Montag, 26. März 2012

[Rezension] Blicke nicht zurück von Shannon K. Butcher

Montag, 26. März 2012



Originaltitel: No Regrets
Reihe: Delta Force-Trilogie #1
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 359 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8476-3
Leseprobe


Klappentext

Die ehrgeizige junge Wissenschaftlerin Noelle Blanche ist die Expertin auf dem Gebiet der Kryptologie. Im Rahmen einer verdeckten Operation wird sie von der Regierung gebeten, einen kodierten Text zu entschlüsseln, der den Weg zu einem Versteck wertvoller Waffen weist. Da sie jedoch befürchtet, dass durch ihre Arbeit Unschuldige sterben könnten, lehnt sie zunächst ab. 
Als kurz darauf maskierte und bewaffnete Männer in ihre Wohnung einbrechen und sie bedrohen, begreift Noelle jedoch, dass ihr nichts anderes übrig bleibt, als dem Militär ihre Unterstützung zuzusagen, will sie am Leben bleiben. Zu ihrem Schutz wird der ehemalige Delta Force-Agent David Wolfe abgestellt. Der hat mit den Männern, die Noelle bedrohen, noch eine Rechnung offen, denn bei den Angreifern handelt es sich um Mitglieder der Terrororganisation „Der Schwarm“, die vor Jahren seine Frau auf brutale Weise ermordet haben. 
Schon bald stellt David fest, dass ihn die hübsche Noelle nicht kalt lässt, und diese scheint ebenfalls tiefere Gefühle für den schweigsamen Mann zu entwickeln. David tut alles, um Noelle vor ihren Feinden zu schützen, doch die Terroristen sind ihnen immer einen Schritt voraus. Kann er verhindern, dass sich die Vergangenheit wiederholt, und die Frau, die er liebt, retten? (Text- & Bildquelle: Egmont Lyx)


Meine Meinung

Auf das Buch bin ich zuallererst durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden. Auch der Inhalt klang für mich ganz gut. Dazu kam, dass ich bereits ein Buch von Shannon K. Butcher gelesen, was mir ganz gut gefallen hatte. Dementsprechend war ich gespannt, wie mir dieses hier wohl gefallen würde.

Gleich zu Beginn wird man direkt in die Handlung geworfen, denn David wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Der Offizier der Delta Force, einer militärischen Spezialeinheit, bittet ihn um einen Gefallen, den er nur sehr schlecht ausschlagen kann. Denn die Terroristen, die seine geliebte Frau umgebracht haben, sind nicht, wie er gedacht hat, tot sondern auf freiem Fuß. Nun soll er eine die attraktive Noelle Blanche beschützen, was David von Anfang an nicht sehr geheuer ist.
Schließlich lernt er auch Noelle kennen, eine sehr intelligente junge Frau, die es falsch findet, Menschen zu töten. Sie würde ein Stipendium bekommen, um ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln, jedoch müsste sie dem Militär helfen, weitere Menschen zu töten. Trotz ihres Geldmangels lehnt sie das Angebot für die Humanität ab. Jedoch muss sie schon bald einsehen, dass sie, genauso wie David, über ihren eigenen Schatten springen muss. Im Laufe der Handlung wird aus der eher schüchternen und schreckhaften Frau eine mutigere, die sich mehr zutraut und auch mal das Zepter in die Hand nimmt. Schließlich geht es um Leben und Tod, da kann man nicht zimperlich sein.

Durch einen Einbruch in Noelles Haus, welcher sehr actionbelastet ist, kommt schon im ersten Kapitel richtig Spannung auf. Die Charaktere handeln sehr realistisch und nachvollziehbar. So ist Noelle anfangs wirklich sehr schreckhaft und denkt, sie befindet sich in einem schrecklichen Albtraum.
David wirkt eigentlich sehr selbstbewusst, doch in sich drin trägt er tiefe Trauer und Schuld. Noelle will ihn aus seinem selbst erbauten Gefängnis der Schuld und Trauer befreien, was ich sehr toll von ihr finde. Obwohl sie ihn nicht kennt beschließt sie das relativ zu anfangs, und ergreift somit auch Initiative, auf ihn zuzugehen und kurbelt so die Beziehung der beiden an.
Neben den Einblicken in die Gefühlswelt beider Hauptcharaktere bekommt man auch Einblicke in die Sicht des Bösen, was irgendwie immer einen Schritt voraus zu seien scheint und das ganze abwechslungsreich und spannender macht. So etwas find ich generell immer gut. Auch wenn diese Sichten immer sehr brutal und blutig beschrieben sind, so empfinde ich das jedenfalls. Für andere ist das vielleicht auch schon normaler. Aber als beschrieben würde, was sie Davids Frau angetan haben, da musste ich wirklich schon schlucken.

