Mittwoch, 3. Oktober 2012

[Rezension] Wir beide, irgendwann von Jay Asher & Carolyn Mackler

Mittwoch, 3. Oktober 2012



Originaltitel: The Future of Us
Verlag: Cbt Verlag
Umfang: 394 Seiten
Preis: 17,99 €uro
ISBN: 978-3-5701-6151-7


Klappentext

Es ist Mai 1996 und die 16-jährige Emma bekommt ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später! Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. 
Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang… (Text- & Bildquellen: Cbt Verlag)


Meine Meinung

Das erste Buch, was ich von Jay Asher gelesen habe, war „Tote Mädchen lügen nicht“, welches durch seine einzigartigen Ideen meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Schlussendlich fand ich es gut, jedoch nicht überragend. Auch „Wir beide, irgendwann“ zog meine Aufmerksamkeit auf dieselbe Weise auf sich – doch, würde es diesmal mich absolut begeistern können? Da es auch noch ein sehr aktuelles Thema, nämlich Facebook, beinhaltete war ich wirklich gespannt, ob es mich vom Hocker hauen kann. Das Ergebnis: Wieder mal zu früh gefreut…

Die Handlung spielt im Jahr 1996, als gerade die ersten Computer und das Internet aufkamen. Emma ist eine der weinigen ersten, die einen eigenen Computer mit einem Internetanschluss hat. Erklärungen, die darüber handeln, wie Emma mit dem Computer und damit verbundenen Sachen umgeht, sind sehr leicht erklärt und gut verständlich.
Gut fand ich, dass man sofort im ersten Kapitel mit der Thematik konfrontiert wird. Schon hier gelangt Emma irgendwie auf das, bis dato nicht existierende Facebook, was eigentlich erst im Jahr 2004 entstand. Emma sieht auf dieser, ihr merkwürdigen und unbekannten Seite, ihre Zukunft vor sich und ist verängstigt. Ihre Reaktion ist real nachvollziehbar und plausibel: sie hat Angst.
Interessant ist hierbei, dass Josh ganz anders mit der Situation umgeht. Er hält die Seite und die dort beinhaltenden Informationen anfangs für einen Witz. Jedoch wird auch ihm schnell klar, dass sich hier die reale Zukunft von ihnen und auch die ihrer Freunde angezeigt wird.
Für mich als Leser war es sehr interessant, zusammen mit Emma und Josh ihre Zukunft zu entdecken. Vor allem, da sich die Informationen und Gegebenheiten so gut wie jeden Tag ändern, was mit dem Handeln der beiden am Tag zusammenhängt.

Beide bekommen sehr unterschiedliche Informationen über ihr Leben in 15 Jahren und reagieren darauf auch entsprechend anders. Für Emma ist ihre miserable und unglückliche Zukunft ein einziger Albtraum, dem sie irgendwie entkommen will. Für Josh dagegen könnte die Zukunft kaum eine schönere Chance auf Glück und Ansehen sein.
Auch wenn beide beschließen, nicht eigenwillig die Zukunft zu ändern, so hält Emma sich nicht unbedingt daran. Sie handelt egoistisch und denkt eigentlich nur an sich, was sie schon bald sehr unsympathisch machte. Mal davon abgesehen behandelt sie Josh alles andere als gut, und dabei waren die beiden einmal die besten Freunde. Hingegen waren mir Josh und ihre besten Freunde um Längen sympathischer und greifbarer.
Erschreckend und faszinierend zugleich fand ich, dass ein winziges Ereignis in der Gegenwart die gesamte Zukunft ädern kann. Selbst wenn Emma nur in Gedanken festlegt, dies oder das nicht zu tun, so wird ihre komplette Zukunft umgekrempelt und über den Haufen geworfen. 
Der Schreibstil der Autoren ist so flüssig, dass ich das Buch schon bald schnell weg gelesen hatte. Man merkt kaum, wie die Seiten verfliegen. Jedoch kann man nicht behaupten, dass sich die Spannung steigert, falls denn überhaupt welche aufkommt. Stört jedoch kaum, da das Buch sich weg liest wie nichts!


Fazit

Eine kurze Einschätzung zu einem echt schönen Jugendbuch, das durch einzigartige Ideen und einem flüssigen Schreibstil überzeugen kann. Jedoch gibt es eine nervende Hauptfigur, die einem etwas den Lesespaß vermiesen kann. Am Ende zeigt sich, dass man im Hier und Jetzt leben und nicht so viele Gedanken an die Zukunft verschwenden sollte. Alles kommt, wie es kommen soll und Entscheidungen führen einen dort hin.


Wir beide, irgendwann bekommt:
4/5 Herzen

4 Kommentar[e]:

  1. hmm klingt nach einem süssen Buch, aber ob ich es wirklich kaufen will, weiss ich noch nicht so genau...Danke für die Rezi

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  2. Hört sich ja ganz gut an, aber kaufen weiß ich auch nich wirklich...:)

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  3. Ich habe das Buch hier schon liegen und bin gespannt wie es mir gefallen wird.

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  4. Schöne Rezi!
    Ich fand Emma genau so nervend, aber am Ende ging es eigentlich wieder. Aber auch Josh war mir wesentlich sympatischer... :)

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