Dienstag, 20. März 2012

[Rezension] Touched 01. Der Preis der Unsterblichkeit von Corrine Jackson

Dienstag, 20. März 2012





Originaltitel: Touched
Reihe: Touched Trilogie #1
Verlag: Thienemann Verlag
Umfang: 414 Seiten
Preis: 16,95 €uro
ISBN: 978-3-522-20157-5


Klappentext

Wie ein feuriger Blitzschlag fühlt es sich an, als Asher Blackwell in ihr Leben tritt. Doch sich ihm zu nähern, bedeutet tödliche Gefahr. Funken sprühen, sobald sie sich berühren, und diese machtvolle Energie ist kaum zu bändigen. Aber die 17-jährige Remy will nichts mehr riskieren, zu viele Jahre hat sie gelitten unter ihrem gewalttätigen Stiefvater und der Feigheit ihrer Mutter, deren Schmerzen sie immer wieder auf sich nahm. Denn Remy verfügt über eine einzigartige Fähigkeit – sie kann Menschen durch Berührung heilen. 
Im friedvollen Maine, wo ihr leiblicher Vater mit seiner neuen Familie lebt, will sie endlich ein normales Leben führen. Kann sie Asher mit seinen geheimnisvollen Kräften entkommen, welche ihre eine riesige Angst einjagen? Sie beschließt, Distanz zu wahren. Doch immer wieder begegnet sie ihm, zu klein ist der Ort, zu intensiv die gegenseitige Anziehungskraft. Langsam wächst Vertrauen zwischen Remy, der Heilerin, und Asher, dem Beschützer – Angehörige zweier Clans, die sich seit Jahrhunderten bekämpfen und einen hohen Preis dafür bezahlen. Kann sie ihrem Schicksal entrinnen? (Text- & Bildquelle: Thienemann)


Meine Meinung

So richtig aufmerksam auf Touched bin ich durch viele positive Rezensionen geworden. Nebenbei war da noch das Cover, was in echt noch toller aussieht, als so schon. Auch der Inhalt klang nicht schlecht, und doch gab es immer etwas, was mich hat zweifeln lassen: Es gibt angeblich dutzend Parallelen zu Twilight.
Dazu kann ich nur sagen: man kann es so und so sehen: übertreiben, oder es einfach genießen.

Ich gehöre zu den Leuten, die das Buch einfach genossen haben, ohne sich an den wenigen Parallelen groß zu stören. Jeder sieht das anders, aber ich fand es wirklich nicht schlimm, eher im Gegenteil. Ich finde die Idee von Corrine Jackson sehr einzigartig und brillant, und mal ehrlich: man findet heutzutage doch kaum Ideen, die nicht in irgendeiner Form schon mal da gewesen wären!
Gleich am Beginn des Buches rutscht man direkt in das Leben von Remy rein. Da das Geschehen aus ihrer Sicht geschildert wird, fühlt man sich ihr näher, was ich gut fand. Man bekommt gleich zu sehen, wie schwer ihr Leben mit ihrem gewalttätigen Stiefvater Dean eigentlich ist. Ich kann nicht nachvollziehen, wie Remys Mom ihn trotzdem lieben und verteidigen kann, auch mit fortschreitender Handlung und weiteren Erklärungen nicht so ganz.
Remy ist für ihr junges Alter schon sehr erwachsen, eben weil sie so ein schweres Leben hatte. Doch nachdem Remy, mal wieder, im Krankenhaus war, beschließt ihr Vater, sie mit zu sich und seiner neuen Familie zu nehmen, wo Remy anfangs einfach nur weg will.
Mit ihrer besonderen Gabe heilt sie die inneren und äußeren Verletzungen von Menschen, sobald sie sie berührt. Dabei übertragen sich die Verletzungen auf sie selbst, weswegen sie in ihrer Vergangenheit öfters im Krankenhaus lag, als sie ihre Mutter heilte. Nun bei ihrer neuen Familie muss sie höllisch aufpassen, dass diese nichts von ihren einzigartigen Fähigkeiten erfahren, was nicht immer sehr einfach ist.

