Donnerstag, 30. August 2012

[Rezension] Die Tribute von Panem 03. Flammender Zorn von Suzanne Collins

Donnerstag, 30. August 2012



Originaltitel: Mockingjay
Reihe: Die Tribute von Panem #3
Umfang: 428 Seiten
Preis: 18,95 €uro
ISBN: 978-3-7891-322-09


Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.


Klappentext

Katniss lebt! Schwer verletzt wurde sie von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Allerdings ist sie damit noch lange nicht außer Lebensgefahr. Doch Katniss’ einzige Sorge gilt Peeta, der in den Hungerspielen sein Leben für sie gelassen hätte. Die Regierung hat ihn gefangen genommen, ihn gefoltert und seinen Willen gebrochen, um ihn als Werkzeug für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das Ziel des Kapitols: die endgültige Vernichtung der Aufständischen. Und zu denen zählt auch Gale, Katniss’ treuer Freund aus Kindheitstagen… (Text- & Bildquellen: Oetinger Verlag)


Meine Meinung

Ja, das Ende der Panemtrilogie – ich persönlich hab es etwas hinausgezögert, ich wollte noch nicht, dass es vorbei ist. Außerdem hatte ich etwas Angst. Immerhin wusste ich, es sollten viele Personen sterben und so habe ich mich erst nicht herangetraut, aber schließlich war es dann soweit. Und? Es war anders, als ich erwartet habe.

Das Buch beginnt mit Katniss, die ihren Heimatdistrikt 12 besucht, von dem mittlerweile nur noch Schutt und Asche übrig ist. Es wird beschrieben, das etwas Zeit vergangen ist seit dem zweiten Band. Außerdem erfährt man, dass Katniss nicht schutzlos dort abgesetzt wurde, die Hovercrafts aus dem unterirdischen Distrikt 13 und Gale stehen ihr zur Seite. Katniss schaut sich jede Zerstörung an und den Leser selbst stimmt es traurig, wie unbarmherzig das Kapitol mit diesen einfachen Menschen umgegangen ist.
Einige Zeit begleitet man Katniss im Distrikt 13, der ganz anders ist als Distrikt 12. Man bekommt das Leben dort durch Katniss nah gebracht, was für mich sehr interessant war. Es ist ein ganz anderes Leben, aber nicht unbedingt besser.
Schon bald erfährt man dann auch genauer, was mit Peeta passiert ist. Der wird vom Kapitol gefangen gehalten und soll dort via Medien als Propagandamittel dienen, die Aufständischen zu beruhigen und den Krieg abzuwenden. Denn es gibt glasklar zwei Seiten: die Rebellen und das Kapitol – und nicht jeder ist auf der Seite, auf der er zuerst steht.
Jedoch hat das Kapitol mit dem angeblichen Waffenstillstand keine guten Absichten, sondern will nur einen Krieg, den sie eindeutig gewinnen können.

Auch alte Bekannte, wo man ein Wiedersehen nicht für möglich gehalten hat, trifft man dort wieder. Katniss soll den Spotttölpel symbolisieren und bekommt dafür Cinnas altes Team zur Verfügung gestellt, die alles andere als freiwillig in Distrikt 13 sind. An ihnen sieht man, dass Distrikt 13 nicht weniger unmenschlich ist als das Kapitol, aber selbst Katniss realisiert es nicht so sehr. Jedenfalls fand ich es schön, auch hier wieder Cinnas Einflüsse und Werke zur Verfügung zu haben – er war einer meiner Lieblingscharaktere.
Das Buch hat einige Hauptthemen, die ohne großes Drumherum verfolgt werden. Im Vordergrund steht der Krieg zwischen den Rebellen und dem Kapitol. Die Befreiung Panems ist das Ziel der Rebellen und dafür brauchen sie ein Mediengesicht, was Katniss als Spotttölpel darstellen soll. Diese Themen zusammen waren für mich außerordentlich spannend zu beobachten und raubten mir manchmal regelrecht den Atem, wie man es aus den anderen Teilen der Trilogie kennt.
Neben Katniss wurden noch weitere Charaktere aus der Arena gerettet, wie Finnick, dem es mit dem Wissen, dass seine große Liebe in den Händen des Kapitols ist, auch nicht besser geht als Katniss. Beide Freunden sich mit der Zeit richtig an, da sie sich gegenseitig verstehen können, und dabei geht das sehr herzlich von statten.

Sowohl das Kapitol, als auch die Rebellen, schenken sich nichts und so müssen beide Seiten den einen oder anderen Rückschlag in Kauf nehmen. Dabei gehen Intrigen von sich, egal ob zwischenmenschlich oder militärisch. Man kann es nur schwer durchschauen und das ist verdammt gut gemacht.
Gegen Ende des Buches kommt dann der sehnlichst erwartete Angriff auf das Kapitol. Ab hier wird das Buch anders: brutaler, krasser, kaum realisierbar. Ich konnte manches kaum verarbeiten, war schockiert und musste das Öfters sacken lassen. Am schlimmsten war, wie viele tolle und wichtige Personen abartig brutal sterben. Am Ende waren so gut wie keine Figuren mehr übrig. Klar, es ist ein Krieg, aber das fand ich etwas übertrieben.
Schließlich kam das total überraschende Kriegsende, mit einer erschreckenden Tatsache im Gepäck, die vor allem Katniss Meinung total über Bord wirft. Jedoch waren es noch über 50 Seiten und ich fragte mich zu diesem Zeitpunkt, was wohl noch kommen mag? Auf denen wurde einem als Leser noch einmal nervlich die letzten Reste abverlangt Und dann war das Buch zu Ende, mit einem Blick in die Zukunft von Panem. Ging für mich dann etwas zu schnell, aber konnte ich verkraften.


Fazit

Ab einem bestimmten Punkt war das Buch anders als seine Vorgänger: brutaler, unmenschlicher und abartiger. Für mich schon fast zu viel, vor allem eine Szene war so schlimm, dass ich nicht weiterlesen konnte und darüber nachgedacht habe. Nachdenken, dazu regt das Buch einem auf alle Fälle an. Bis zum absoluten Finale war es ein spannender, atemberaubender Weg, in jedem der Bücher. Das Ende selbst viel etwas dürftig aus, aber das konnte ich dann durch die spannende Handlung doch verkraften. Eine Trilogie, um die man nicht drum herum kommt – sollte man lesen!


Flammender Zorn bekommt:
5/5 Herzen



Die Tribute von Panem

Band 3: Flammender Zorn

2 Kommentar[e]:

  1. Ich fand Band 3 nicht ganz so gut wie Band 2 [schon allein aus dem Grund dass ich Finnick und Castor vermisse...] aber dennoch kann ich dir in vielen Punkten nur zustimmen - spannend und atemberaubend ist es in jedem Fall, das Buch!
    Wie immer eine sehr schöne Rezension ;)

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  2. Mir kam das Buch einfach so viel "steriler" vor als die Vorgänger. Die Reihe war ja echt super, aber der Dritte war nicht ganz so klasse - fand ich. Aber dennoch echt klasse!

    Liebe Grüße
    Sarah

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