Freitag, 9. März 2012

[Rezension] Schwur der Ewigkeit von Elisabeth Naughton

Freitag, 9. März 2012



Originaltitel: Marked
Reihe: Eternal Guardians #1
Verlag: Heyne Verlag
Umfang: 380 Seiten
Preis: 7,99 €uro
ISBN: 978-3-453-40891-3


Klappentext

Casey weiß in dem Augenblick, als der Mann den Club betritt, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Exemplare wie er existieren einfach nicht in der Realität – und vor allem interessieren sie sich nicht für Casey. Genau das aber tut der umwerfend attraktive Fremde: Er steuert genau auf sie zu. Dunkel ahnt Casey, dass sich ihr Leben für immer ändern wird. 
Sie ist die eine – sie muss sterben, um das Überleben der Götter zu sichern. Für Theron, direkter Nachfahre des Herkules, besteht kein Zweifel daran. Doch er hat sich seine Mission nicht so verdammt schwer vorgestellt: Schon beim ersten Blick in ihre Augen droht er sich zu verlieren und der Macht, die ihn zu Casey hinzieht, hat er trotz all seiner göttlichen Kraft nichts entgegenzusetzen… (Text- & Bildquelle: Heyne)


Meine Meinung

Von Elisabeth Naughton hatte ich vor diesem Buch schon einen Teil der Stolen-Trilogie gelesen, und wurde restlos begeistert. Sie hat einen wundervollen Schreibstil und neue Ideen, die mir noch nicht untergekommen waren. „Gestohlene Rache“ gehört eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern.
Deswegen habe ich mich mal an ihren Fantasybüchern versucht – der Inhalt klingt auch nicht unbedingt schlecht, sondern passt so in mein Leseschema hinein. Und ich muss sagen, Elisabeth Naughton schreibt fast genauso gut Romantic Fantasy wie Romantic Thrill.

Besonders schön, und das muss ich gleich am Anfang hervorheben, fand ich, dass es um die griechische Mythologie ging. Das ist für mich ein sehr interessantes Thema, auch wenn es schon in einigen Büchern verarbeitet wurde – ich hatte bisher keines gelesen. Hier werden die Götter nicht nur erwähnt, nein sie treten sogar richtig auf und bekommen Charakterzüge, die zu ihrer Person passen. Außerdem nehmen sie direkt am Geschehen teil und greifen unmittelbar ein. Das gefällt mir, wie gesagt, richtig gut, da in anderen Büchern solche Gottheiten meistens nur am Rande erwähnt werden.
Auch positiv zu sagen wäre, dass ganz hinten, am Ende des Buches, ein Glossar zu finden ist, in welchem die wichtigsten griechischen Wörter oder fremde Begriffe erklärt werden, was einem das Lesen ungemein erleichtert.
Gleich zu Beginn fiel mir wieder der Schreibstil von Naughton auf. Hier hat er zunächst einen lockeren und humorvollen Unterton, welcher unterhalten soll. Ich fand ihn ein wenig aufgesetzt und schon fast erzwungen. Das ließ glücklicherweise auch bald nach, und wird so gut, wie ich ihn aus „Gestohlene Rache“ kannte.

Casey, die weibliche Protagonistin, ist sehr unzufrieden mit ihrem Job in dem Stripclub, in welchem sie kellnert. Allerdings braucht sie das Geld, da sie mit dem Buchladen, welchen sie von ihrer Großmutter geerbt hat, nicht sonderlich viel verdient. Am selben Abend lernt man auch direkt Theron, den männlichen Protagonisten und einen Nachfahren von Herakles, kennen, welcher besonders feindselig auf Casey wirkt, obwohl er sie nicht einmal kennt. Schon hier wird gesagt, dass Casey sehr besonders ist.
Eigentlich ist es nichts neues, dass die Frau eigentlich etwas Besonderes ist und unbedingt beschützt werden muss. Außerdem ist es auch nichts neues, dass der männliche Part sehr geheimnisvoll rüberkommt  und zwischen den beiden Hauptpersonen von Anfang an eine gewisse Anziehung vorhanden ist. Und eigentlich sollte es mich Nerven, aber das tat es nicht. Natürlich hat es mich ein klein wenig genervt, dass immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass Casey doch so besonders ist. Aber ich konnte schnell darüber hinwegsehen.
Gegen die körperliche Anziehung der beiden hatte ich im Grunde genommen nichts, manchmal stört mich das, aber hier wurde es einem gut verkauft. Gleichzeitig stapelte die Autorin von Anfang an Geheimnis auf Geheimnis, welche unbedingt gelüftet werden wollen.

