Sonntag, 9. September 2012

[Rezension] Cold Belt 01. Feuerblut von Deborah C. Winter

Sonntag, 9. September 2012



Titel: Feuerblut 
Reihe: Cold Belt #1
Umfang: 155 Seiten
Preis: 12,99 €uro
ISBN: 978-3-8491-1688-0


Klappentext

Lilly ist 17 und zieht mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder aus New York weg, da ihr Vater in Harts wieder Arbeit gefunden hat. 2027 hat die Erde ihren Dritten Weltkrieg gut überstanden und baut sich wieder eine Wirtschaft auf. Der Krieg fand damals mit den Vampiren statt, die sich öffentlich zu ihrer Rasse bekannten. Da man sie aber jagte wie Tiere, wehrten sie sich und so kam es zu einer weltweiten Krise. Die Menschen schufen die Cold Belts, Sicherheitsreservate, getrennt von den Menschen, so dass beide Rassen in Frieden leben können. 
Jedoch halten sich nicht alle daran, viele brechen aus, mischen sich unter die Menschen. Und auch Menschen schleichen sich in die Cold Belts, da sie gebissen werden wollen, um ebenso ein Vampir zu werden. Lilly und Caleb freunden sich an, bis er ihr sein Geheimnis anvertraut… (Text- & Bildquellen: Deborah C. Winter)


Meine Meinung

Von allein wäre ich wahrscheinlich nicht so leicht auf dieses Buch bekommen – jedoch bekam ich eine E-Mail von der Autorin, die mir anbot, dass ich das Buch rezensieren könne. Ich habe mich darüber gefreut, wie ein Honigkuchenpferd, immerhin war das das erste Mal, dass ich gefragt wurde! Der Inhalt des Buches klang auch nicht schlecht, und so habe ich schließlich zugesagt, war gespannt, was kommen würde und habe mich überraschen lassen.

Was zu Beginn unbedingt angesprochen werden sollte: Das Glossar und die Weltkarte sind echt nette Zusätze, die das Buch super abrunden. Informativ und hilfreich für die weitere Geschichte, die kommen wird.
Dann kam der Prolog, der vor der eigentlichen Handlung spielt, nämlich zu dem Zeitpunkt, an dem das Dasein der Vampire verkündet wird. Fand ich gut gewählt als Einstieg – vor allem, da sofort die Frage aufkam, ob so wohl ein friedliches Zusammenleben gesichert ist?
Schließlich wird zur eigentlichen Geschichte geswitched. Die spielt 2027 und man lernt Lilly und ihre Familie kennen. Und damit auch das erste Problem: sie müssen aus New York wegziehen. Ihr Vater hatte vor Monaten durch eine Weltwirtschaftskrise seinen Job verloren und nun in dem Örtchen Harts einen neuen als Vampire Officer gefunden. Dort gibt es einige Cold Belts, wodurch die Vampire anschließend ins Spiel kommen. Für mich waren das alles sehr tolle Ideen der Autorinnen. Es hat Spaß gemacht, immer mehr darüber zu erfahren.
Lilly lernt man als ein ganz normales Mädchen kennen. Sie liest gern Bücher, spielt leidenschaftlich gern Violine und ihr Traum ist es, auf die ganz große Bühne zu kommen und dort zu spielen vor einem riesigen Publikum. Mir war sie auf Anhieb sympathisch, und das ist das A und O bei einer Geschichte. Ohne sympathische Hauptfiguren macht das Buch meistens überhaupt keinen Spaß.

