Dienstag, 1. Mai 2012

[Rezension] Rette meine Seele von Rachel Vincent

Dienstag, 1. Mai 2012



Originaltitel: My Soul to Save
Reihe: Soul Screamers #2
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Umfang:
287 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-89941-988-7
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse des Vorgängers enthalten.


Klappentext

Kaylee hatte sich darauf gefreut, mit Nash zum Konzert zu gehen. Aber schon nach wenigen Songs bricht der Popstar tot auf der Bühne zusammen. Kaylee versteht es nicht. Sie hätte doch wie sonst auch den Tod vorhersehen müssen! Aber da war kein Schatten, kein dunkler Nebel. Von einer Reaperin erfährt sie, dass die Sängerin ihre Seele bereits fortgegeben hatte – und wer als Nächsten sterben wird. Jemand, den sie kennt. 
Kaylee setzt alles daran, diesen Menschen zu retten, und muss dafür sogar ihre Beziehung mit Nash aufs Spiel setzen. Denn immer mehr Teenager schließen mit leuchtenden Augen einen Pakt mit dem Tod: Für Ruhm und Erfolg verkaufen sie ihre Seelen und nehmen ewige Qualen in Kauf. Dem muss Kaylee ein Ende setzen. Auch wenn sie dafür in die Welt der Dämonen muss. (Text- & Bildquelle: Mira Taschenbuch Verlag)


Meine Meinung

Der erste Band der Serie war für mich ein eher durchschnittliches Buch mit einer schönen neuen Idee. Nett, aber nicht überragend. Trotzdem wollte ich den zweiten Band lesen um zu sehen, ob die Autorin sich steigern konnte. Die Bücher hatten für mich eine zweite Chance verdient, was aber meine gemischten Gefühle zu Beginn nicht verminderten. Diese hatte ich auch nicht zu Unrecht.

Auch im zweiten Band geht es direkt los mit der Umsetzung der Inhaltsangabe, denn man findet sich zusammen mit Kaylee und Nash auf einem Konzert wieder, wo sie sichtlich Spaß haben wollen. Was jedoch schon nach wenigen Seiten kaputt gemacht wird, da die Sängerin grundlos auf der Bühne umkippt und sofort tot ist.
Kaylee wundert sich noch, warum sie nicht gespürt hat, dass sie stirbt und in den nächsten Atemzügen wird auch schon das wiederholt, was man im ersten Band über Banshees und Reaper gelernt hatte. Durch diese Wiederholungen kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen. Jedoch waren es an manchen Stellen einfach zu viele Erklärungen auf einmal, was mich öfters gelangweilt hat. Dies zog sich glücklicherweise nicht durch das gesamte Buch.
Jetzt im zweiten Band ist mir nicht mehr der schöne Schreibstil aus dem Vorgänger aufgefallen. Jetzt werden gehäuft Sachen einfach direkt genannt, ohne schöne Umschreibungen, was ich schade fand. Das hatte mir zum Beispiel sehr am ersten Band gefallen.

Dafür wird im zweiten Band die interessante Thematik des Seelenverkaufes beleuchtet. Der Pakt mit dem Teufel, wenn man es denn so nennen möchte. Hierbei wurde der Pakt Seele gegen Geld und Ruhm geschlossen.
Kaylee will also eine Frau retten, die sie eigentlich gar nicht kennt. Ihr war sie schier unbekannt, hätten Todd und Nash nichts zu ihr gesagt. Es wäre also nur indirekt ihre Angelegenheit, und trotzdem fühlt sie sich die ganze Zeit für sie verantwortlich, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Kaylee hat ein großes Herz, was ja nicht negativ ist, aber in diesem Fall ist es dann wohl einfach zu groß. 
Nash geht an die Sache ganz anders ran, er ist dagegen, dass sie sich einmischen, was ich vernünftig und erwachsen von ihm finde. 
Die Handlung war sehr durchwachsen. Anfangs fand ich sie richtig interessant, sogar spannend, aber das änderte sich schnell wieder und fast bis zum Ende plätscherte die Story nur vor sich hin. Das fand ich schade, aber für mich war es wirklich einfach nicht spannend. Es passiert viel zu wenig. Zum Ende hin gab es dann zwar wieder kleine Überraschungen und Wendungen, aber diesmal konnten sie mich nur minimal begeistern.

Die sanfte Anziehung von Kaylee und Nash, die im Vorgänger wunderschön mit Romantik verwoben war, fehlte hier gänzlich. Hier waren es dann wohl eher hormongesteuerte, liebeshungrige Teenager, die für mich einfach überhaupt nicht in die Geschichte passten. Das war eine Wandlung, die ich gar nicht nachvollziehen konnte und mich regelrecht an dem Buch störte. Schon allein das fand ich im Vorgänger viel besser.
Kaylee wurde mir auch nur bedingt sympathischer. Ihre hormongesteuerte Seite, sowie ihr überaus großer Drang sich in sämtliche Gefahren zu stürzen, ohne auf Nash oder ihren Vater zu hören störten mich. Das einzige, was mir an ihr gefiel, war ihr riesiger Mut, den sie mehrmals aufbrachte. Und ja, auch etwas bewunderte ich sie dafür, dass sie für eine Person, die sie gar nicht kennt, ihr Leben geben würde.
Wer mir sehr positiv in dem Buch gefiel, und sich wirklich weiterentwickelt hat, ist eindeutig Todd. Er hat für mich das Buch erst gut gemacht. Man lernte eine andere, emotionalere Seite von ihm kennen, da er mit der Person, die unmittelbar sterben soll, sehr verbunden war in seinem früheren Leben. Er gefällt mir so richtig gut und meistens wirkt er nicht einmal so, als würde er gar nicht mehr leben. Aber auch seine und Nashs Mutter Harmony versüßte mir die Lesestunden mit ihrer liebevollen Art, nicht nur während sie Kaylee Banshee-Unterricht gab. Und zuletzt war ich sehr froh, dass auch Emma wieder da war, die ich schon im ersten Band total klasse fand.


Fazit

Insgesamt gab es in „Rette meine Seele“ viele Dinge, die mir überhaupt nicht gefielen. Da fing es an mit der fehlenden Spannung, ging über die hormongesteuerten Teenager bis zur komplett fehlenden Romantik und unharmonierendem Schreibstil. Für mich war das Buch einfach nur durchschnittlich. Punkten konnte es allerdings mit der interessanten Thematik und einigen Charakteren, die emotionale Größe zeigten. 
Ich kann es den Fans des ersten Bandes empfehlen – euch werden diese Dinge unmöglich stören. Für alle Zweifler: schnuppert vielleicht mal rein, aber erhofft euch keine großartige Steigerung.


Rette meine Seele bekommt:
2,5/5 Herzen



Soul Screamers

Band 2: Rette meine Seele
Band 3: Halte meine Seele
Band 4: Schütze meine Seele
Band 5: Berühre meine Seele (ab Oktober 2013)

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