Montag, 13. Februar 2012

[Rezension] Asche von Lori Handeland

Montag, 13. Februar 2012



Titel: Asche
Originaltitel: Any Given Doomsday
Reihe: Die Phoenix Chroniken #1
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 
323 Seiten
Preis: 8,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8490-9
Leseprobe


Klappentext

Einst nutzte Elisabeth Phoenix ihre übersinnlichen Kräfte, um der Polizei von Milwaukee im Kampf gegen die Ungerechtigkeit zur Seite zu stehen. Doch eines Tages wird Liz’ Pflegemutter auf grausame Weise ermordet und Liz selbst bewusstlos am Tatort aufgefunden. Ihre einzigen Erinnerungen sind Träume von entsetzlichen Dämonen, die direkt der Hölle entsprungen zu sein scheinen. Was haben diese Träume zu bedeuten? Und was hat Liz’ Ex-Freund Jimmy Sanducci mit alldem zu tun? 
Während die Polizei Jimmy für den Täter hält und Jagd auf ihn macht, zeigt dieser der ahnungslosen Liz die Welt des Übernatürlichen, in der schon seit Anbeginn der Zeiten Krieg herrscht. Nur ein kleiner Kreis von Auserwählten hat die Fähigkeit, das Böse zu bekämpfen, und Jimmy glaubt, dass auch Lizzy dazugehört. Die längst verloren geglaubten Gefühlen zwischen den beiden entflammen erneut, und die gefährliche Leidenschaft für Jimmy bringt Liz an den Rand des Abgrunds. Denn Jimmy hütet ein Geheimnis, das Liz bis ins Innerste treffen und den Fortbestand der gesamten Menschheit gefährden kann… (Text- & Bildquelle: Egmont Lyx)


Meine Meinung

Ich las das Buch nun insgesamt zum dritten Mal – und es langweilt mich immer noch nicht. Es macht immer wieder Spaß, dass Buch zu lesen, auch wenn es von mir nicht die positivste Bewertung bekommt. Aber das Thema der Apokalypse dieser Art ist sehr interessant und zieht einen in den Bann.

Erzähler, Schreibstil & die Hauptperson
Durch die Sicht eines Ich-Erzählers ist man Lizzy sehr nah. Sie ist die Hauptperson, und schon nach wenigen Seiten wird klar, was für eine starke, eigenständige Frau sie ist. Mit ihrem schwarzen Humor und ihrer tollen Art macht es Spaß, sie zu begleiten. Wenn sie dazu lernt, lernt man als Leser dazu. Durch den ebenso flüssigen Schreibstil passt alles noch besser zusammen, und ich kann sagen, dass der sogar Lizzy sympathisch macht. Es wirkt einfach, als würde sie mit einem sprechen, was mir sehr an Büchern gefällt.
Durch ihre schwere Kindheit empfindet man auch automatisch Mitleid mit Lizzy. Sie ist auf der Straße aufgewachsen, als Waise, bis ihre Pflegemutter Ruthie sie aufgenommen hat. Da mit Jimmy das gleiche geschah, stand sie ihm schon immer sehr nah und verstand ihn. Doch dazu komm ich weiter unten noch einmal,
Zwar sind es eher kurze Kapitel, aber dadurch wird der Leser animiert immer weiter zu lesen, was auch gut funktioniert. Die Sprache ist sehr direkt, vor allem bei erotischen Szenen, die auch in diesem Buch auftauchen, gibt es keine blumigen Umschreibungen. Für Leser, die so etwas nicht kennen oder mögen, ist das wahrscheinlich nicht so geeignet. Auch, weil es meiner Meinung nach, viel zu viele solcher Szenen gibt. Das Buch ist fast überladen damit. Teils ist der Sex Mittel zum Zweck, was ich auch nicht gerade toll finde. Ich fand es nicht sehr günstig gewählt, dass Lizzy ihre Kräfte durch Sex bekommt – war für mich auch schon fast zu absurd.

