Dienstag, 1. November 2011

[Rezension] Mein auf ewig von Shannon K. Butcher

Dienstag, 1. November 2011





Originaltitel: Love you to Death

Verlag: Egmont Lyx 
Umfang: 388 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8475-6
Leseprobe


Klappentext

Seit Tagen hat die Reporterin Elise McBride nichts mehr von ihrer Schwester Ashley gehört. Das ist sehr ungewöhnlich, denn normalerweise telefonieren die beiden regelmäßig. Elises Sorge wächst, als sie erfährt, dass in Chicago ein Serienmörder sein Unwesen treibt, der Frauen entführt und auf grausame Weise umbringt. Ist die stets etwas konfuse und sorglose Ashley sein jüngstes Opfer geworden? Die Polizei glaubt nicht an ein Verbrechen, da Ashley die Angewohnheit hat, des Öfteren für ein paar Tage zu verschwinden. Elise versucht verzweifelt, ihre Schwester auf eigene Faust zu finden. 
Als sie auf der Suche nach Hinweisen in deren Haus einbricht, wird sie von Ashleys attraktivem Nachbarn Trent Brady überrascht. Der Ex-Cop, der vor zwei Jahren seinen Dienst bei der Polizei quittierte, nachdem durch seinen Fehler sein Partner schwer verletzt wurde, bietet ihr seine Hilfe an. Gemeinsam folgen sie Ashleys Spuren und kommen dem Killer dabei gefährlich nahe. Als auch Elise in das Visier des Mörders gerät, muss sich Trent den Dämonen seiner Vergangenheit stellen, wenn er die Frau, in die er sich auf den ersten Blick verliebt hat, nicht verlieren will... (Text- & Bildquelle: Egmont Lyx)



Meine Meinung

Ich war schon ziemlich gespannt auf das Buch. Meine Freundin fand es ziemlich gut und da habe ich es ausprobiert. Ich hatte schon mehrere Ausflüge in den Romantic-Thrill-Bereich, aber dieser war anders. Es war blutiger, fast zu blutig für mich, aber ich bin da ja auch etwas empfindlich. ;)
Vielleicht ist aber genau das der Grund, wieso ich dieses Buch nicht 0-8-15 fand, wie so viele andere, sondern richtig gut.

Schon auf den ersten Seiten merkt man, wie sehr Elise ihre kleine Schwester Ashley eigentlich liebt. Sie haben ein sehr enges Verhältnis, und doch redet sich Elise immer wieder ein, sie sei schuld daran, dass Ashley verschwunden ist. Das konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sie hat ihren Traum gelebt und Ashley ihren ebenfalls - da hat Elise ihre Schwester nicht im Stich gelassen.
Doch genau dieser Gedanke lässt Elise verzweifelt nach ihrer Schwester und Informationen über ihr Verschwinden suchen. Sie ist hartnäckig und egal, wie gefährlich es werden kann, sie macht alles mit. Diese Seite bewundere ich etwas an ihr, sie würde jederzeit ihr Leben für ihre Schwester aufs Spiel setzen, Hauptsachen sie wird gefunden. Aufgeben? Pah, dieses Wort gibt es in ihrem Wortschatz gar nicht.
Durch obige genannte Schuldgefühle sah man aber an Elise auch eine andere Seite, eine schwache. Auch sie kann nicht die ganze Zeit stark sein und alles schaffen, nein. Sie ist ein Mensch und auch sie bricht zusammen. Nur durch Trents Nähe kann sie die Sorgen und Ängste durchstehen, und das macht das ganze sehr realistisch.

Auch gleich am Anfang darf man Trent kennenlernen. Seitdem er seinen Job bei der Polizei quittiert hat, arbeitet er bei der Firma seines jüngeren Bruders Sam und eigentlich ist er mit seinem Leben und diesem Job gar nicht zufrieden.
Er ist schon seit zwei Jahren nicht mehr im Dienst und sein Job, das Gefühl etwas Gutes zu tun, der Nervenkitzel - das alles und noch viel mehr fehlt ihm einfach. Aber gleichzeitig plagen ihn riesige Schuldgefühle, da sein ehemaliger Partner wegen ihm schwer verletzt wurde.
Diese Seite an Trent hat mich schon etwas genervt. Er ist der einzige, der sich noch Schuld an dieser Sache gibt, sein Partner und alle anderen haben ihm verziehen, nur er sich nicht. Ich habe irgendwo nicht ganz verstanden, wie so ein starker Mann innerlich doch so schwach sein kann.
Dadurch kapselte Trent sich von seiner Familie ab, die ihn liebt und eigentlich nur helfen will. Sie wissen, dass er unglücklich ist doch wirklich helfen können sie ihm nicht.

