Dienstag, 18. Oktober 2011

[Rezension] Ashes 01. Brennendes Herz von Ilsa J. Bick

Dienstag, 18. Oktober 2011


Autor: Ilsa J. Bick
Originaltitel: Ashes
Reihe: Ashes #1
Verlag: Egmont Ink
Umfang: 502 Seiten
Preis: 19,99 €uro
ISBN: 978-3-86396-005-6


Klappentext

Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrückt spielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Das Einzige, worauf sie noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. 
Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden. (Text- & Bildquelle: Egmont Ink)


Meine Meinung

Die Inhaltsangabe beschreibt noch längst nicht alles, was in diesem Buch passiert und lässt vieles aus oder übertreibt. Denn im Vordergrund steht nicht direkt die Liebe zwischen Tom und Alex, nein weitaus viel, viel mehr. Denn der Abschnitt, in dem Alex mit Tom zusammen ist, ist weder von Anfang an, noch bis zum Ende. Und doch ist alles so gelungen an diesem Buch!

Was anzumerken wäre zu Beginn ist, dass man für dieses Buch einplanen sollte, schon mal länger ohne Pause zu lesen. Die Kapitel sind zwar meist kurz gehalten, doch gibt es jedes Mal ein Ende, was einen regelrecht zum Weiterlesen zwingt. Und das macht es sehr schwer, vom Buch loszukommen.
Die Handlung, sowie die Geschichte, sind nie wirklich vorhersehbar und immer wieder gibt es kleine Überraschungen, die das bisher geglaubte auf den Kopf stellen.

Die Handlung beginnt direkt damit, dass man Alex besser kennen lernt. Und gleich auf den ersten Seiten wird gesagt, dass sie schwer krank ist, einen Hirntumor hat, der ihr Leben schwer beeinträchtigt und verkompliziert. Außerdem kommt dazu, dass sie ihre Eltern vor einigen Jahren verloren hat, was ebenfalls gleich zu Beginn dargestellt wird.
Man empfindet als Leser Mitleid mit Alex, bemerkt aber, dass sie das gar nicht benötigt. Denn Alex ist sehr stark, selbstständig und eigenwillig. Sie lässt sich nicht unterkriegen von ihrer Krankheit und kämpft, und das tut sie wirklich das ganze Buch über. Sie ist einem als Leser sofort sympathisch und mit ihrem meist sehr ironischen Gedanken konnte ich mich des Öfteren identifizieren, genauso wie mit ihrem Dickkopf.

Alex kommt in der Natur bestens klar und kann dort locker überleben, was sie auch schon nach wenigen Seiten beweisen muss. Doch vorher trifft sie auf Ellie und ihren Großvater.
Ellie ist ungefähr acht Jahre alt und hat ebenfalls ihre Eltern verloren. Ihr Vater ist im Irakkrieg gefallen, ihre Mutter verschwand bereits als sie ein Jahr alt war, und auch ihre Großmutter verstarb vor nicht allzu langer Zeit. Das prägt natürlich den Charakter des Mädchens, so ist sie doch anfangs aggressiv und zickig. Auch Trotz ist ihre Stärke, was aber wirklich verständlich ist bei ihr, wenn man in so einem jungen Alter so viele Verluste durchleben muss.
Man merkt, dass Ellie eine Person zum Anlehnen braucht und mit der Zeit findet sie diese in Alex. Mit ihrem Hund Mina begleitet sie diese, nachdem sie auch ihren Großvater verloren hat. Ellie ist für mich eine der Charaktere, die ich wirklich sehr gern hab. Auch wenn ich anfangs nur dachte, sie soll doch einfach ihre Klappe halten und verschwinden, ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Und Ilsa J. Bick trifft sehr genau den Nerv, der Ellie wirklich wie Acht wirken lässt, im Gegensatz zu Alex, die mit ihren Gefühlen wirklich wie Siebzehn wirkt.