Handlung & andere wichtige Charaktere
Die Haupthandlung, welche im Klapptext beschrieben wird, setzt gleich zu Beginn ein. Ohne langes Drumherumgerede geht es direkt heiß her, was ich gut fand. Man wird mit Lizzy zusammen sofort ins kalte Wasser geschmissen, und muss sich erstmal zurechtfinden – doch dabei wird einem perfekt geholfen, sodass man damit keine Probleme hat.
So entsteht auch schnell Spannung, welche aber im Buch über auf einem ähnlichen Niveau bleibt. Ich konnte nicht sagen, dass sie großartig anstieg oder abfiel. Es ist eben der erste Band einer Reihe, da wird sehr viel erklärt, was interessant ist, aber nicht unbedingt spannend.
Zu den wichtigen Charakteren ist zu sagen, dass die beiden männlichen Hauptpersonen unterschiedlicher nicht sein könnten. Jimmy ist, um ihn mit einem Wort zu beschreiben, ein totaler Arsch. Er behandelt Lizzy nur selten mit Gefühl und hat sie damals schwer verletzt, als sie noch jünger waren. Für ihn hatte ich noch nie viele Sympathien übrig. Auch fand ich ihn nicht einmal halb so interessant wie Sawyer, den zweiten Mann.
Sawyer ist ein Mann voller Rätsel. Schon ewig scheint er auf der Welt zu wandeln, ohne zu altern. Er ist ein geschlossenes Buch für jeden seiner Mitmenschen, falls er mal welche hat, denn er lebt allein und genießt die Einsamkeit. Er ist ein Magier und gleichzeitig eine besondere Form eines Gestaltwandlers. Er wirkt kalt und in sich zurückgezogen. Vom ersten Augenblick an wollte ich ihn verstehen, und fand ihn unglaublich interessant. Deswegen ist er mein Favorit.
Wichtig wären da noch Ruthie, welche am Anfang des Buches ermordet wird, Lizzy aber auch nach ihrem Tod beistehen kann. Sie versucht ihr so gut es geht zu helfen, aber auch Ruthie ist nicht so engelhaft, wie sie immer scheint. Auch sie hat schlimme Dinge getan.
Außerdem gibt es da noch Summer, welche eine wunderschöne Fee ist, aber als solche auch genauso böswillig sein kann. Summer steht auf Jimmy, und das schon länger. Für ihn würde sie alles tun. Nicht nur deswegen können sie und Lizzy sich auf den Tod nicht ausstehen. Aber wenn die beiden aufeinander treffen hat man als Leser definitiv etwas zum Lachen.

Was das Buch noch so zu bieten hat
Das Buch bietet aber mehr als eine Dreiecksbeziehung, die hier schon angedeutet wird und sich in den nächsten Bänden fortsetzt. Das Buch ist nicht nur durch die Apokalypse anders, sondern auch durch die große Palette der Wesen, die sich in diesem Buch tummeln.
Neben den Vampiren und Werwölfen gibt es neue Wesen, wie zum Beispiel Berserker und Chindis, von denen ich noch nichts vorher gelesen habe. Die Hintergrundgeschichte und die Artenvielfalt der mystischen Wesen ist besonders an diesem Buch und hebt es sehr von der breiten Masse hat. Wer also Lust auf etwas Außergewöhnliches hat, der ist bei diesen Büchern genau richtig!
Die Geschichte hebt sich einfach von der breiten Masse ab. Als Leser lacht man oft, man hat eine wundervolle Fantasiewelt erschaffen bekommen, man wird mit Action, Liebe und knisternder Leidenschaft unterhalten. Für mich ein perfekter Mix und ein fantastisches Abenteuer.


Fazit

Bei dem ersten Band einer so komplexen Reihe ist es schwer, alles verständlich zu erklären, es unterhaltsam zu machen und gleichzeitig noch spannend. Ab und an hat mir einfach die Spannung zu sehr gefehlt und die mäßig vielen erotischen Szenen wirkten etwas deplaziert. 
Alles in allem ein guter Start in eine so fantasievolle und fantastische Reihe, wie man es nur selten gesehen hat. Ein Blick in das Buch lohnt sich definitiv!


Asche bekommt:
3,5/5 Herzen




2 Kommentar[e]:

  1. Ich habe das Buch auch erst gelesen. Und ich fand es wirklich sehr gut und spannend. Und was die erotischen Szenen betrifft sind wir auch einer Meinung. ;)
    Lg Steffi

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  2. Interessant, dass du dem Buch "nur" 3,5 Sterne gibst, es aber schon zum 3. Mal gelesen hast :D
    Hab da auch schon öfter überlegt...Vielleicht hole ich es mir ja nach deiner tollen Rezension, mal schauen!

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