jessie, bekannt aus dem ersten Band, und Leigh liefern sich oft heftige Wortgefechte, die einen einfach nur zum Lachen bringen können. Es macht Spaß, den beiden zuzusehen, so hassen sie doch die gleichen Dinge und werden später auch Freundinnen.
Auch Will ist wieder mit dabei, denn wo Jessie ist, da ist auch er und er kann wieder helfen, einiges aufzuklären. Jedoch sind er und Damien diejenigen, die die beiden streitlustigen Mädles auseinander halten müssen.
Mit fortschreitender Handlung wird klar, wieso Leigh nun eigentlich genau so einen Hass auf die Werwölfe hat, ganz besonders auf diesen einen weißen Wolf: Hector. Jessie und Leigh verfolgen mittlerweile eine Spur, die sich ihnen aufgetan hat, während Leigh endgültig von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Die Handlung spitzt sich ab diesem Punkt immer mehr zu.

Der Überraschungsmoment des Buches war wieder der absolute Knaller! So unvorhersehbar und mit richtig guten Begründungen stellt er doch fast schon Band Eins in den Schatten. Er ändert alles und reibt die Nerven für die letzten Zeiten noch einmal mächtig auf.
Die Spannung spitzt sich weiter stark zu bis zum bitteren Ende, wobei das Böse noch einmal richtig zu schlägt und es für Leigh fast zu spät ist.
Als dann schließlich das Ende sehr rasant kommt, ist man fast nicht darauf eingestellt. Die Lösung des Problems und die Wendungen dabei sind erneut absolut klasse Ideen, jedoch geht alles ein wenig zu schnell, was sehr schade ist.
Auch das Ende ärgert mich ein wenig, denn so gibt es kein wirkliches Happy-End für Leigh und Damien, sondern nur ein kurzzeitiges, was beide sehr belastet, trotz ihres Glückes.


Fazit

Alles in allem war es ein wirklich gutes Buch, was vor allem durch den schwarzen Humor der beiden Damen glänzen konnte. Außerdem war das Paar des Bandes einfach toll, nicht zuletzt, da sie sich gegenseitig zurück ins Leben führten. Auch die Mythologie und die Ideen können ganz klar punkten, welche jedoch Abzug erleiden müssen durch das zu schnelle Ende. Ebenso stört die sofortige Anziehung beider Figuren ein wenig, sowie das Ende, was mich persönlich unzufrieden stellt, da beide nicht für immer glücklich miteinander leben können.


Wolfsgesang bekommt:
4,5/5 Herzen




Band 2: Wolfsgesang
Band 9: Wolfsfeuer
Band 10: Wolfsmagie
Band 11: Wolfsflüstern

1 Kommentar[e]:

  1. Ich habe Dich getaggt:

    http://anettsbuecherwelt.blogspot.de/2012/11/tag-und-das-gleich-zweimal.html

    Liebe Grüße
    Anett.

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