Als dann die Druckwelle über Amerika zieht, bricht das totale Chaos aus. Sie stellt schreckliche Dinge mit Tieren und Menschen an. Dutzende sterben, wenige überleben und ein Teil davon dreht durch. Die Welt steht Kopf und wird niemals mehr so sein, wie sie war.
Einige Dinge in diesem Buch fand ich richtig gruselig oder auch ekelhaft und brutal. Ich musste an manchen Stellen doch schon schlucken. Auch waren manche Beschreibungen recht krass und schockierten mich. Ilsa J. Bick kann einfach sehr genial schreiben und geht nicht gerade prüde mit Kannibalismus und ähnlichem um. Normalerweise mache ich ja einen großen Bogen um so ein Zeug, aber hier passt es irgendwie ;)

Dann, etwas später, treffen Alex und Ellie auf Tom, der als Retter in der Not fungiert. Tom ist beim Militär und normalerweise in Afghanistan stationiert, hat sich aber Urlaub genommen und, wie es das Schicksal so will, führt es ihn zu den beiden Mädchen.
Tom hat so einen gewissen Charme. Als er auftauchte wirkte es auf mich so, als würde alles besser werden. Als wäre er ein Lichtblick. Aber auch er hat Geheimnisse, denn er hat sich nicht ohne Grund Urlaub genommen.
Auch hat er viele Theorien, was denn nun eigentlich wirklich passiert ist. Durch seine Zeit beim Militär kennt er sich mit vielen Dingen aus und zusammen mit Alex spekuliert er über die Wahrheit. Die Theorien der beiden fand ich sehr interessant. Vor allem, da es so real sein könnte, dass es auch uns passieren könnte. Ich finde die Idee so genial - und gleichzeitig so erschreckend.
Auch ist zwischen ihm und Alex irgendetwas, doch kommen seine Gefühle für sie nie rüber. Erst dann, als sie ihn verlassen muss.

Chris ist der zweite Mann, der in Alex etwas bewegt und dem sie im Laufe der Handlung ebenfalls begegnet. Chris ist aber ganz anders als Tom. Er ist sehr undurchsichtig und geheimnisvoll, doch mag ich ihn irgendwie auf seine eigene Art und Weise und ich könnte ihn mir auch gut an Alex' Seite vorstellen, genauso wie Tom. Alex ist selbst nach einiger Zeit unentschlossen, welchen der beiden sie mehr mag, doch steht das nie im Vordergrund, und das gefällt mir sehr.
Jedenfalls mag ich Chris, seine Geheimnisse und sein Charakter interessieren mich einfach. Außerdem kann er auch ganz süß sein, was er auch beweist und diese Stellen waren einfach Zucker für mich ;)
Jedoch könnte ich mich nicht entscheiden, wen der beiden ich mehr mag: Tom oder Chris? Mir geht es da ähnlich wie Alex.
Was ich jedoch gut finde an der ganzen Jungsgeschichte ist, dass nie so wirklich auf das Äußere eingegangen wird. Es spielt keine große Rolle, wie in einem dutzend anderer Bücher. Und das ist wirklich sehr erfrischend zu lesen.


Fazit

Mehr möchte ich schon gar nicht mehr schreiben, denn sonst würde ich noch irgendetwas Wichtiges verraten, und das möchte ich nicht. Doch soviel sei gesagt: Ashes ist durchweg spannend, es treten immer wieder zig Veränderungen, Wendungen und Überraschungen auf, sowie neue Personen, wodurch sich immer wieder alles ändert. Neue Probleme tauchen da auf, wo alte gelöst werden. Die Liebe spielt eine feine Nebenrolle, ist aber nicht ganz unwichtig. Das Überleben zählt.
Man bleibt mit so vielen ungeklärten Fragen zurück: Was ist mit Ellie? Was wird aus Tom? Wird Chris Alex folgen? Wie wird es Alex mit ihrem Hirntumor ergehen? Wird sie aus ihrer schwierigen Situation am Ende lebend herauskommen? Was passiert als nächstes in Rule? Wird alles je wieder normal? 
Und doch muss man auf die Antworten so lange warten!
Ich jedenfalls freue mich sehr auf den zweiten Band und kann es gar nicht abwarten, bis er erscheint.


Brennendes Herz bekommt:
5/5 Herzen


Ashes - Trilogie

Band 1: Brennendes Herz

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