Samstag, 6. Oktober 2012

[Rezension] Saphirtränen 01. Niamhs Reise von Jennifer Jäger

Samstag, 6. Oktober 2012




Titel: Niamhs Reise
Reihe: Saphirtränen #1
Umfang: ca. 150 Seiten
Preis: 1,49 €uro
ASIN: B008DSQ762
Leseprobe



Klappentext

Die Tränen der Göttin regneten auf die Erde herab, brachen sich im Sonnenlicht und ließen einen schillernden Regenbogen entstehen. Als seine Farben den Erdboden berührten, formten sich vier Schmuckstücke, jedes von ihnen mit einem einzigartigen Edelstein versehen.
Die junge Ilyea Niamh lernt früh, dass sie anders ist als die anderen Wald-Ilyea. Sie ist eine Ausgestoßene, Verachtete, Verspottete. Doch wer hätte auch wissen sollen, dass das Mädchen mit den saphirblauen Augen einmal das Schicksal ihrer Welt auf den Schultern tragen würde... (Text- & Bildquellen: Jennifer Jäger)


Meine Meinung

Durch puren Zufall bin ich letztens auf dieses Buch gestoßen und hatte Glück, dass mir die Autorin freundlicherweise ein digitales Exemplar zukommen ließ. Ich war schon sehr gespannt darauf, da man schon so einiges von diesem Werk gehört hat und fing auch bald damit an – und war in vielerlei Hinsicht überrascht.

Schon der Prolog überraschte und zog mich in seinen Bann. Man bekommt vermittelt, wie die Welt, in der die Handlung spielt, entstanden ist. Ich fand, dass das eine tolle Einführung war und mit diesem schönen poetischen Schreibstil taucht man sofort direkt ein. Schon hier entsteht ein gewisses Konfliktpotenzial, was Spannung aufwirft.
Auf Anhieb gefiel mir auch die schöne optische Gestaltung der Kapitelanfänge, die das Auge erfreuen.
Besonders erfreut habe ich mich an der gestalteten Welt und an den Figuren. Die Rasse der Ilyea gefiel mir sehr und erinnerte mich irgendwie an Baummenschen, was mir sehr gefiel. So etwas habe ich noch nicht gelesen und ist definitiv etwas Neues in der Literatur. Auch ihre Sitten und Bräuche überzeugten mich und ich war hin und weg.
Es geht vor allem um die junge Niamh, die schon als kleines Kind erfahren musste, dass sie anders ist, als die anderen Ilyea ihrer Art. Sie wäre gern normal und da sie von allen gemieden wird, ist sie sehr einsam und traurig. Bei einem Ritual, bei denen sie zu den Erwachsenen gehören soll, überfallen Dämonen, die Feinde der Ilyea, das Dorf und nehmen sie und die Dorfälteste mit. Hier beginnt die Handlung so richtig und das schon nach kurzer Zeit.

Doch ab da fiel mir auf, wie schnell insgesamt alles verflog. Ehe ich mich versah, kam auch schon das Ende und ließ mich ziemlich unbefriedigt zurück. Ich hätte mich sehr über die ein oder andere Verschnauf- oder Gedankenpause der Figuren gefreut. Ein langsamerer Grundton hätte der Geschichte gut getan.
Niamh wird daher schon bald gefordert und lernt auch Edan kennen, der ein Mischling mehrerer Ilyea-Arten ist. Er erklärt ihr, was sie ist und was sie so besonders macht. Das sie die Schachfigur eines riesigen Spieles ist, wird ihr auch bald klar, auch ohne seine Erklärungen. Jedoch finde ich auch hier hätte man es weiter ausdehnen können.
Edan ist eine Figur, die mir besonders gefiel, auch wenn seine Motive nicht ganz klar sind. Aber auf die wird sicherlich im nächsten Band mehr eingegangen. 
Ab und zu war ich auch verwirrt, da die Gedanken von Niamh die gleichen Anführungszeichen besitzen wie die gesprochenen Sequenzen. Dabei kam ich öfters mal durcheinander. Das sollte man auch im nächsten Band anders machen.
Das Ende kam schließlich sehr abrupt, so wie oben schon angedeutet. Irgendwie hatte ich mir mehr gewünscht und war ziemlich enttäuscht, dass es nach so kurzer Zeit schon wieder zu Ende war.


Fazit

Ein tolles Werk einer jungen Autorin, was durch eine einzigartige Welt und einem absolut schönen und poetischen Schreibstil überzeugen kann. Die Figuren haben eine weitreichende Tiefe und sind einem auf Anhieb sympathisch, auch wenn sie zur bösen Seite gehören. Ein Störfaktor war dagegen die Vergänglichkeit, so war das Werk ziemlich kurz gehalten und zwischendurch gab es keine Verschnaufpause, die angebracht gewesen wäre. Die Handlung war überlagert und durch falsche Formatierung konnte auch mal Verwirrung aufkommen. Insgesamt überzeugten aber die positiven Aspekte und lassen mich schließlich erfreut auf den nächsten Teil warten!


Niamhs Reise bekommt:
4/5 Herzen


2 Kommentar[e]:

  1. Hallo Lisa,

    ich kann Dir nur zustimmen, der Schreibstil von Jennifer Jäger ist wirklich unglaublich schön und poetisch. Ich war selber auch total begeistert von dem Buch und hätte mir auch gewünscht, dass es länger ist. Jetzt heißt es also sehnsüchtig auf Band 2 warten :)

    LG
    Monika

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  2. Hey! (:
    Wirklich toller Blog! Deine Rezensionen gefallen mir richtig gut (: Wäre toll,wenn du auch mal auf meinem Blog vorbeischauen würdest (: Der ist neu ;)

    http://petersbuecherkiste.blogspot.de/

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