Das Kennenlernen von Trent und Elise ist sehr klassisch und amüsant gehalten. Sie bricht, mehr oder weniger, in das Haus ihrer Schwester ein und er überrumpelt sie dann, weil er sie für einen Einbrecher gehalten hat. Ja, die Szene war echt humorvoll. Aber schon hier wird die körperliche Anziehung beider klar und schon da merkt man, dass sie zusammen kommen werden.
Mehrmals streiten sich die beiden ohne Punkt und Komma. Trent versucht Elise zu schützen und über sie zu bestimmen und sie will das natürlich nicht und setzt ihren Dickkopf durch. Die beiden sind so unterschiedlich, und doch konnten sie sich gegenseitig verändern.
Trent musste sich seiner Schuld stellen, da Elise ihn dazu bewegte und Elise hatte eine helfende und sichere Hand an Trent gefunden. Das sich da Liebe entwickelt, die aber beide ewig nicht wirklich einsehen wollen, da es sowieso nicht funktionieren kann, ist doch irgendwo logisch.
Jedoch muss ich sagen, dass ich die paar erotischen Szenen nicht direkt nachvollziehen konnte. Da redeten sie über tot ernste Dinge und im nächsten Moment landen sie in der Kiste. Es waren, finde ich, unpassende Stellen. Das hätte man besser Verbinden können.

Ashley, die kleine Schwester von Elise, lernt man erst mit fortgeschrittener Handlung kennen. Elise beschreibt sie als eine sehr verträumte, schusselige, aber sehr künstlerisch begabte Frau, um die man sich einfach Sorgen machen muss. Ashley wird so liebevoll dargestellt, man hofft einfach als Leser mit, dass es ihr gut geht, da man sie ins Herz schließt mit ihrer Art.
Als dann noch Einblicke in die Welt des Mörders gegeben wurden, musste ich schlucken und ich hoffte nur noch, dass Ashley da heil raus kam. Denn Gary ist einfach nur krank, gestört. Man sollte ihn einsperren.
Seine Handlungen schockierten mich, veranlassten mich aber gleichzeitig zum weiterlesen, denn mit jeder weiteren Seite hoffte ich einfach, dass sie da raus kamen, lebend.
Ashleys Verschwinden wird eine ganze Zeit lang sehr mysteriös gehalten, es deutet alles auf eine Entführung oder Schlimmeres hin, aber die Polizeit tappt ewig im Dunkeln. Der Verlauf des Ganzen ist interessant zu beobachten. Dazu noch die Gegenhandlungen des Mörders einem einen Rund-um-Blick. Gary scheint dem allen eine ganze Zeit weit voraus zu sein.

Auf den letzten 100 Seiten spitzt sich die Handlung immer mehr zu: Ashley versucht sich zu wehren und zu entkommen, Gary will plötzlich auch noch Elise und weitet seine abscheulichen Pläne aus, Trent und Elise haben beide mit den Sorgen um Ashley zu kämpfen, ihren eigenen Dämonen und dieser Anziehung, die alles nur noch mehr durcheinander bringt. Garys Taten wurden immer dreister, es gab überraschende Wendungen als man dachte, es ist alles vorbei.
Das Buch hat sich wirklich gesteigert vom Anfang bis zum Ende.


Fazit

Das Buch hat mir, vor allem gegen Ende, regelrecht den Atem geraubt. Der Thriller-Anteil war gut mit der Liebesbeziehung verknüpft und es hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen.
Es war durchweg spannend, in das kranke Gehirn des Mörders zu sehen und wie er seine Gefangenen behandelt. Und dann noch nebenbei die verzweifelte Suche nach Ashley, während die zarten Bande der Liebe sich einmischen.
Dennoch vergebe ich keine volle Punktzahl, da ich doch kleine Kritikpunkte hatte. Empfehlen tue ich es denjenigen, die einen guten Thriller lesen wollen, wenn es ihnen nichts ausmacht, dass die Liebe etwas die Oberhand gewinnt.


Mein auf ewig bekommt:
4/5 Herzen


4 Kommentar[e]:

  1. Dein Kompliment kann ich nur zurückgeben, ich liebe deinen Blog und deine Rezis, auch wenn die nicht gerade gut für meinen immer mehr steigenden Wunschzettel sind, jetzt hab ich noch ein LYX Buch mehr das ich lesen möchte.

    Ganz liebe Grüße :D

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  2. Schöne Rezi. Ich habs mir davor ja schon überlegt ob ich es mir bald mal kaufen soll, aber jetzt bin ich mir sicher: Ich kaufs mir. :)

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  3. http://booksmoviesandotherdrugs.blogspot.com/2011/11/ein-neuer-award-ist-eingetrudelt-d.html
    Guck doch mal bei mir vorbei! ;)

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  4. Von mir bekommst du auch einen Award:
    http://corinnas-buecherecke.blogspot.com/2011/11/award-nr-11-12.html

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