Sonntag, 17. Juni 2012

[Rezension] Gefährliche Vergangenheit von Michelle Raven

Sonntag, 17. Juni 2012



Reihe: Die Hunters #3
Umfang: 413 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8599-9

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.


Klappentext

Nach einem schweren Autounfall, bei dem ihr Freund ums Leben kam, sitzt Leigh Hunter im Rollstuhl. Geplagt von Schuldgefühlen und Albträumen führt die junge Frau ein sehr zurückgezogenes Leben. Sie arbeitet in einer kleinen Buchhandlung und hat kaum Freunde. Nur ihrem hilfsbereiten Nachbarn Logan Barker gelingt es nach und nach, sie aus der Reserve zu locken und ihr Vertrauen zu gewinnen. 
Doch gerade als sich eine zarte Liebe entwickelt, gerät Leighs Leben erneut aus den Fugen. Sie erhält anonyme Drohungen und wird schließlich sogar beinahe Opfer eines heimtückischen Anschlags. Alle Spuren weisen auf ihr altes Leben vor dem Unfall hin, an den sie keine Erinnerungen mehr hat. Doch wer kennt ihre Vergangenheit und will sich an ihr rächen? Und warum? 
Auffällig oft ist Logan in der Nähe, wenn sich etwas Derartiges ereignet, und Leigh beginnt an dem Mann, der sie aus ihrer Einsamkeit holte, zu zweifeln. Als sie dann noch von seiner dunklen Vergangenheit erfährt, die Barker vor ihr geheim gehalten hat, weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann… (Text- & Bildquellen: Egmont Lyx)


Meine Meinung

Michelle Raven ist eine wirklich klasse Autorin, egal ob sie in die Fantasyrichtung geht, oder doch bei den Thrill-Romanen bleibt. Die Hunter-Serie hat mich schon mit den ersten zwei Bänden sehr begeistert, doch nun war ich gespannt auf Leighs Geschichte, da sie ja im Rollstuhl sitzt und ich noch nie ein Buch gelesen habe über diese heikle Thematik.

Auf den ersten Seiten des Buches wird der Unfall dargestellt, welcher Leigh und ihren damaligen Freund damals ereilte. Hierbei fehlen jedoch noch die Gründe, wie es zu diesem Unfall kam. Dies wird später genauer erläutert, sonst wäre ja die weitere Spannung flöten gegangen. Diese kleine Szene als Einstieg zu wählen, war wirklich sehr gut.
Anschließend geht es in der Gegenwart weiter. Man lernt Leigh kennen und sieht, wie sie sich von ihrer Umwelt isoliert, vor allem auch von ihrer sehr herzlichen Familie, die man in den Vorgängern schon kennenlernen durfte. Leigh möchte Nähe und Liebe, aber kein Mitleid, denn das kann sie auf den Tod nicht ausstehen. Doch da sie im Rollstuhl sitzt macht sie sich selbst schlecht und hat kein Fünkchen Selbstbewusstsein mehr – eine dunkle Wolke der Traurigkeit umgibt sie. Doch trotz ihrer Behinderung will Leigh selbstständig leben und versucht alles auf eigene Faust zu bewältigen. Hier wird deutlich, dass sie eine echte Hunterstochter ist, da sie eine sehr starke Persönlichkeit besitzt.
Schon bald tritt auch Barker das erste Mal auf. Geheimnisvollerweise beobachtet er Leigh ohne dass sie irgendetwas davon ahnt. Die Frage ist bereits hier: Wieso beobachtet er eine einsame, junge Frau im Rollstuhl?
Schon bald gibt er dies jedoch auf und lädt Leigh zum Essen ein. Zwar sträubt sich Leigh anfangs gegen eine Verabredung, sagt jedoch schließlich doch zu und genießt die Zweisamkeit mit einem Mann. Hier entwickelt sich schon sehr sanft das zarte Band der Liebe.

