Mittwoch, 7. November 2012

[Rezension] Das Mondgeheimnis von Stefan M. Fischer

Mittwoch, 7. November 2012



Umfang: 141 Seiten
Preis (E-Book): 3,99 €uro
Preis (Taschenbuch): 11,99 €uro
ISBN: 978-3-9435-1600-5




Klappentext

Alena ist eine bildhübsche Studentin, die sich aufgrund eines traumatischen Kindheitserlebnisses der Liebe und dem Leben verschließt. Sie spinnt als Schutz ein Netz aus Lebenslügen um ihre Seele. Doch als sie den Künstler Ondrej kennenlernt, merkt sie, dass sie mehr vom Leben will. Doch da ist nicht nur ihre emotionslose Beziehung mit Vlado, sondern auch die Sache mit ihrer Mutter - und das Mondgeheimnis. (Text- & Bildquellen: Stefan M. Fischer)


Meine Meinung

Auf dieses Buch bin ich durch den Autor Stefan M. Fischer gekommen, der mir freundlicherweise eine E-Mail schrieb und mir eines seiner Bücher anbot. Da ich bereits beim Lesen der Leseprobe total angetan war von diesem Buch, nahm ich sein Angebot dankend an und war schon gespannt darauf, denn auf den ersten Blick wirkt es anders als das, was ich sonst lese. Doch schlecht war es definitiv nicht!

Die Handlung fängt mit einem Blick in Alenas Kindheit an, wobei eine wirklich schreckliche Nacht dargestellt wird. Denn in dieser Nacht stirbt ihr Bruder durch die Hand ihres Vaters. Man bekommt sehr viele Eindrücke und Informationen vermittelt. Jedoch wirkt die Szene irgendwie schwammig, so als wäre das was dargestellt wird nicht die ganze Wahrheit. Ich war sehr gespannt, wie es weitergeht und interessiert an der Wahrheit, denn zu Beginn und während der Geschichte stellte ich mir die Frage, ob Alena irgendwie krank im Kopf ist. Dennoch glaubte ich nicht, dass das die Wahrheit ist und glücklicherweise klärte es sich dann auch auf.
Anschließend macht man einen Sprung in die Zukunft. Alena ist nun erwachsen, Anfang Zwanzig und studiert Medizin, da sie Ärztin werden will. Sie hat sich ihr eigenes Leben aufgebaut, ist jedoch weniger glücklich und weiß nicht so richtig, warum sie überhaupt existiert. Allein ihrer besten Freundin und Mitbewohner in Magdalena traut sie sich an im Gegensatz zu ihrem Fast-Freund Vlado, bei dem sie immer versucht, Abstand zu halten. Sie ist bildhübsch und beliebt bei Jungs, was ihr allerdings gleichgültig ist. Durch ihre Kindheit ist Alena von Natur aus kalt und gefühllos, wünscht sich jedoch tief in sich drin Wärme und Geborgenheit, eine Person, die sie liebt. So wirklich kam ich jedoch mit ihrer schwierigen Art nicht klar. Die Verbundenheit zu ihr fehlte mir die Hälfte des Buches über.

Man merkt als Leser natürlich auch, dass sie die Erinnerung an damals einfach nicht vergessen kann und auch nicht direkt glaubt, dass ihr Vater damals verstorben ist. Das Ganze verfolgt sie und lässt sie kaum los, bestimmt ihre Gedanken.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass nicht nur Alena so ihre Geheimnisse hat und sich verstellt, sondern auch einige Nebenpersonen anders sind, als sie scheinen. Um jedoch herauszufinden, was sie haben, kann man nur weiterlesen, denn diese Aspekte fesseln einen. Spannung ist vorhanden, hält sich aber zunächst noch dezent im Hintergrund.
Doch mein Hauptproblem zu Beginn war, das ich keinen roten Faden bei den zig Handlungssträngen gefunden habe. Ich wusste nicht, wozu so viele Charaktere und Ereignisse gut sein sollen und war dementsprechend überfordert. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich einfach nicht, was ich davon halten soll. Auch da Alena kein wirklich glückliches Leben führt wirkt die Stimmung immer gedrückt, was mir irgendwann nicht mehr wirklich gefiel, auch wenn ich es gut nachvollziehen konnte.
Doch dann kam die Rettung namens Ondrej. Als er ins Spiel kommt blüht Alena förmlich auf, lässt sich von seiner künstlerischen Ader verzaubern und einnehmen. Er strahlt die Wärme und das Glück aus, was sie sucht und weckt Gefühle in ihr. Für mich der absolute Aufschwung, und genauso gut ging es weiter!

Mit zunehmender Seitenzahl zeigte sich dann auch, wozu manche Personen nun eigentlich da sind – man muss nur ein wenig mehr geduldiger sein als ich. Es zeigt sich außerdem, wer gute Miene zum bösen Spiel macht oder umgekehrt. Auch der rote Faden lässt sich nun blitzschnell aufnehmen, seitdem Ondrej das Licht in Alenas Dunkelheit wurde. Man erkennt endlich die einzelnen Rollen der Charaktere – ich hatte einfach nur leichte Startschwierigkeiten.
Hierbei kann ich auch erwähnen, dass die Nebenpersonen ala Magda, Vlado und Petr, dessen Freund – mehr oder weniger – alle sehr tiefgründig ausgearbeitet sind und eine bestimmte Rolle zugeteilt bekamen. Keinesfalls schlecht, man merkt sofort, wer welche Rolle zugeteilt bekam. Jedoch wäre erwähnenswert, dass nicht nur Alena sich entwickelt, sondern auch Magda, Vlado und vor allem Petr viel durchmachen und sich zum besseren Wandeln.
Außerdem kann ich sagen, dass jede Person, egal wie winzig ihre Rolle ist, irgendwas zu dem absoluten Drama beiträgt. Verdammt, wie toll ich das fand ist kaum mit Worten zu beschreiben!
Die komplette Wahrheit von Alenas Geschichte erfährt man erst ganz am Ende und bis dahin muss man ordentlich mit den Charakteren leiden. Ich kann frech heraussagen, dass niemand, wirklich niemand dieses Ende herbeigesehnt hätte und man wirklich total im Dunkeln tappt. Es war genial, eine grandiose Steigerung!
Am Ende war ich einfach nur noch platt und absolut überrascht!


Fazit

Nach einigen Startschwierigkeiten durch einige Handlungsstränge und die kalte Schulter der Hauptperson wurde das Buch durch einen lebensbejahenden Charakter bezaubernd und fröhlich. Es steigerte sich von Beginn an bombastisch und plättete mich am Ende fast gänzlich! Charaktere entwickeln sich weiter und Geheimnisse, die einen fast den Boden unter den Füßen rauben, werden gelüftet. Ich liebe Dramen und das hier war mal wieder der Beweis dafür. Ein Buch, was wirklich eine Empfehlung verdient!


Das Mondgeheimnis bekommt:
4,5/5 Herzen

1 Kommentar[e]:

  1. Das Buch klingt total gut! Werde es mal auf die wunschliste packen!
    Danke für die schön beschriebene Rezension!

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