Samstag, 25. Februar 2012

[Rezension] City of Fallen Angels von Cassandra Clare

Samstag, 25. Februar 2012


Originaltitel: City of Fallen Angels
Reihe: Chroniken der Unterwelt #4
Verlag: Arena Verlag
Umfang: 568 Seiten
Preis: 19,99 €uro
ISBN: 978-340-1065-595
Leseprobe

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.


Klappentext

Simon Lewis muss sich noch daran gewöhnen, ein Vampir zu sein. Besonders seit seine beste Freundin Clary kaum noch Zeit für ihn hat. Sie ist zu beschäftigt mit ihrer Ausbildung zur Schattenjägerin und träumt von ihrer großen Liebe. Doch finstere Dinge geschehen. Ist der Krieg, den Simon gewonnen glaubte, noch nicht vorbei?
In dem nervenzerreißenden vierten Band der Chroniken der Unterwelt nimmt uns Cassandra Claire wieder mit in die Welt der Schattenjäger, die im Herzen von New York mit Liebe, Verrat und Rache kämpfen. (Text- & Bildquelle: Arena Verlag)



Meine Meinung

Mein Inhalt ist diesmal nur sehr kurz ausgefallen, da ich möglichst nicht spoilern will und so nichts weiter dazu geschrieben habe. 
Bevor ich anfing zu lesen, hatte ich das ganze vor mir hin- und hergeschoben. Das Buch besitze ich seit November, habe es aber bewusst erst jetzt im Februar gelesen. Wieso? Ich war unsicher, ob das Buch mir gefallen wird. Denn für mich war das Ende der Trilogie perfekt und ich hatte Angst, mir irgendetwas zu versauen dadurch. Daher war ich sehr unschlüssig, aber schlussendlich habe ich mich jetzt daran gewagt – und bin sehr froh darüber!

Anfangs fand ich nicht gerade, dass viel Spannung da war. Handlung war jede Menge vorhanden, aber nichts wo ich sofort sagen würde: „Das hat mich gefesselt!“ Und trotzdem: ich musste immer weiter lesen! Seite um Seite verflog, das Buch war ein richtiger Pageturner, und so richtig weiß ich nicht einmal, wieso.
Vielleicht lag es ja doch an den Handlungssträngen, die sich gut abwechselten, und es somit nie langweilig wurde. Bei jedem einzelnen wurden jedes Mal neue Fragen aufgeworfen – egal ob es um Jace, um Simon, um die mysteriösen Morde, um Camille oder irgendjemand anderen ging. Am Ende jeder Szene geschah etwas, was einen weiterlesen ließ. Es war somit ja irgendwie doch spannend und vor allem abwechslungsreich. Ich denke, es liegt auch sehr am Schreibstil, der so flüssig und perfekt ist, dass man nur schwer davon loskommt.
Schöne Nebeneffekte der Handlung waren zum Beispiel der Polterabend von Jocelyn und Luke. Auch wenn dieser nicht so schön endet, so kann man sich eventuell auf eine romantische Hochzeit im Nachfolgerband freuen. Auch wenn ich nicht unbedingt finde, dass Jocelyn und Luke zusammenpassen. Ich mag Jocelyn überhaupt nicht mit ihrer Art. Aber irgendjemand muss einem ja unsympathisch sein.
Ingesamt gab es im vierten Band der Reihe viel weniger Kämpfe als in den Vorgängern. Alles war eher ruhiger, und wurde erst gegen Ende so richtig kämpferisch und actionreich, was ich aber nicht weiter als schlimm empfand.

Gleich zu Beginn begleitet man Simon, so wie die meiste Zeit des Buches über. Der schüchterne, unscheinbare Junge ist heute ein angesagter Typ, der mittlerweile zwischen zwei jungen Frauen steht: Isabel und Maia. Normalerweise hatte mich Simon noch nie interessiert, und so war es auch am Anfang dieses Buches. Er gehört einfach nicht zu den Personen, die ich mag und es war mir einfach viel zu viel Simon.
Aber je weiter ich las, desto besser wurde es. Wahrscheinlich mochte ich Simon nie, weil er immer Clary verliebt war, und für mich einfach Jace zu Clary gehörte. Aber jetzt, wo Simon nichts mehr für Clary empfindet, habe ich ihn doch mit der Zeit gemocht.

