Freitag, 1. Juni 2012

[Rezension] Zwielichtlande 02. Schattentanz von Erin Kellison

Freitag, 1. Juni 2012



Titel: Schattentanz
Originaltitel: Shadow Fall
Reihe: Zwielichtlande #2
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 381 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8472-5
Leseprobe



Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten.


Klappentext

Custo Santovari hat im Kampf gegen seelenlose Dämonen sein Leben verloren und wurde vom Tod ins Jenseits geleitet. Aber der einstige Kämpfer ist noch nicht bereit, die Welt der Lebenden zurückzulassen, denn die Seelenlosen sind längst nicht besiegt und er hat geschworen, seinem Freund Adam Thorne beizustehen. Es gelingt Custo, den Tod zu überlisten und in die Zwielichtlande zu gelangen, das Reich zwischen Erde und Himmel, ein Reich der Mythen und der Magie. 
Als er auf einer Waldlichtung eine wunderschöne Tänzerin erblickt, ist er sofort gefangen von ihrer Erscheinung Die sterbliche Ballerina Annabella hingegen ahnt nichts von ihrer Fähigkeit, beim Tanzen die Grenze zwischen den Welten zu durchbrechen. Durch ihre Magie gelingt es Custo, in die Welt der Sterblichen zurückzukehren. Aber er ist nicht der Einzige, der auf die junge Tänzerin aufmerksam geworden ist: Ein gefährliches Schattenwesen aus den Zwielichtlanden hat mit Custo die Grenze überschritten und folgt nun Annabellas Spur. 
Custo sieht sich plötzlich hin- und hergerissen zwischen seiner Pflicht, Adam gegen die Seelenlosen beizustehen und Annabella zu beschützen. Doch wie kann ein Engel eine Sterbliche lieben? (Text- & Bildquelle: Egmont Lyx)



Meine Meinung

Der erste Band der Zwielichtlande war damals eine Überraschung für mich. Es waren sehr tolle, neue und vor allem außergewöhnliche Ideen vertreten, die den Lesespaß groß gemacht hatten. Sehr gefreut hatte ich mich nun also auf Custos Geschichte, den ich sehr lieb gewonnen hatte.
Und ich hatte mich zu Recht gefreut, das Buch hält meinen hohen Erwartungen stand.

Auf der ersten Seite, noch bevor die eigentliche Geschichte beginnt, bekommt man eine kleine Einleitung in die Welt rund um die Seelenlosen und die Zwielichtlande. Alles wichtige, um die Geschichte verstehen zu können wird angegeben, auch ohne Band Eins wäre das Lesen also möglich.
Gleich nach dieser Einleitung erlebt man als Leser erneut Custos Tod. Für mich hätte es keinen besseren Einstieg geben können. Diesmal das ganze aus Custos Sicht zu erleben war ziemlich schockierend und erschreckend zu gleich. Aber auch realistisch, da man seine Schmerzen real nachfühlen konnte. Es gab erste Einblicke in seine Seele, seine Kindheit und Vergangenheit. Schon hier lernt man ihn näher kennen.
Wenige Seiten später begegnet einem Annabella auch das erste Mal. Man erkennt sofort, dass sie für das Ballett lebt. Ihr ganzes Leben ist darauf ausgerichtet, nein das Ballett ist ihr Leben. Dann wird man mit verschiedenen Fachbegriffen aus dem Ballett überschüttet, womit ich als Außenstehende nichts anfangen konnte. Kleine Erklärungen dazu wären gut gewesen.
Während ihrer Ballettstunde schwebt Annabella wieder zwischen den Welten und ist zwischenzeitlich in den Zwielichtlanden. Dort begegnet ihr ein gefährliches Schattenwesen, doch sie versteht es nicht. Für sie ist es irreal. Doch das Wesen nimmt ab hier ihre Fährte auf und macht ihr das Leben zur Hölle. Auch Custo sieht sie in den Zwielichtlanden tanzen und ist beeindruckt von ihr. Außerdem finde ich diese Idee, dass Annabella mithilfe des Tanzes magische Energie freisetzt und in die Zwielichtlande gelangt einfach perfekt.