Theron gehört zu den Argonauten. Das sind sogenannte ewige Wächter, die Argolea, ein Reich, welches von Zeus geschaffen wurde für die heiligen Helden und ihre Nachkommen, beschützen. Zu den heiligen Helden gehören Herkules, Achilles, Jason, Odysseus, Perseus, Theseus und Bellerophon. Da Theron von Herkules abstammt, und dieser einer der stärksten Helden war, ist Theron der Hauptmann der Argonauten und trägt damit eine große Verantwortung. Er ist ein tapferer Krieger, was meiner Meinung mach mehrmals im Buch bewiesen wird. Außerdem hat er sich bereit erklärt, die Prinzessin Isadora zu heiraten, welche die Tochter des Königs von Argolea ist.
Bei Casey und Theron besteht von Anfang an eine Verbundenheit, die keiner der beiden so wirklich nachvollziehen kann. Es wirkt, als würden sie sich irgendwoher kennen. Sie wirken wie Seelenverwandte und ihre unweigerliche Anziehung finde ich sehr gut dargestellt. Ihre Beziehung macht im Buch eine sehr beachtliche Entwicklung durch, wobei sich auch jeder individuell weiterentwickelt, was ich echt super finde. Man kann die Entwicklung vor allem nachvollziehen, sie ist sehr real und glaubwürdig.
Theron entdeckt durch Casey eine andere Seite an sich, in ihren Händen ist er regelrecht Wachs. Casey selbst wird mutiger und stellt sich ihrem Schicksal und Isadora, welche eher schüchtern und zurückhaltend sowie unterwürfig wirkt, gewinnt an Größe und wächst über sich hinaus – und das alles sehr gut nachvollziehbar. 

Was ich etwas bemängeln muss, war die Vorhersehbarkeit, die manchmal eintraf. Man wurde ja immer wieder darauf gestoßen, dass Casey was besonderes ist, so war die Überraschung, was nun eigentlich so besonders ist, nicht mehr sehr groß – ein aufmerksamer Leser kam mit ein wenig überlegen sofort darauf. Auch weil es manchmal etwas angedeutet wurde. Jedoch konnte man sich immer wieder überraschen lassen, da man trotzdem längst nicht alles weiß. Das Buch ist somit keineswegs langweilig, sondern hat mich sehr gut unterhalten. Die fortlaufende Handlung hält immer wieder Überraschungen bereit, für jeden.
Wichtige Personen, welche ich noch erwähnen muss, wäre zum einen Nick. Er versucht Casey von Anfang an zu schützen, und tat dies auch schon in der Vergangenheit. Er weiß außerdem über die Argonauten und ihre Welt bescheid, sowie über die Dämonen, welche die Argonauten am liebsten Tod sehen wollten. Auf irgendeine Weise, die man zu anfangs nicht weiß, gehört er dazu. Er wirkt interessant und ich habe jede Information über ihn wie ein Schwamm aufgesogen. 
Auch sehr wichtig ist die, schon oben erwähnte, Isadora, die Prinzessin von Argolea. Sie ist die einzige Thronfolgerin der Königsfamilie, außerdem dazu schwer krank und gebrechlich. Sie kann sich auch nicht wirklich behaupten und geht als schwache Frau unter. Jedoch ändert sich dies im Laufe des Buches und ich finde, sie macht mit Abstand die größte Entwicklung durch.
Außerdem lernt man neben Theron auch die anderen Argonauten kennen, wenn auch nur oberflächlich. Aber das, was man kennengelernt hat, ist sehr interessant, denn jeder ist irgendwie auf seine Art einzigartig.


Fazit

Ich wurde bei diesem Buch wirklich sehr gut unterhalten. Auch wenn der Einstieg ein klein wenig holprig war, und man ab und an ein wenig vorhersehen konnte, so war die Handlung relativ spannend und unterhielt mich. Man kann mit ansehen, wie die Charaktere sich entwickeln und über sich hinaus wachsen. Außerdem greifen die griechischen Götter direkt ins Geschehen ein, was allein neben der griechischen Mythologie ein großer Pluspunkt ist.
Ich freue mich wirklich schon auf die Fortsetzungen, auch wegen der Haupthandlung, die darin mit Sicherheit fortgeführt wird, da sie nicht abgeschlossen wurde.


Schwur der Ewigkeit bekommt:
5/5 Herzen


Eternal Guardians Reihe

Band 1: Schwur der Ewigkeit

Reihe wird vermutlich nicht weiter übersetzt...

1 Kommentar[e]:

  1. Wie immer super geschrieben, scheint so als ist das Buch ein absolutes Muss für meine WuLi.

    Zu den Gestaltwandlern, Mercy & Riley sind heute bei mir eingezogen und werden heute Abend direkt in Angriff genommen. Wünsche dir noch einen schönen Lesemarathon.

    Ganz liebe Grüße :)

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