Auch bei Clary und Jace ging es weiter. Clary wird zur Schattenjägerin ausgebildet, und teilweise auch von Jace unterrichtet. Was sie lernen muss finde ich sehr interessant, und es wird schön dargestellt und erklärt. Generell fand ich die Szenen zwischen den beiden am schönsten – es waren meine persönlichen Highlights. Vor allem dann, wenn Jace seinen altbekannten schwarzen Humor benutzte, und ich einfach nur grinsend vor diesem Buch saß. Ich liebe es einfach!
Zwar finde ich schade, dass die beiden ihr Happy-End immer noch nicht so wirklich bekommen haben, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, und da ihr Stress wirklich interessant und spannend ist, konnte ich das ganze gerade so verkraften.
Interessant war, dass Jace noch immer nicht ganz verstanden hat, dass er nicht so wie Valentin ist, auch wenn er von ihm aufgezogen wurde. Das ihn das immer noch gequält hat, nun gut, darüber kann man sich streiten. Ich für meinen Teil fand es nicht schlecht, so sind die Bücher wirklich verbunden. Ich hoffe nur, Jace kommt irgendwann damit klar, weil so fertig, wie er in diesem Buch war, will ich wirklich nichts von ihm lesen. Lustig auferlegt gefällt er mir besser.
Sehr schön bei den beiden waren allerdings die vereinzelten, sehr romantischen Szenen. Die tun es mir wirklich jedes Mal aufs Neue an. Öfters waren sie sogar richtig dramatisch, und ich liebe das Drama. 

Natürlich gibt es auch einige neue Personen, die auftreten. Besonders hierbei zu erwähnen wäre Kyle. Er kommt zufällig neu zu Simons Band, und laut dessen Gedanken wirkt Kyle wie ein heißer Kerl, auf den viele Mädchen stehen würden. Von Kyle hatte ich von Anfang an einen guten Eindruck. Ich mochte ihn, aber auch er ist nicht das, was er anfangs scheint und vorgibt, sondern mehr – wie sollte es bei Clare auch anders sein. Wer und was er nun am Ende ist, das kam für mich schon überraschend, aber finde ich gut.
Dann gibt es da noch Camille. Aufmerksame Leser werden bemerkt haben, dass es sich hier um die gleiche Camille wie aus „Clockwork Angel“ handelt. Doch hier lernt man sie von einer anderen Seite kennen. Sie ist eine sehr alte und mächtige Vampirin, die vor einigen Jahren geflüchtet ist, und nun zurückgekommen ist, um ihren alten Clan wiederzuerlangen. Der Leser tappt anfangs im Dunkeln, was ihr eigentliches Ziel ist und vor allem, wofür sie Simon braucht.

Wer mich von den Personen mit Abstand am meisten nervte, war Alec. Simon war sehr ertragbar und sogar Jocelyn ging mir nicht so auf die Nerven wie der älteste Lightwood. Er benimmt sich wirklich wie ein trotziges, weinerliches Kind, und Magnus tat mir schon fast leid, dass er sich mit so etwas rumschlagen muss. Generell weiß ich nicht so recht, was ich zu den beiden sagen soll.
Aber auch Jace ging mir manchmal gehörig auf den Keks, wenn er schon fast zu depressiv war. So kennt man ihn einfach nicht und seine Gedanken waren teils richtig absurd. Man weiß, dass mit ihm irgendwas nicht stimmt, aber das war schon etwas too much.

Am Ende stehen sich unsere Helden dann auch dem wahren Bösen entgegen. Und, man wäre niemals darauf gekommen, wer nun hinter den ganzen schlimmen Taten steckt. Für mich war es eine absolute Überraschung, und ich musste erstmal kurz Luft holen, um das zu verdauen.
Die wahre Identität ist unglaublich gut gewählt und wie sagt man so schon: „Tote erwachen zum Leben“ (das war kein wirklicher Spoiler^^). Es klärt sich endlich alles auf, was verdammt gut gelöst wurde, denn bis dahin steigt die Spannung immens. 
Doch dann kam das Ende – und mit ihm ein richtig, richtig mieser Cliffhanger! Ich dachte wirklich, ich lese nicht richtig. Jetzt habe ich schon etwas Angst davor, den nächsten Band zu lesen, auch wenn ich gleichzeitig gespannt bin. Was für ein chaotisches, geniales Ende, was alles noch einmal umwirft!


Fazit

Ich bin absolut begeistert von dem Buch und froh darüber, dass meine anfänglichen Befürchtungen sich nicht erfüllt haben. Klar hatte ich anfangs Schwierigkeiten mit Simon, aber das wurde besser und mittlerweile kann ich sagen, dass ich ihn schon mag. Über Kleinigkeiten wie den trotzigen Alec und den manchmal depressiven Jace sehe ich jetzt mal einfach hinweg, da es diese geniale Handlung und das Gesamtpaket von Action, Spannung und Emotionen einfach wieder total rausholt. Für mich kein schlechter vierter Teil, sondern eine gute Fortsetzung der Trilogie, die sozusagen in die nächste Staffel geht. An alle, die noch zweifeln – es lohnt sich!


City of Fallen Angels bekommt:
5/5 Herzen



Die Chroniken der Unterwelt

Band 4: City of Fallen Angels
Band 5: City of Lost Souls

1 Kommentar[e]:

  1. Du hast sehr, sehr gut beschrieben, was auch ich gefühlt und gedacht habe - erst diese Angst nach dem tollen 3 Band, diese "Unspannung", die trotzdem fesselte und dann die Begeisterung. Ich kann nur zustimmen! ;)

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