Als nächstes eine Kleinigkeit, die mir beim Lesen auffiel. Im ersten Band hießen die unsterblichen, bösartigen Wesen noch Geister, hier im zweiten Band wurden sie nur noch als Seelenlose bezeichnet. Meiner Meinung nach sollte man sich auf einen Begriff einigen.
Nachdem Custo also wieder auf der Erde war, hatte er sich erstmal den Zorn des Schattenmannes zugezogen, der die Toten durch die Zwielichtlande geleitet. Er hat ihn ausgetrickst und kam so auf die Erde zurück. Dass das noch ein Nachspiel haben wird, kann man als Leser schon ahnen.
Als Annabella und Custo dann zum ersten Mal richtig aufeinander treffen macht er es sich sofort zur Aufgabe, ihr zu helfen und sie zu beschützen. Sie wehrt sich zwar, was ihr jedoch nichts bringt. Ihr Misstrauen bleibt und für sie ist Custo ein Psychopath. Diese Reaktion finde ich sehr real nachvollziehbar und gefällt mir. Außerdem ist Annabella stark und selbstständig, was mir sehr zusagt. Ich mag es, wenn die weiblichen Hauptrollen in Büchern aus starken Frauen bestehen.
Sehr überraschend war für mich, als sie dann auf Adam treffen und heraus kommt, dass seit Custos Tod bereits zwei Jahre vergangen ist. Aber Adam ist immer noch ein Arsch, er behandelt Anna mehr als grob, auch wenn er sie nur versucht zu schützen. Mit ihm werde ich mich wohl nie anfreunden können.

Eigentlich dachte ich, der Höhepunkt der Story sei Annabellas große Ballettaufführung, da von dieser von Anfang an immer zu geredet wird. Umso mehr war ich überrascht, als diese ungefähr in der Mitte des Buches abgewickelt wurde. Da stellte sich mir sofort die Frage: „Was kommt denn da bitte noch alles?“ Nicht nur deswegen wurde die Spannung meistens relativ gleich gehalten. Jedoch steigert sich diese ab der Vorstellung und dem Auftreten des Schattenmannes, da man als Leser gespannt darauf wartet, was er mit Custo anstellen wird.
Da Custo ein Engel ist lernt man auch andere seiner Art kennen – und hier muss ich sagen, hat Erin Kellison wieder ganze Arbeit geleistet. Ich habe schon einige Engelsbücher gelesen, aber diese Ideen waren für mich sehr neu und unglaublich außergewöhnlich.
Neben diesen Dingen wird Annabella natürlich weiter von dem Schattenwolf aus den Zwielichtlanden verfolgt, der sie unbedingt besitzen will. Er besteht komplett aus schwarzer Magie und es war mega zu lesen, was er alles so veranstalten kann. Ich hatte eine Gänsehaut.
Man wird immer wieder feststellen, was für ein durchwachsener Charakter Custo eigentlich ist. So lernt man ein weiteres Familienmitglied von ihm kennen, was sehr überraschend kommt. Außerdem kann Custo auch Gitarre spielen – eindeutig meine Lieblingsszene aus dem Buch. So romantisch.
Für mich sind er und Annabella ein sehr explosives Paar, von denen ich noch nicht so oft etwas gelesen habe. Die meiste Zeit necken sie sich gegenseitig, doch sind sie auch unglaublich einfühlsam. Traumhaft.
Gegen Ende als der große Showdown kam wurde mir manches zu Komplex. Mehrmaliges Lesen war notwendig, um alles zu erfassen. Nicht unbedingt das, was ein Leser will.


Fazit

Ich fand das Buch insgesamt besser als den ersten Band, denn hier waren mir auf Anhieb beide Charaktere sympathisch. Man hat es mit einem sehr explosiven Paar zu tun, bei dem gewiss kein Auge trocken bleibt. Auch die Handlung ist durchweg spannend und man bekommt es erneut mit total außergewöhnlichen Ideen zu tun, die noch niemand so gelesen haben wird.
Wenn ihr Lust auf etwas sehr außergewöhnliches habt, dann besucht die magischen Zwielichtlande!


Schattentanz bekommt:
4,5/5 Herzen




Band 2: Schattentanz
Band 3: Schattenmann

1 Kommentar[e]:

  1. Sehr schöne Rezi :) ich muss mir den zweiten Teil auch mal anschaffen. Liebe Grüße

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