Im guten Mittelteil der Handlung wurde mir dann bewusst, wieso der Titel gewählt wurde. Dahinter steckt der Konflikt, mit dem David zu Kämpfen hat. Er will nicht wieder versagen, er will nicht, dass erneut eine Frau stirbt, die ihm sehr wichtig ist. Er muss sich aber seiner Vergangenheit stellen und zurückblicken. Er muss es tun, aber er darf nicht daran denken, dass er angeblich Schuld an dem Tod seiner damaligen Frau ist. Sein Konflikt zieht sich durch das ganze Buch und wird erst kurz vor Ende geklärt.
Das passiert auch nur, weil zwei seiner besten Freunde zur Stelle sind, und ihm den Kopf waschen. Es handelt sich dabei um Caleb und Grant, die David und Noelle im Laufe der Handlung unterstützen und für sie zur Stelle sind. Um die beiden wird es sich in den nächsten zwei Bänden drehen, und ich bin schon gespannt auf ihre Geschichten.
Insgesamt nimmt die Anziehung von David und Noelle mit zunehmender Seitenanzahl immer weiter zu, steigert sich stetig. Doch David weigert sich, sich der Anziehung hinzugeben wegen seinem persönlichen Konflikt, und da sie auf der Flucht sind, womöglich ohne am Ende zu überleben, und Noelle hat den Mut (noch) nicht dazu.

An einigen Stellen wies das Buch auch Längen auf. David und Noelle wohnen einige Zeit lang in einer Hütte tief im Wald und da passiert nicht sonderlich viel, was bei mir ein wenig Langeweile aufrief. Irgendwann, wie sollte es auch anders sein, fallen die beiden jedoch übereinander her, was ich gut fand. Allerdings folgten für mich darauf schon wieder zu viele solcher erotischen Szenen. Abkürzungen hätten es auch getan.
Außerdem gab es am Ende eine Sache an David, die mich richtig störte. Anfangs habe ich ihn wirklich gemocht, aber am Ende, nach dem Showdown (welches für mich zu reibungslos und zu einfach verlief, mit zu vielen Zufällen), war er einfach nur noch ein feiger Arsch, der vor der Verantwortung wegrennt. Er hält an seine verworrenen Ansichten fest und das hat mir, nach dieser Entwicklung, überhaupt nicht gepasst. Er konnte Noelle ja nicht einmal die Wahrheit sagen. Also nein, das hat mir wirklich nicht gefallen.


Fazit

Das Buch hätte ich mir, rein vom Inhalt her, etwas anders vorgestellt – aber so war es auch ganz gut. Bis auf die paar Längen, als sie sich im tiefsten Wald aufhielten, Davids Konflikt, den er am liebsten wie ein feiger Hase gelöst hätte und das reibungslose Ende, was für mich viel zu leicht war, fand ich das Buch recht gut. Vor allem Noelle hat mich mit ihrem Charakter begeistert, sowie der interessante Einblick in ihre Arbeit. Auch Davids Freunde machen einen recht sympathischen Eindruck und ich bin schon sehr auf ihre Geschichten gespannt.
Alles in allem ein gutes Buch, was ich Liebhabern von Romantic-Thrill gut weiterempfehlen kann.


Blicke nicht zurück bekommt:
3,5/5 Herzen



Delta Force Trilogie

Band 1: Blicke nicht zurück
Band 3: Es gibt kein Entkommen

1 Kommentar[e]:

  1. Werd ich mal auf meine WuLi setzen. Super Rezi.
    Ganz liebe Grüße :)

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