Mittwoch, 20. Juni 2012

[Rezension] Der Kuss des Dämons von Lynn Raven

Mittwoch, 20. Juni 2012



Autor: Lynn Raven
Reihe: Dämonentrilogie #1
Verlag: Cbt Verlag
Umfang:
335 Seiten
Preis: 7,95 €uro
ISBN: 978-3-570-30554-6
Leseprobe


Klappentext

Eine amerikanische Highschool. Ein düsteres Familiengeheimnis. Eine gefährliche Liebe.

Es beginnt als Liebe auf den zweiten Blick – nie im Leben hätte die junge Dawn es für möglich gehalten, dass ihre Gefühle ausgerechnet von Julien erwidert werden. Er ist der unnahbar Coole und unheimlich schöne Neue an der Highschool. Doch Julien hat ein dunkles Geheimnis, das Dawn in die Welt der Vampire führt… (Text- & Bildquellen: Cbt Verlag)


Meine Meinung

Die ersten zwei Bände der Dämonentrilogie habe ich bereits mehrmals gelesen. Jetzt möchte ich endlich die Story beenden und lese so die Trilogie hintereinander weg.
Ich fand es diesmal, auch nach dem vierten Mal, wieder sehr toll, was vor allem an Julien lag – aber natürlich nicht nur.

Gleich zu Beginn sieht man, dass das Buch zwei geteilt ist. Es gibt kurze, kursive Abschnitte, welche aus einer personalen Sicht berichtet werden. Man hat anfangs keine Ahnung, um wen es sich handelt und das mach das ganze total interessant und mysteriös. Die Identität wird geheim gehalten und so steigt sofort auf den ersten Seiten die Spannung an.
Neben diesen kurzen, personalen Szenen ist der große Rest der Geschichte aus Dawns Sicht, der weiblichen Hauptperson. Man ist ihr deswegen sehr nah, man bekommt ihre Gefühle und Gedanken in jeder Situation hautnah mit. Sie ist einen sehr sympathisch und sehr natürlich, was mir besonders gefiel.
Auch der Schreibstil von Raven passt besonders deswegen super dazu und wirkt ebenso natürlich. Man könnte denken, Dawn erzählt einem die Geschichte persönlich.
Als Leser erlebt man ihr normales Teenagerleben, sie geht zur Schule und hat eine handvoll guter Freunde, mit denen sie viel unternimmt. Doch das war nicht immer so, denn ihr Onkel ist ein mächtiger und einflussreicher Mann, weswegen sie vor einigen Jahren jede Menge Bodyguards um sich herum hatte. Doch dagegen wehrte sie sich und hat mehr Freiheiten bekommen, jedoch immer noch nicht genug. So etwas wie Normalität ist eingetreten. Zusammen mit zwei Angestellten ihres Onkels wohnt sie in seinem Haus – ihre Eltern sind vor vielen Jahren ums Leben gekommen und seitdem zieht sie ihr Onkel groß. Doch die waren Gründe bleiben verschleiert bis zum bitteren Ende.

Schließlich taucht Julien DuCraine, ein geheimnisvoller, gutaussehender, heißer Mistkerl an der Schule auf. Er ist außerordentlich schön und trägt immer eine ultradunkle Sonnenbrille, die er niemals abnimmt, wodurch er eine gewisse Arroganz ausstrahlt.
Er löst sofort einen Trubel an der ganzen Highschool aus und nachdem er nach einigen Tagen mindestens drei Freundinnen bekommen und abserviert hat, hatte er den Ruf eines Machos und Herzensbrechers. Er verhält sich auch Dawn gegenüber wie der größte Arsch auf Erden.
Doch blickt man einmal hinter die Fassade, die er perfekt aufrecht erhält, so sieht man etwas komplett anderes. Julien ist eine außerordentlich interessante Persönlichkeit mit seinen ganzen Facetten und das liebe ich so an ihm. Außerdem gibt es zwei Gründe, wieso er in Ashland Falls ist – einer davon hat mit Dawn zu tun.
Die Handlung ist fast bis zum Ende mysteriös.  Nie weiß Dawn – und somit auch man selbst als Leser – was wirklich ist und was unwirklich. Es passieren viele Dinge, die man als Mensch unmöglich realisieren und wahrnehmen kann.
Auch Dawn begreift nur langsam, was vor sich geht und geht diesen Sachen später auch genauer nach, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Die Spannung braut sich weiter auf, da man Unwirklichkeit und Wirklichkeit einfach nicht auseinander halten kann; es ist ein schmaler Grad. Das finde ich richtig gut gemacht, denn so tappt man als Leser ebenfalls eine ganze Zeit lang im Dunkeln.

Bei mir selbst kochen ab und zu auch die Emotionen über. Ich habe mit Dawn mitgefiebert, bei jedem Geheimnis, was aufgedeckt wurde. Ich habe mitgelitten, jedes Mal als Julien sie zum Weinen brachte und sie sich fragte: Wieso? Dies berührt einen als Leser und ergreift viele verschiedene Gefühlsregungen das ganze Buch über.
Zum Schluss möchte ich noch auf die Behauptung eingehen, „Der Kuss des Dämons lehne sich stark an Twilight an und sei deshalb nur ein billiger Abklatsch. Ehrlicherweise muss ich sagen, beim ersten Lesen ist mir bewusst keine einzige Gemeinsamkeit aufgefallen – und das obwohl ich Twilight mehrmals gelesen habe! Hätte ich keine Diskussion darüber miterlebt, wäre es mir vielleicht nie aufgefallen.
Klar, Julien rettet Dawn das Leben und sie schaut im Internet nach, was für ein Wesen er ist – jedoch war das auch schon so gut wie alles. Das Buch nimmt eine komplett neue Richtung ein und ist eigenständig – für mich auch viel besser und düsterer! Kein sinnloses Geschmalze.
Man sollte das Ganze einfach nicht so kritisch sehen. Immerhin gab es jede Idee in irgendeine Weise schon mal, oder nicht?


Fazit

Die Charaktere des Buches sind natürlich, greifbar und facettenreich. Man kann vor allem Julien nicht sofort durchschauen, er bleibt bis zum Ende geheimnisvoll und interessant. Die Wirklichkeit ist schwer trennbar von der Fantasie, so weiß man nie, was wirklich richtig ist. Die Emotionen kommen auch nicht zu kurz, denn man fiebert automatisch mit Dawn mit. Vergleiche zu anderen Werken – wie Twilight – fallen meiner Meinung nach nur auf, wenn man haargenau darauf achtet.
Für mich war das Buch toll, spannend und nimmt eine komplett neue Richtung ein – eine etwas andere Vampirgeschichte, überraschend und gut!


Der Kuss des Dämons bekommt:
4,5/5 Herzen



Die Dämonentrilogie

2 Kommentar[e]:

  1. tolle Rezi ;)

    bin gleich mal Leserin geworden ;)

    liebe grüße Nikki
    http://lamoimee.blogspot.de/

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  2. Ich gebe es ja zu, ich muss die Reihe wohl auch endlich mal bei mir einziehen lassen :D Ab Band 2 & 3 soll es ja sogar noch besser werden, weil es sich dann wohl zu einer richtig eigenständigen Geschichte entwickelt. Aber auch so klingt das schon toll - auch wenn ich den männlichen Mistkerlen nicht immer etwas abgewinnen kann ;)
    Wie immer eine sehr schöne Rezension! Und danke für deine Tipps zu Michelle Raven, werde ich mir zu Herzen nehmen :)

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