Samstag, 11. August 2012

[Rezension] Das Blut des Dämons von Lynn Raven

Samstag, 11. August 2012



Autor: Lynn Raven

Reihe: Dämonentrilogie #3
Verlag: Cbt Verlag
Umfang: 447 Seiten
Preis: 8,99 €uro
ISBN: 978-3-570-30765-6
Leseprobe


Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.


Klappentext

Das Glück von Dawn und Julien scheint nur von kurzer Dauer: Dawn schwebt in Lebensgefahr, ihr Körper versagt langsam, aber unaufhaltsam. Allein Juliens Blut hält sie noch bei Kräften. In seiner Verzweiflung weigert der sich, das Unausweichliche hinzunehmen, und will Dawn mithilfe der mystischen Kräfte seiner Vorfahren retten. Dafür bricht Julien ein ehernes Gesetz der Welt der Lamia – ein Verbrechen, für das es nur ein Urteil gibt: den Tod… (Text- & Bildquellen: Cbt Verlag)


Meine Meinung

Den letzten Teil der Trilogie hatte ich, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, noch nicht gelesen. Dementsprechend war ich riesig gespannt darauf, auch, weil ich schon einiges gehört habe. Deswegen habe ich mich auf jede Menge Emotionen eingestellt und bekam diese auch, viel stärker als erwartet.

Wie die beiden Vorgänger beginnt das Buch aus einer kursiven Sicht, die diesmal eindeutig Julien gehört, was man sofort erkennt. Man spürt sofort seine Verzweiflung, da er nicht weiß, wie er Dawn helfen soll, der es Tag zu Tag immer schlechter geht. Er beschließt schlussendlich alles aufs Spiel zu setzen. 
Daran sieht man, dass schon die ersten wenigen Seiten totale Emotionen sind. Und das zieht sich wirklich über das ganze Buch hinweg.
Bastiens Worte, die soviel wie: „Mit dir hat es sich demnächst eh erledigt“, lauteten sind der Alltag bei Dawn und Julien geworden. Unausweichlich sieht man das Buch über, wie es Dawn dahinrafft, immer und immer wieder. Die Verzweiflung ist so greifbar, denn Julien versucht eine Lösung zu finden während Dawn versucht, ihr übriges Leben auszuschöpfen, bevor sie sterben wird.
Es ist schrecklich, die beiden immer zu so leidend und so hoffnungslos zu sehen. Das zieht einen als Leser runter und ich musste des Öfteren eine Pause machen, um mich zu sammeln. Insgesamt ist die Grundstimmung des Buches im Gegensatz zu den Vorgängern einfach nur dramatisch, emotional und nicht weit vom Rand der Verzweiflung entfernt.

Auch Juliens Bruder Adrien ist wieder mit von der Partie und verbessert die Lage der beiden nicht gerade, nein. Er hasst Dawn regelrecht und lässt sie das auch zur Genüge spüren, was Julien natürlich überhaupt nicht gefällt und es zu einem großen Zwist der beiden kommt. Mir ist Adrien, man kann sagen, was man will, einfach mehr als unsympathisch. Ich habe ihn nie so richtig verstanden.
Neben Dawns Ich-Erzähler-Sicht und der kursiv dargestellten Sicht von Julien gibt es noch eine andere Schriftart, die die Sicht von Gerard, dem härtesten Gegner der beiden, darstellt. Wenige Male erfährt man etwas von seinen Plänen und Intrigen, was ich persönlich gut gewählt finde. Man bekommt immer wieder mit, wie dicht er den beiden auf den Fersen ist und wie weit voraus er plant, was beim Leser nicht gerade Hoffnung aufkommen lässt.
Den Humor, den sonst vor allem Julien immer versprüht hat, ist hier überhaupt nicht vorzufinden. Es ist das ernsteste und gleichzeitig emotionsgeladenste Buch der Trilogie, was kaum zu toppen ist. Ich stand die ganze Zeit total unter Spannung beim Lesen und auch danach war ich mit den Nerven am Ende. Man hält es einfach kaum aus, es ist zum zerreißen spannend!

Irgendwann wendet sich alles komplett, es gibt Hoffnung für Dawn, dafür gerät Julien in größte Gefahr. Mit dem Ortswechsel nach Frankreich lernt man Dawns anderen Onkel Mircea und ihren Großvater kennen, wobei letzter mir genauso unsympathisch erscheint wie Adrien.
Auch hat der Rat für sie einen neuen Mann auserkoren, der um ihre Hand anhalten kann, und zwar Olek. Den fand ich ja persönlich richtig klasse, ein Vourdranj wie Julien es war. Eine total tolle Persönlichkeit, die Dawn hilft so weit er kann und einfühlsam ist. 
Man lernt noch viel mehr Lamia kennen und auch schlussendlich den Rat der Lamia, wobei man zusammen mit Dawn eine Ratsversammlung innewohnt, die es in sich hat.
Schlussendlich kam das große Finale, mit mehreren Überraschungen. Nachdem ich einige Tränchen verdrückt hatte durch den Entschluss des Rates kam alles anders, alle Vernunft wurde über Bord geworfen und explosiv wurde man dann zum Epilog geleitet, der alles erklärte und einen als Leser mehr als zufrieden zurückließ. Für mich glasklar das beste Buch aus der Trilogie, unangefochten eines der besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe, vor allem was die Emotionen angeht.


Fazit

Ich hoffe, ich konnte halbwegs Worte finden, um dieses Buch zu beschreiben. Es war für mich ein Buch, was Seite um Seite aus puren Emotionen bestand, vor allem Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Als Leser hat es mich total mitgenommen und fast zerrissen. Danach war ich einfach nur schockiert und musste die Geschehnisse verdauen, aber Lynn Raven hätte keinen besseren Schluss für Juliens und Dawns Geschichte finden können. Wer diese Trilogie nicht kennt, verpasst etwas!


Das Blut des Dämons bekommt:
5/5 Herzen



Die Dämonen Trilogie

Band 2: Das Herz des Dämons
Band 3: Das Blut des Dämons

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