Lilly scheint jedoch auch sehr begeistert von den Vampiren zu sein, wie praktisch, dass sich ein Cold Belt genau neben ihrem neuen Haus in Harts befindet. Mir stellte sich allerdings die Frage, warum ist sie plötzlich, als sie erfährt, dass sie umziehen, so verdammt neugierig auf die Vampire? Das habe ich leider nicht herausfinden können, es war einfach so.
Dazu kann man sagen, Anfangs passiert wirklich nicht sehr viel. Lilly und ihre Familie leben sich in Harts ein, das war es schon fast. Nett waren die ganzen Informationen über Vampire und das Zusammenleben mit ihnen, ab und an jedoch waren diese mir zu viel und traten zu geballt auf. Schön waren diese Ideen trotzdem.
Nach einiger Eingewöhnungszeit lernte Lilly dann schließlich ihren männlichen Gegenpart kennen: Caleb. Den trifft sie auf einer Party, wo er sie ohne weitere Umschweife zum Tanzen auffordert. Er ist sehr mysteriös und geheimnisvoll und insgesamt war es eine sehr schöne erste Szene, die die beiden miteinander teilten. Wenn ich zu Caleb ein passendes Substantiv finden müsste, dann würde ich sagen: Schlitzohr – denn das ist er für mich. Er weiß genau, was er wie machen muss, ist von sich überzeugt und man kann sagen, er hat so gut wie alles selbst in der Hand. Aber er kann genauso gut romantisch sein. Er ist außerdem sehr selbstsicher und weiß, wie er auf Frauen wirkt. Seine grobe Art, die er Lilly gegenüber bringt ist mir von Anfang an verständlich, man muss nur mal überlegen, was für ihn alles auf dem Spiel steht.

Die Geschichte nimmt so ihren Lauf. Lilly und Caleb treffen öfters aufeinander, wo mir jedoch eines auffiel: Lilly ist und handelt in vielen Situationen einfach zu perfekt. Das störte mich, ich meine, sie kann super gut mit allen möglichen Kerlen, ihrer Mutter und dann auch noch hochzickigen Mädchen umgehen. Woher hat sie diese Lebenserfahrung und Menschenkenntnis mit ihren 17 Jahren? Sie hatte immer einen guten Rat auf Lager, doch auch hier die Frage: Woher? Außerdem waren, meiner Meinung nach, viel zu viele Kerle in sie verliebt. Das war mir einfach too much.
Weiterhin schmücken viele kleine Rätsel die Handlung, allerdings fand ich es nicht wirklich spannend und an manchen Stellen etwas öde. Später jedoch dachte ich anders darüber. Die Handlung und die Story haben einfach sanfte Töne, die für mich zu sanft waren. Keinesfalls schlecht, nur ich bin aufregenderes gewohnt. Das Buch fing leise an und steigerte sich zum Ende auch etwas. Jedoch blieben die sanften Töne und ich kann mir vorstellen, dass sehr viele das richtig gut finden. Meins war es allerdings nicht wirklich, da hätte ruhig mehr passieren können.
Ein Highlight gab es für mich allerdings doch. Das war die Szene, als Lilly Caleb regelrecht träumen ließ. Für mich absolut herzzerreißend und unglaublich schön!

Gegen Ende merkt man, worauf die Rahmenhandlung hinaus laufen wird. Die Vampire brechen aus den Cold Belts aus und sind mehr als unzufrieden mit ihrer Situation. Es scheint, als bahne sich ein zweiter Krieg zwischen den Menschen und den Vampiren an. Man lernt andere Clans kennen, die nicht so friedlich sind, wie der von Caleb. 
Genauso interessant und eine nette Abwechslung war für mich das Liebesgeflecht rund um Lilly und ihre Clique, außer eben Lillys perfekten Ratschläge.
Das Ende kam schnell, ich hatte es fast übersehen und war überrascht, dass das Buch schon zu Ende war. Ich hatte auf den großen Knall gewartet, aber da das Buch so sanfte Töne anschlägt, hab ich ihn irgendwie übersehen, aber nicht weiter schlimm.


Fazit

Alles in allem ein sehr zartes und sanftes Buch, was bei vielen Lesern sicherlich großen Anklang findet. Vor allem die originellen Ideen überzeugten mich und mit etwas mehr Action, auf die ich im zweiten Band hoffe, wäre es für mich noch besser gewesen. Jedoch hoffe ich, dass Lilly dann nicht mehr so perfekt rüberkommt und alles etwas spannender wird – jedenfalls für mich. Insgesamt ein sehr tolles Debüt einer jungen Autorin, was sich sehen lassen kann!


Feuerblut bekommt:
3,5/5 Herzen


Cold Belt

Band 1: Feuerblut
Band 2: Schattentraum

1 Kommentar[e]:

  1. Lisaaaaaa <333333 +kussi geb+
    Ui *_* Was eine schöne Rezension, vielen Dank dafür ^^ Da freu ich mich aber, auch wenn es leise Klänge sind +lach+
    Ich werde mich für Band 2 noch ordentlich ins Zeug legen, versprochen ;)!!!!!!
    LG
    Deborah :*

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