Sehr schön war auch hier wieder, dass auch Leighs Geschwister auf dem Plan stehen. Ohne sie würde einfach irgendwas fehlen und das ganze herzliche Familiendasein wäre abhanden gekommen. Ich liebe die Familie Hunter mit ihrem vollen Vertrauen und dem starken Zusammenhalt.
Auch der schöne Besuch von Shannon, Matt, Clint und Karen hat mich sehr begeistert und ein wenig SEAL-Power kommt auch wieder vor – Gott, wie habe ich das vermisst! Clint ist einfach der Beste, er merkt auch sofort, dass bei Leigh irgendetwas nicht stimmt, denn zu diesem Zeitpunkt hat sie schon mehr als eine anonyme Drohung bekommen. Prompt wechselt er in den Beschützermodus und nimmt auch Logan mit einigen Fragen sehr auseinander. So wie ein großer Bruder seine kleine Schwester beschützen sollte – traumhaft!
Nach den ersten Treffen von Leigh und Barker trudelte bei ihr sofort die erste Drohung ein. So entsteht wieder eine Spannung, die sich mit jeder weiteren Drohung steigert. Der Thrill-Anteil vermischt sich mit der Romantik sehr gut, was einem immer wieder auffällt.
Schon bald wird einem auch klar, dass Leigh nicht nur einen Stalker hat, sondern gleich zwei Stück. Die Drohungen beginnen erst ganz harmlos, doch schon bald hat man es auf Leighs Leben abgesehen und die Situation spitzt sich immer weiter zu, genauso wie die Gefahren. 

Trotz all dem Schrecken, der Leigh widerfährt, überwiegt die Liebe zu Barker. Das ist nicht so schlimm, sondern immer wieder eine schöne Abwechslung zu den schrecklichen Szenen der Angst, der Verzweiflung und der Gefahr. 
Ihre Beziehung bahnt sich langsam und so sehr real an. Leigh fasst nicht sofort volles Vertrauen zu Barker, und selbst das bisschen was sie hat wird sehr oft auf die Probe gestellt. So hat er alle Hände voll zu tun, sie immer wieder von seiner angeblichen Unschuld zu überzeugen.
Irgendwann während des Lesens hatte ich eine sehr genaue Vermutung, wer denn ihr Stalker aus ihrem alten Leben sein könnte. Die Beweise waren für mich eindeutig, auch wenn mir noch nicht ganz klar war, wie das eigentlich gehen soll.
Aber die Enthüllungen gegen Ende, wer denn nun der wahre Täter sei, hat mich absolut umgehen – denn ich lag richtig daneben! Das war eine Überraschung, die ich nie im Leben vorhergesehen hatte. Ich selbst hätte das niemals vermutet! Aber man lernt halt nie aus. Das hat Michelle Raven wirklich richtig gut hingekriegt und führt einen als Leser richtig schön hinter’s Licht. Wäre ja aber auch langweilig, wenn man alles gleich am Anfang herausbekommt.
Nach dem ganzen Showdown, der Spannung und der Angst, ob denn nun alles gut wird, trat dies auch ein und man bekommt ein schönes Happy-End, wo man so manches auch nicht erwartet hätte.


Fazit

Für mich war das Buch absolut perfekt, es gab keine negativen Punkte, die ich dem Buch ankreiden kann. Es hat sich die volle Punktzahl wirklich verdient!
Schon allein die Tatsache, dass die Hauptperson im Rollstuhl sitzt ist einmal etwas ganz anderes, und trotzdem beharrt sie auf ihre Selbstständigkeit. Die zarten Bande der Liebe lösen schließlich den Thrill-Anteil aus, welcher sich langsam steigert und einem am Ende völlig fertig und überrascht zurücklässt. Und dann noch die herzliche Familie, mit der man es erneut zu tun kriegt, macht alles noch perfekter.
Ich freue mich jetzt schon auf Jays Geschichte – und kann es kaum erwarten! 


Gefährliche Vergangenheit bekommt:
5/5 Herzen




Band 3: Gefährliche Vergangenheit

2 Kommentar[e]:

  1. So, ich bin dann auch mal da, musste mich erst einmal durch Unmengen von Posts durcharbeiten :D
    So wie ich das jetzt verstanden habe, kann man die Bücher der Hunter-Reihe von Michelle Raven auch unabhängig voneinander lesen? Dieses hier klingt nach deiner Rezension auf jeden Fall sehr spannend - wollte sowieso immer schon mal ein Buch der Autorin lesen. Aber es gibt ja so viele :D Kannst du mir da mal ein Besonderes empfehlen?

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  2. Huhu,

    das Buch klingt so, als ob ich es mögen könnte ;)

    Eigentlich wollte ich dir aber nur mitteilen, dass du getaggt wurdest:

    http://real-booklover.blogspot.de/2012/06/ich-wurde-zweimal-getaggt.html

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