Freitag, 20. April 2012

[Rezension] Nichts ist endlich von Kirsten Miller

Freitag, 20. April 2012



Originaltitel: The Eternal Ones
Reihe: The Eternal Ones #1
Verlag: Bastei Lübbe
Umfang: 458 Seiten
Preis: 14,99 €uro
ISBN: 978-3-8339-0040-2
Leseprobe


Klappentext

Stell dir vor, du glaubst, dass du schon mal gelebt hast. Stell dir vor, du hast Visionen von einem Jungen, der in einem früheren Leben deine große Liebe war. Stell dir vor, du denkst, dass dieser Junge jetzt wieder lebt. Was würdest du tun? Für die 17-jährige Haven ist die Antwort klar: Sie muss diesen Jungen unbedingt finden! Hin- und hergerissen zwischen Leidenschaft und Zweifeln lässt Haven sich auf eine schicksalhafte und sehr gefährliche Affäre ein … (Text- & Bildquelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung

Es gibt zu dem Buch von Kirsten Miller sehr durchwachsene Meinungen. Meiner Freundin gefiel es richtig gut, viele andere fanden es eher mittelmäßig oder schlechter. Dementsprechend dachte ich mir, ich bilde mir selbst eine Meinung zu dem Buch – und schließe mich wohl der breiten Masse an. Mehr als mittelmäßig war das nicht.

Anfangs ist das Buch ein klein wenig verwirrend, da man mit Emotionen und unbekannten Situationen überflutet wird, die man nicht unbedingt gleich nachvollziehen kann. Das legt sich aber schon bald wieder. Handlungstypisch erfährt man, dass Haven mit ihrer unzurechnungsfähigen Mutter bei ihrer streng gläubigen Großmutter wohnt, bis sie endlich studieren kann. Da Haven Visionen hat, die ihr früheres Ich zeigt, denkt ihre Großmutter, sie sei von einem Dämon besessen und dementsprechend ist auch ihre Beziehung zueinander nicht sehr gut.
Doch dann erkennt sie im Fernsehen einen Jungen, der ihr unheimlich bekannt vor kommt. Und sie erinnert sich an früher, an ein früheres Leben. Das Problem hierbei ist, alle beteiligten Personen wissen bescheid, nur man als Leser selbst nicht. Man bekommt nur indirekt wichtige Informationen vermittelt, was auf Dauer ganz schön nervt. Auch wenn es zuerst noch einen mysteriösen Touch hat, ändert sich das bald. Zwar dauert es nicht lange, bis man mal Erklärungen bekommt, aber diese werden, wie gesagt, einfach doof vermittelt. So bekommt man dann Havens Kindheit sowie ihr Kennenlernen mit ihrem besten Freund Beau beschrieben.

Trotz der ganzen Geheimniskrämerei, die teilweise schon ziemlich gezwungen wirkte, will einfach kein Fünkchen Spannung aufkommen. Überhaupt keines. Außerdem finde ich es doch so unrealistisch, dass eine komplette Stadt gegen Haven ist, nur weil sie anders ist. Wenn die Stadt etwas größer ist, ist das doch schon mal nicht zwingend möglich. Aber na ja.
Was mir dagegen positiv auffiel, war der Schreibstil. Dieser hat mich wirklich gut unterhalten und war passend. Außerdem fand ich die Idee sehr gut, allerdings scheiterte das Ganze total an der Umsetzung. 
Denn ich habe noch mehr negative Aspekte gefunden, die eindeutig überwiegen. Denn sobald Haven und Iain sich gefunden haben, vollführen sie ziemliche Stimmungswechsel. Zuerst sind sie glücklich, kurz darauf findet sie wieder irgendwas heraus, ist stock sauer auf ihn, kann ihm jedoch auch nicht wirklich böse sein, denn er ist ja die ganz große Liebe, den sie aber erst wenige Tage kennt. Dann kriegt er sie wieder rum, sind ein paar Stunden glücklich und dann beginnt alles wieder von vorne. Dieses ewige hin und her, was sich durch den ganzen Band zieht – Not!

Für mich auch überhaupt nicht nachvollziehbar war die Tatsache, dass alle immer bescheid wussten und keiner der agierenden Personen jemals Havens Visionen hinterfragten. Auch als sie auf Iain traf, wusste er über alles bescheid, so wie jeder andere auch. Zum Beispiel nahm Beau aber auch einfach so hin, was Haven ihm erzählte. Ich weiß nicht, aber ich, als normalsterbliche Person, würde doch nicht auf Anhieb glauben, dass jemand schon mal gelebt hat und Visionen darüber hat – wenn ich es jemals glauben sollte.
Gleich darauf folgte die total aufgesetzte Beziehung, die für mich nicht nachvollziehbar war. Klar, die Idee der Autorin sagt, die beiden kennen sich aus ihrem früheren Leben und Haven hat Visionen darüber, aber: Wieso glaubt sie das alles einfach so und vertraut Iain blind? Das Mädchen ist total naiv! Sie kennt ihn gerade mal einen halben Tag und reist mit ihm um die halbe Welt, obwohl er ein Fremder ist. Vielleicht war das ganze Sinn der Sache, aber so wurde es einfach nur total überzeugen. Ebenfalls ein No-Go!
Das Ende war der einzige Lichtblick, den ich die ganze Zeit über hatte. Doch auch hier wurde einfach gespart. Wieder war die Idee gut, wieder total sch**** umgesetzt. Alles war meiner Meinung nach viel zu einfach. Sie konnten einfach so dem Bösen entkommen, ohne irgendwelche Konsequenzen. Dabei waren die Ideen des Bösen so verdammt gut!


Fazit

Wie man unschwer sieht, hat mir dieses Buch nicht wirklich gefallen – für mich glasklar eine Zeitverschwendung. Wieso? Naive Charaktere, null Spannung, keine Gefühle kommen auf. Es ist eine so verdammt gute Idee, aber meiner Meinung nach völlig verkehrt umgesetzt. Für mich eine Enttäuschung durch und durch; es gibt bessere Bücher aus dem gleichen Themenbereich.
Vielleicht sollte man es probieren, wenn man unbedingt will und sich selbst ein Bild davon machen. Aber ich rate davon ab. Ob ich den zweiten Teil lesen werde? Keine Ahnung, wohl eher nicht.


Nichts ist endlich bekommt:
2/5 Herzen



The Eternal Ones

Band 1: Nichts ist endlich
Band 2: Alle ist ewig

2 Kommentar[e]:

  1. Wir scheinen doch recht gleich über einige Bücher zu denken - erst "Damian", jetzt "Nichts ist endlich" ;) Ich bin irgendwie beruhigt, dass nicht nur ich die schlecht fand...
    Eine sehr schöne Rezension, kann dir nur zustimmen! Besonders in dem genannten Aspekt, dass Haven und Iain dauernd in irgendeiner nervigen Beziehungskrise stecken :D Nee, also echt -.-

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  2. Schöne Rezension, auch wenn dir das Buch nicht so ganz zugesagt hat. Eigentlich schade, hat sich ganz gut angehört und das Cover finde ich auch hübsch. Aber was du so geschrieben hast...also erstmal weg von der WuLi, gibt ja genung andere Bücher. Liebste Grüße :)

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