Durch ihre Halbschwester Lucy findet sie richtige Freunde, die sie in ihrem Leben noch nie hatte. Nicht nur Lucy wurde mit der Zeit eine Stütze für Remy, auch das Verhältnis zu ihrem Vater wurde besser. Ihre neue Familie war von Anfang an verdammt herzlich zu ihr, und vor allem Lucy wuchs mir sofort ans Herz. Allerdings ist für mich auch sehr gut nachvollziehbar, wie Remy sich die ersten Wochen bei ihrem Vater fühlt. Sie sieht ein perfektes Leben vor sich, was sie nicht hatte, wo sie jede Woche mehrmals Schmerzen auf sich nahm. Also mir war Remy wirklich sehr sympathisch.
Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie auch Asher kennen. Dieses ganze Kennenlernen und Umziehen, was Remy durchmacht ging mir persönlich etwas sehr schnell. Sobald sie Asher allerdings kennengelernt hatte, legte sich das und ich kam mit der Erzählgeschwindigkeit wunderbar klar. Nur anfangs kam ich mir eben etwas überladen vor.
Asher wird als regelrechter Badboy dargestellt, was mir nur bedingt gezeigt wurde. Anfangs hatte er sich mit Remy in den Haaren und waghalsige Aktionen wurden berichtet, aber das richtige Badboy-Feeling kam nicht so wirklich rüber. Doch war er mir mit seiner kalten, gemeinen und abweisenden Art anfangs etwas unsympathisch.
Aber es dauerte nicht lange, da zeigte Asher auch seine sanfte Seite, die mir unglaublich gut gefiel! Es passt viel besser zu ihm als dieses für mich eher aufgezwungene Badboy-Image. Außerdem finde ich es interessant, dass er ebenfalls besondere Gaben hat wie Remy, welche jedoch total anders sind als ihre.

Wenn Asher und Remy sich berühren, dann sprühen nicht nur wörtlich die Funken. Nachdem sich die beiden etwas einander gewöhnt hatten, wagten sie Berührungen. Diese verursachten auf beiden Seiten Schmerzen, was die Anziehung der beiden nur noch komplizierter machte.
Was mich wirklich nervte war das ewige Hin und Her was Asher veranstaltete. Das nervte nicht nur Remy, sondern wie gesagt auch mich. Entweder ja oder nein, zu der Erkenntnis kam er leider erst später.
Die ganze Idee, die hinter den Gaben steckt, ist verdammt interessant und wirklich einzigartig. Mir haben die beiden verfeindeten Rassen wirklich sehr gut gefallen. Es war atemberaubend und begeisterte mich total. Wäre da nicht zeitgleich diese nervige Hin und Her gewesen, denn nach jedem zweiten Gespräch der beiden war entweder Asher oder Remy schrecklich sauer auf den anderen. Sie legten schon sehr merkwürdige Launen an den Tag.
Glücklicherweise hielt das wirklich nicht allzu lange an, sodass es sich bald besserte und ihre Beziehung so ihren Lauf nahm. Für mich war die Beziehung purer Zucker, so romantisch und herzzerreißend war kaum etwas, was ich bisher gelesen habe. Die Sehnsucht der beiden war regelrecht spürbar und ihre Emotionen kamen bei mir wirklich sehr real an. Davon war ich wieder richtig begeistert.
Ich wurde auch regelrecht zum Weiterlesen gezwungen, ich konnte einfach nicht aufhören, es war einfach unglaublich. Und auf den letzten 50 bis 60 Seiten kam dann aber so richtig Spannung auf, die sich vorher eher im Hintergrund hielt. Für Remy war es ein Albtraum pur, der wirklich war wurde. Ich habe total mitgefiebert und ständig gehofft, dass alles gut wird. Mit überraschenden Wendungen und einem wirklich gutem Ende bin ich total zufrieden mit diesem Buch und unglaublich gespannt auf den zweiten Teil.


Fazit

Das Buch ist wirklich nicht zu verachten! Auch wenn es einem teilweise etwas bekannt vorkommt, so ist Touched jedoch gar nicht wie Twilight! Es ist zwar genauso zart romantisch und gefühlvoll, doch steckt viel mehr dahinter. Mit den übernatürlichen Gaben, welche die Hauptfiguren besitzen, hebt sich Corrine Jackson sehr von der Masse ab. Mit ihrem Schreibstil verzaubert sie. Insgesamt ein sehr gutes Buch, was ich wirklich empfehlen kann! 
Nun warte ich gespannt auf den zweiten Band und bin echt ungeduldig, wie es denn wohl jetzt mit Asher und Remy weitergeht.


Der Preis der Unsterblichkeit bekommt:
5/5 Herzen



Touched Trilogie

Band 1: Der Preis der Unsterblichkeit
Band 2: Die Schatten der Vergangenheit
Band 3: ???

1 Kommentar[e]:

  1. Ich hätte ja irgendwie nicht erwartet, dass dir das Buch so gut gefallen würde ;) Jetzt lasse ich es auf der WL wohl mal wieder ein bisschen hochrutschen, denn vorher war ich ein bisschen kritisch...
    Danke für die schöne Rezension!

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